CERES AWARD: Finalisten der Kategorie ‚Energielandwirt des Jahres‘

CERES AWARD: Finalisten der Kategorie ‚Energielandwirt des Jahres‘
30. Aug 2016

von Dr. Markus Berneiser

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In diesem Jahr lag die Zahl der Bewerbungen beim CERES AWARD in der Kategorie ‚Energielandwirts des Jahres‘ deutlich über der des Vorjahres. Nach Sondierung der Bewerbungsunterlagen wurde eine Shortlist aus drei Betrieben erstellt, die wir vor Ort besucht haben. Im Blogartikel stellen wir die Finalisten vor.

Um es vorweg zu nehmen: Auch in diesem Jahr ist die Festlegung auf einen Gewinner nicht einfach, denn alle Finalisten zeichnen sich durch Innovationskraft, Pioniergeist, Unternehmertum, Mut und ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt aus.

Vor-Ort-Termine bei den Finalisten

Die Besichtigungstermine führten die dreiköpfige Jury  nach Bayern und Baden-Württemberg. Sie setzt sich zusammen aus den Mitgliedern Bernd Feuerborn, Redakteur beim dlz agrarmagazin, Alexander Knebel von der Agentur für Erneuerbare Energien und mir von Seiten R+V

Leonhard Rösel in Neukirchen

Leonhard Rösel

Leonhard Rösel

Auf dem Betrieb von Leonhard Rösel in Neukirchen fanden wir einen jungen dynamischen Energielandwirt vor, der beim Anbau seiner Substrate den Maisanteil deutlich reduziert hat und stattdessen auf eine Vielfalt an alternativen Energiepflanzen setzt. Für die Bienen und zur Imageverbesserung der Biogasproduktion sät er auf den Randstreifen seiner Flächen Blühmischungen an und plant für die Bevölkerung einen Energie-Pflanzengarten. Mit Luftaufnahmen und einem Online-Routenplaner für den überbetrieblichen Maschineneinsatz optimiert er die Routen bei den Feld- und Erntearbeiten. Dadurch wird die Fahrzeugflotte umweltschonend eingesetzt und die Bevölkerung möglichst wenig beeinträchtigt.

Markus Wagner in Neufahrn

Bei Markus Wagner in Neufahrn ist die Biogasanlage ebenfalls der zentrale Betriebszweig. Auch er hat den Maisanteil in der Substratmischung deutlich reduziert und durch alternative Energiepflanzen ersetzt. Einen innovativen Ansatz stellt die Substitution durch Straßenbegleitgrün dar, das er als Dienstleistung für die umliegenden Gemeinden entlang der kommunalen Straßen und Wege abmäht. Zur Steigerung der Akzeptanz seiner Branche ist er in der Öffentlichkeitsarbeit sehr aktiv, beteiligt sich an der Energiegenossenschaft in seiner Heimatgemeinde und plant einen Natur-Erlebnis-Pfad.

Energiehof Weitenau bei Winfried Vees

Winfried und Juliane Vees an ihrer Hofstankstelle

Winfried und Juliane Vees an ihrer Hofstankstelle

Im baden-württembergischen Eutingen waren wir auf dem Energiehof Weitenau bei Winfried Vees zu Gast. Herr Vees hat seinen Betrieb vollständig auf Erneuerbare Energien ausgerichtet und die ehemaligen Ställe umgewidmet. Neben Photovoltaik und dem sukzessiven Ausbau der Biogasanlage produziert er seit 2015 auch Biomethan, das er an der hofeigenen Tankstelle vertreibt. Durch die Integration in Apps wie www.gibgas.de werden Erdgas-Autofahrer auf seine Hoftankstelle hingewiesen. Auf dem Hof können auch Führungen gebucht werden – ein technisch hochwertig ausgestatteter Seminarraum mit Cateringangebot rundet das Betriebszweig-Portfolio ab.

Ehrung der Sieger in der Nacht der Landwirtschaft

Nach den beeindruckenden Betriebsbesichtigungen fällt uns die Festlegung auf einen Sieger nicht leicht. In einem Brainstorming müssen sich alle Juroren eine finale Meinung bilden. Für die Finalisten steigt die Spannung, denn sie müssen sich bis zum 18. Oktober 2016 gedulden. An diesem Abend werden in Berlin in der ‚Nacht der Landwirtschaft‘ die AWARDS verliehen und unter anderem der ‚Energielandwirt des Jahres 2016‘ gekürt. Zu dem Galaabend  sind alle Finalisten eingeladen, die gemeinsam mit Vertretern der Branche ein rauschendes Fest feiern.

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Ceres Award 2016 für Deutschlands beste Landwirte - R+V BlogR+V Blog / http://www.ruv-blog.de/ceres-award-2016-fuer-deutschlands-beste-landwirte/

09:59 27.10.2016

[…] die Zutaten für den Erfolg von Winfried Vees. So lautete das Fazit der Jurymitglieder, die den Energiehof Weitenau und die Betriebe der beiden anderen Finalisten besichtigt haben. Die R+V gratuliert dem würdigen Preisträger herzlich und überreichte ihm in […]