Blogparade: Leben auf dem Land oder in der Stadt?

Blogparade: Leben auf dem Land oder in der Stadt?
8. Nov 2016

von Suitbert Monz

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In den vergangenen zwei Jahren haben immer mehr Deutsche die Großstädte verlassen, um aufs Land zu ziehen. Das ergab eine Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung.

Welche Vorteile hat das Stadtleben und wie frei lebt es sich auf dem Land? Stadt- und Landbewohner geben uns einen Einblick in ihren Wohn-Alltag.

Land: Ernten und entspannen

Mit einem Korb unter dem Arm schlendert Susanne Sommer durch den Garten und sammelt Äpfel und Birnen auf. Im orangefarbenen Herbstlicht entsteht eine fast verklärend romantische Idylle. „Ich koche frischen Mus aus dem Fallobst und vielleicht backe ich noch eine Birnentarte“, erklärt die Kinderärztin sichtlich glücklich und zufrieden beim Anblick des reichlich gefüllten Korbes. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann auf dem ehemaligen Bauernhof ihrer Eltern in einem 500-Seelen-Dorf in Ostwestfalen. Ihre gemeinsamen drei Kinder sind mittlerweile zum Studieren in die Stadt gezogen. Zur Arbeit in die Klinik braucht die Pädiaterin mit dem Auto 30 Minuten, ihr Mann ins Ingenieurbüro sogar eine knappe Stunde. Die Fahrerei nerve die beiden schon manchmal, schließlich ginge viel Zeit dafür drauf, betont das Paar. Doch sie leben gerne an diesem Ort mit dem großen Garten und ohne direkte Nachbarn. „Nach einem intensiven Arbeitstag finde ich hier zu Hause auf dem Land den optimalen Ausgleich“, sagt Frau Sommer.

Stadt: Kurz vor Mitternacht eine Tüte Milch

Es ist sechs Minuten vor Mitternacht als Pia Milderich ihr Fahrrad vor dem Supermarkt in der Kölner Innenstadt parkt. Sie kommt gerade von einem Meeting aus der Werbeagentur, als ihr einfällt, dass sie keine Milch mehr im Kühlschrank hat. „Das ist einfach super, dass die Öffnungszeiten ausgeweitet wurden“, freut sich die Dreißigjährige, die in einer Zweizimmer-Altbauwohnung in Köln-Ehrenfeld lebt.  Ehe sie die Tür des Jugendstil-Baus aufschließt, ruft ihr der Besitzer des benachbarten Büdchens noch einen Gruß zu. „Wir kennen uns hier im Veedel mittlerweile“, sagt Frau Milderich, die schon seit dem Studium in dem beliebten multikulturellen und belebten Stadtteil wohnt. „Es ist einfach wahnsinnig bunt und tolerant hier. Meine Freunde wohnen ganz in der Nähe, außerdem brauche ich kein Auto, habe Kneipen, Kinos und alle möglichen Läden direkt vor der Haustür. Ich bin hier total glücklich.“

Die Prioritäten-Liste

Die Wohnorte der zwei Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein, und dennoch fühlen sich die beiden rundum wohl. Abermals zeigt sich, dass es eine Frage der Prioritäten ist, wo und wie man wohnen möchte: Eigener Garten, Ruhe, weniger Verkehr und nachts echte Dunkelheit versus Kultur, Party, optimale Infrastruktur! Was aber ist mit den Kosten? In den Städten, insbesondere in den deutschen Metropolen, explodieren die Mieten. Ist das Leben auf dem Land die günstigere Variante? Orientiert man sich an den Grundstücks – und Immobilienpreisen ließe sich dies auf jeden Fall bejahen. Allerdings sollten beim Traum vom Haus auf dem Land von Anfang an die deutlich erhöhten Mobilitätskosten berücksichtigt werden. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von einer „raumstrukturellen Falle“.

Machen Sie mit bei unserer Blogparade!

Wir laden Sie herzlich ein, bis zum 08.12.2016 an unserer Blogparade teilzunehmen. Und so machen Sie mit:

  • Schreiben Sie Ihren Blogartikel und verraten Sie uns, warum Sie lieber in der Stadt oder auf Land leben
  • Verlinken Sie im Text auf diesen Beitrag und/oder schreiben Sie uns im Kommentar (oder per E-Mail an SocialMedia@ruv.de), dass Sie teilgenommen haben
  • Alle Beiträge werden von uns gesammelt und in einem zusammenfassenden Artikel verlinkt

Wir sind schon sehr gespannt auf Ihre Beiträge und freuen uns auf Ihre Meinungen!

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Blogparade: Leben auf dem Land oder in der Stadt?
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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