(Inter-)Aktive Kinder – Balance zwischen Bewegung und Medien finden

(Inter-)Aktive Kinder – Balance zwischen Bewegung und Medien finden
7. Okt 2016

von Suitbert Monz

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Der Umgang mit neuen Medien ist für unsere Kinder normal und zeitgemäß und wird in der Schule teils vorausgesetzt. Doch allzu oft geht das Training am Computer, Tablet oder Handy auf Kosten der motorischen Fähigkeiten.

Sieben Stunden pro Tag verbringen Neun- bis Zehnjährige durchschnittlich vor dem Fernseher, am Handy oder am Computer. Eine bedenkliche Zahl.

Eltern als Medienvorbild

Manchmal ertappe ich mich auch dabei. Ganz früh am Morgen, noch im Bett liegend, erfolgt der Griff zum Handy. Wie wird das Wetter heute? Habe ich eine mehr oder weniger wichtige Nachricht oder Mail erhalten? Ohne dass ich schon irgendjemandem aus der Familie einen Morgengruß ausgesprochen habe, kommuniziere ich bereits mit diesem Gerät.

Dabei gelten die Eltern, wie in den meisten übrigen Punkten auch, im Umgang mit Medien als Vorbild und wichtige Orientierung für die Kinder. „Dass das nicht überhandnimmt,“ belehre ich mich also mit innerer Stimme und beruhige mein Gewissen damit ein bisschen.

Alarmierende Zahlen

Die Heranführung an die digitale Welt und den Umgang mit technischen Geräten erlernt der Nachwuchs in der heutigen Zeit bereits im Kindergartenalter. Dosiert eingesetzt, können altersgerechte und eigens für Kinder entwickelte Websites oder Apps durchaus sinnvoll sein: beispielsweise wird damit motiviertes Lernen unterstützt und spätere Medienkompetenz gefördert. Studien jedoch belegen, dass der Medienkonsum sowohl inhaltlich als auch zeitlich, deutlich über das gesunde Maß hinausschießt. Eine Großzahl vieler Kinder surft pausenlos im Internet und haben bereits Mühe, ihr Handy für mehr als eine halbe Stunde außer Acht zu lassen.

Motorische Fertigkeiten als Unfallprophylaxe

Durch die übermäßige Mediennutzung verkümmert zudem die physische Leistungsfähigkeit, die Schulkinder zur Bewältigung ihres Alltags benötigen. Insbesondere im Straßenverkehr, aber auch in der Pause auf dem Schulhof brauchen die Kinder gute koordinative Fertigkeiten, um schnell und angemessen reagieren zu können. Bewegung legt auch viele Grundlagen für das schulische Lernen.

Ein Kind, das viel draußen herumtollt, klettert, balanciert oder Ball spielt, erlebt die Welt mit all seinen Sinnen. Es lernt ganz nebenbei räumliches Sehen, schult spielerisch seinen Gleichgewichtssinn und erlangt ein besseres Körpergefühl. Dass all diese Aktivitäten auch noch präventiv Übergewicht vorbeugen, ist vielen Kids glücklicherweise völlig egal – es geht einzig und allein um Spaß.

Auch in puncto Bewegung sind wir Eltern übrigens wieder gefragt: Nur wenn wir mit Freude an Bewegung und Sport vorangehen, ist auch unser Nachwuchs motiviert.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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