Abriss oder Neubau: Altes Haus! Doch lieber neu?

Abriss oder Neubau: Altes Haus! Doch lieber neu?
3. Jan 2017

von Suitbert Monz

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Ein altes Haus hat Charme und eine Geschichte. Ein Neubau indes ist modern, entspricht aktuellen Standards und bietet meist die Umsetzung aller persönlichen Vorstellungen. Was hilft bei der Entscheidung?

Das Grundstück ist perfekt. Genau so wollten wir immer wohnen: stadtnah, großzügig, im Grünen und nicht in einer klassischen Neubausiedlung. Außerdem bietet die Lage eine direkte Sicht auf den Rhein, der nur 500 Meter entfernt nordwärts fließt. Bleibt nur immer noch die Frage, ob wir das Haus aus den 1980er Jahren umbauen und sanieren sollen oder ob wir uns mit einem Neubau besserstellen.

Experten mit einbeziehen

Große Unterstützung finden wir beim Termin mit unserem Architekten. „Zuerst erstellen wir mit unseren Bauherren immer ein Raumprogramm“, erläutert unser Architekt. „Schließlich geht es im Kern darum, was sich die Menschen für ihr Eigenheim wünschen und was sie an Wohnraum benötigen. Im Anschluss daran, lässt sich dann bereits abschätzen, ob die Vorstellungen durch einen Umbau realistisch, rentabel und umsetzbar sind oder nicht.“

Eingriff in die Statik oft problematisch

„Wünscht sich der Hausherr einen Keller, wo bislang keiner ist oder höhere Räume, wird es problematisch, da man massiv in die Statik des Hauses eingreifen muss“, erklärt der Bauexperte. Je nach Alter des Hauses empfiehlt es sich deshalb, die Original-Baupläne zu beschaffen. „Häuser aus den 20er oder 30er Jahren wurden oft nachträglich verändert, so dass hohe Decken abgehängt oder weitere Zimmer eingebaut wurden, hier könnte ein Rückbau Sinn machen.“

Tragwerk und Bausubstanz checken

Grundsätzlich sollte ein Fachmann prüfen, wie es um die grundsätzliche Substanz des Bestandobjektes steht. „Schadstoffbelastungen wie Asbest oder Lindan müssen entfernt werden können“, erklärt der Architekt weiter. Unbedingt sollten wir, egal ob Neu- oder Umbau, an eine gute Absicherung im Schadensfall denken.

Energetische Vorgaben berücksichtigen

Eine weitere Kostenfalle könnten zudem die strengen energetischen Sanierungsauflagen darstellen. „Auch hier spielt oft die Zeit, in der das Haus gebaut wurde, eine wichtige Rolle. Häuser, die heute 90 oder 100 Jahre alt sind, verfügen über eine dicke Außenmauer, Bauten aus der Nachkriegszeit haben einen minimalen Außenwandquerschnitt. In beiden Fällen lässt sich eine gute Aufstockung der Dämmung realisieren, doch die Kosten dafür sollten transparent gemacht werden, so dass es später nicht zu bösen Überraschungen kommt“, sagt der Architekt.

Beide Möglichkeiten durchspielen

Wir sind nun um einiges schlauer, wirklich entscheiden können wir uns aber immer noch nicht. Unser Architekt macht uns den Vorschlag, zwei erste Entwürfe zu erstellen, die beide unser gewünschtes Raumprogramm berücksichtigen und innerhalb unserer Kostengrenze liegen. In unserem Fall macht das Sinn, finden wir. Auf diese Weise werden unsere abstrakten Ideen für beide Varianten ein bisschen anschaulicher. Alt oder neu – ganz gleich, wie wir uns schließlich entscheiden – wir werden unser neues Heim lieben!

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Abriss oder Neubau: Altes Haus! Doch lieber neu?
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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