Fitness und Ernährungs-Apps – Personal Trainer aus der Hosentasche

Fitness und Ernährungs-Apps – Personal Trainer aus der Hosentasche
8. Mrz 2016

von Suitbert Monz

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„Ich habe die zehn besten Apps zum Abnehmen gefunden“, ertönt es aus meinem Smartphone. Es ist Siris virtuelle Stimme und ihre Antwort auf meine Frage nach einer Anwendung, die mir hilft, fitter zu werden und mich gesünder zu ernähren. Siris Auswahl zeigt eine bunte Auswahl an Apps für die unterschiedlichsten Fitnesstypen.

Bei dem reichhaltigen Angebot der verschiedenen Apps zur Ernährung und Fitness, fällt es mir schwer, den Über- und Durchblick zu behalten. Reicht mir eine reine Ernährungs-App, die meinen Kalorienbedarf anzeigt und mir mit konkreten Tipps hilft, diese Menge einzuhalten? Oder möchte ich doch lieber eine App, die mir zusätzlich effiziente Sportübungen zeigt. Probieren geht da über studieren.

App gegen Gewicht – Datenkontrolle für den Erfolg

Auf meinem Display stehen motivierende App-Namen wie „KalorienCheck“, „Food Navi“, „Food DB“, „Bewusst einkaufen“, oder „Eat Smarter“ als reine Ernährungs-Apps, exotische wie „Noom“ und klassische wie „Runtastic“ und „MyFitnessPal“.

Das Prinzip der sogenannten Tracking-Apps ist dabei einheitlich, das heißt, sie sammeln alle persönlichen verfügbaren Daten und werten sie nach verschiedenen Kriterien aus.

Besonders witzig finde ich die Lauf-App „Zombies, Run“, in der ich in einem Rollenhörspiel die Gegend joggend erkunde und auf der Flucht vor Zombies bin. Laufe ich zu langsam, höre ich die Untoten über meine Kopfhörer näher kommen und muss Gas geben.

„Noom“ – eine App für alle Belange

Meine Wahl fällt erst einmal auf die besonders erfolgreiche App „Noom“. Die kostenpflichtige Pro-Version hat es innerhalb von einem halben Jahr in Deutschland auf 50.000 Nutzer gebracht hat, weltweit sind es bisher sogar 32 Millionen User.

Das Prinzip der Anwendung ist dabei so einfach wie praktisch. Ich lade die App auf mein Smartphone, erstelle mein Profil, indem ich mein Alter, Gewicht, Größe, Geschlecht und Wunschgewicht eingebe und starte. Schritt für Schritt fragt die App nun meine Gewohnheiten in den Kategorien „Bewegungs-und Ernährungs- und Motivationsverhalten“ ab.

Der anschließende Abnehmplan zeigt mir nun mein Kalorienbudget und mein Soll an Bewegung an. Von jetzt an heißt es also keine versteckten Snacks mehr oder faule Abende auf der Couch. Alles was ich esse und tue, muss ich eingeben und erhalte so am Abend die Auswertung und sogar Tipps rund um meinen Plan.

App als idealer Einkaufsberater?

Im Grunde übernehmen die Ernährungs-Apps die Aufgabe eines persönlichen Diät-Coaches. Und das jeden Tag 24 Stunden lang. Besonders hilfreich hierbei sind Apps wie „MyFitnessPal“, über die ich Zugriff auf den Nährwert von über 6 Millionen Nahrungsmitteln und zahlreiche Vorschläge für die unterschiedlichsten Essensgelüste habe.

Sogar die Barcodes von Fertiggerichten lassen sich einscannen, versehen mit einem Ampelsystem. Am Ende des Tages erfahre ich so nicht nur die Kalorienmenge, sondern auch die Qualität der verzehrten Nahrung. Denn mal ehrlich, wer weiß schon, wie viel wir uns bewegen müssen, um gesund zu bleiben und welche qualitativ hochwertige Energiemenge wir zu uns genommen haben.

Fit in der Community

Besonders interessant und immer im Blick sind die sogenannten wearables. Das sind Smartwatches fast aller Handyhersteller oder Armbänder wie „Fitbit“ oder „Xiaomi“, die den aktuellen Trainingsfortschritt direkt am Handgelenk darstellen.

Je nach Wunsch lässt sich dieser Erfolg am Computer dann noch detailliert aufsplitten, grafisch darstellen und in den unterschiedlichen Social Media-Kanälen posten. Ein Wermutstropfen ist allerdings das Grundprinzip der Apps, die Sammlung und Weitergabe meiner Daten an den App-Hersteller und die App-eigene Community. Denn so motivierend und lustig das Teilen des erreichten Erfolges ist, was im Netz ist, bleibt im Netz und kann nicht mehr gelöscht werden.

Und ob eine der unzähligen Apps mich langfristig motivieren kann oder eher nervt, bleibt abzuwarten. Das ist dann wahrscheinlich eine Typfrage, und sollte jeder für sich selber entscheiden. Dennoch: „Danke Siri, ich überlege es mir aber noch mal.“

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Fitness und Ernährungs-Apps – Personal Trainer aus der Hosentasche
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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