Stolperfalle Frühjahrsputz?

Stolperfalle Frühjahrsputz?
25. Mai 2016

von Suitbert Monz

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Die Tage werden länger – Frühlingsgefühle erwachen. Nur die Sonne versucht noch vergeblich durch meine Fenster zu scheinen. Jetzt weiß ich: Es ist Zeit für den Frühjahrsputz. Doch bei aller Vorfreude auf ein rundum sauberes Heim gibt es Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Klingt komisch, ist aber so: Hausarbeit kann gefährlich sein. Über ein Drittel aller Unfälle passieren im Haushalt. Das sind doppelt so viele wie im Straßenverkehr.

Hauptursache der heimischen Unfälle sind Unachtsamkeit und schlechte Vorbereitung. Denn das Bedürfnis, das eigene Heim möglichst schnell in neuem Glanz erscheinen zu lassen, mündet oftmals in halsbrecherischen Aktionen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Stürze sind zu fast 80 Prozent der Grund für Haushaltsunfälle mit tödlichem Ausgang.

Gefahrenquellen erkennen – Unfälle vermeiden

„Nur mal eben..“ ist in der Top-Ten der Gefahrenquellen sehr weit oben. Wer mal eben schnell auf einen Hocker oder Sofalehne steigt, um die Gardine abzuhängen oder den oberen Teil der Fenster zu putzen, riskiert abzustürzen. Deshalb gilt – auch wenn es noch so nervt – übersteigt die zu putzende Fläche die ausgestreckte Armlänge, ist eine Leiter die sichere Alternative. Diese sollte mit dem Prüfsiegel „GS“ gekennzeichnet sein. Zudem ist es wichtig, auf einen stabilen und rutschfesten Untergrund und festes Schuhwerk zu achten. Gerade in der warmen Jahreszeit ist die Versuchung mit luftigen Flip-Flops die oberen Küchenschränke zu putzen sehr groß.

Gut geplant ist halb gewonnen

Auch Hausarbeit ist Arbeit, für manchen eine sehr unliebsame – auch für mich. Umso mehr ist eine To-Do- Liste mit ungefähren Zeitangaben hilfreich, so vermeide ich, in Stress zu geraten und kann mir kleine Erholungspausen einplanen. Warum nicht auch mal die Sonne genießen, die so fröhlich durch die frisch geputzten Fenster scheint. Experten des „Das sicher Haus e.V.“ empfehlen, einen Zeitplan zu erstellen und diesen dann mit 1,5 zu multiplizieren, denn dann erst ist er realistisch. Als Reihenfolge raten sie mit dem Entrümpeln anzufangen, anschließend die Fenster, Regale und Schränke zu putzen und erst am Schluss zu saugen und zu wischen.

Aber keinen Sorge, Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden. Wenn es besonders schön werden soll, darf es ruhig etwas länger dauern und nicht alles muss sofort erledigt sein.

Die unsichtbaren Gefahren

Wenn kleine Kinder im Haus sind, werden Steckdosen gesichert, der Herd unzugänglich gemacht, Treppengitter montiert und alle Putzmittel verschlossen. Aber mal ehrlich, wer von uns Erwachsenen denkt über die Gefahren nach, wenn in einem Anflug von „Frühjahrs-Putzwahn“ die Steckdosen mit einem feuchten Tuch gesäubert werden, man vollbeladen die Treppe hinuntergeht, oder verschiedene Putzmittel mischt um die maximale Sauberkeit zu erhalten.

Doch genau darin liegt die Gefahr, denn Strom und einige chemische Verbindungen kann man nicht sehen, hören oder gar riechen, gerät man aber mit diesen in Kontakt kann das tödlich enden. Genaue Zahlen gibt es hierzu nicht, aber einfache Strategien, damit es erst gar keine Statistik geben muss. Strom und Feuchtigkeit ist ein Tabu, fehlen Schutzschalter – zum Beispiel bei älteren Geräten – sollten diese sogenannten FI-Schutzschalter nachgerüstet werden und auch Omas natürliche Putzmittel sind oftmals genauso effektiv und nicht so schädlich für Mensch und Umwelt.

Vor allem aber sollte alles mit Bedacht gemacht werden. Wie die Japaner schon sagten: „Wenn du es eilig hast, geh langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg“, und hol die Leiter aus dem Keller. So schaffen es dann auch sicher die Sonnenstrahlen durch mein Fenster und vertreiben schnell die Frühjahrsmüdigkeit.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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