Erneuerbare Energien – das ändert sich 2016

Erneuerbare Energien – das ändert sich 2016
3. Feb 2016

von Jan Ackerhans

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Auch im Jahr 2016 gibt es wieder einige Änderungen in der Energiepolitik für Erneuerbare Energien. Die Änderungen betreffen mehrere unterschiedliche Bereiche. Wir haben die wichtigsten zusammengestellt.

Vor allem diejenigen, die privat auf erneuerbare Energien setzen, sollten sich rechtzeitig über die Änderungen informieren. Diese betreffen unter anderem sowohl Neu- als auch Altbauten.

Steigende EEG-Umlage

Laut Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) beträgt die Umlage für Ökostrom seit Januar 2016 nun 6,354 Cent, das ist ein moderater Anstieg des Preises um drei Prozent.

Energiestandards für Neubauten

Die Energiestandards für Neubauten von Wohn und Nichtwohngebäuden steigen: Der nachzuweisende Jahresprimärenergiebedarf muss hier jeweils ein Viertel unter dem Wert von 2015 liegen. Weitere Erhöhungen betreffen auch den Wärmeschutz der jeweiligen Gebäude. Dieser muss auf Grundlage der Energiesparverordnung von 2014 um 20 Prozent steigen.

Verlängerung des Batteriespeicherprogramms

Ursprünglich sollte das Förderprogramm für Solarstromspeicher nur bis Ende 2015 laufen. Nun soll es allerdings doch in modifizierter Form fortgesetzt werden. Genauere Details sind derzeit allerdings noch nicht bekannt und sollen demnächst durch die KfW veröffentlicht werden.

Gefördert wird in diesem Programm insbesondere die Kombination aus stationären Batteriespeichersystemen und Photovoltaik-Anlagen. Der so generierte Strom wird zum Teil selbst genutzt, zum Teil ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Hiervon profitieren unter anderem insbesondere Privatpersonen, Unternehmen und Landwirte.

Energieeffizienzlabel für ältere Heizungen

Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, müssen seit dem 1. Januar 2016 ein Energielabel tragen, das Informationen über den jeweiligen Effizienzstatus gibt. Unter anderem Heizungsinstallateure und Schornsteinfeger sind berechtigt, diese anzubringen.

Auf diese Weise erlangen die Verbraucher bequem und gratis Kenntnis über den Stand, was ihnen beim Energiesparen helfen soll. Denn das Bundeskabinett erhofft sich dadurch eine höhere Motivation zum schnelleren Austausch des Heizkessels. Deutschlandweit ist das Potenzial zur Energieeinsparung auf diesem Gebiet hoch: Im Schnitt sind die Heizgeräte 17,6 Jahre alt.

Bonus für den Austausch von Heizungsanlagen

Ein weiterer Anreiz zur Modernisierung der Heizungsanlage ist das neue Programm Energieeffizienz. Hausbesitzer können seit Januar 2016 eine Förderung vom Bundeswirtschaftsministerium für den Umbau in Anspruch nehmen. Gefördert werden Anlagen, die auf den Einsatz effizienter Technik mit Biomasse, Wärmepumpe oder auf Integration einer Solarthermieanlage setzen.

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Erneuerbare Energien – das ändert sich 2016
Jan Ackerhans

Mitarbeiter der Abteilung Agrarmarkt und Erneuerbare Energien, bloggt über aktuelle Themen rund um die Energiewende.

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Dieter Martin / http://www.ms1002.de

18:41 05.02.2016

Hallo Jan,

ich möchte Dich mal auf das Produkt Sparsteuerung für Waschmaschinen und Spülmaschinen aufmerksam machen. Laut Hersteller ist es bereits 25.000 mal in Deutschland und Österreich im Einsatz. Ich finde viel zu wenig, den jeder Haushalt mit Solaranlage (Thermisch) sollte auch solch eine Sparsteuerung mit einsetzten.

Es würde mich interessieren was Du dazu denkst.

Schöne Grüße aus dem warmen Südafrika 😉

Dieter Martin

Erneuerbare Energien – das ändert sich 2016 Jan Ackerhans

15:33 23.02.2016

Hallo Dieter,

danke für deinen Kommentar!
Die von dir angesprochene Technologie klingt interessant und eignet sich sicherlich für alle, die eine Solarthermie-Anlage haben.
Wenn der Warmwasserspeicher von der Sonne aufgeheizt ist und die Waschmaschine dann genutzt wird, spart das gewiss einiges an Stromkosten.

Viele Grüße aus dem derzeit verregneten Wiesbaden
Jan