Geld übertragen in der Familie – Vererben, Verschenken und Co.

Geld übertragen in der Familie – Vererben, Verschenken und Co.
6. Dez 2016

von Erik Rauschkolb

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Um sein Vermögen an die Erben zu übertragen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.  Neben der Vererbung bietet sich die Schenkung zu Lebzeiten an. Für welche Variante man sich entscheidet, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Vererbung

Die klassische Vererbung ist die Weitergabe von Geld- oder Sachwerten nach der gesetzlichen Erbfolge oder über ein Testament. Das Problem hierbei: Erbschaftsteuer entsteht, wenn der Wert des erworbenen Vermögens einen bestimmten Freibetrag übersteigt. Die Höhe des Freibetrages richtet sich nach der jeweiligen Steuerklasse, zu der der Erbe in Abhängigkeit von seinem Verwandtschaftsgrad zum Erblasser gehört. Mit den Steuerklassen werden auch die anzuwendenden Steuersätze festgelegt; der Maximalsteuersatz liegt bei 50%.

Insbesondere dann, wenn es darum geht, die Erbschaftssteuer zu reduzieren, sollte man über eine Schenkung zu Lebzeiten nachdenken.

Was bedeutet Schenkung?

Eine Schenkung basiert auf einer Willenserklärung des Schenkenden an den Beschenkten. Wird Vermögen durch Schenkung übertragen, entsteht Schenkungsteuer. Ihre Ermittlung erfolgt – von Ausnahmen abgesehen – nach den gleichen Regelungen, wie sie für die Erbschaftsteuer gelten. Bis zu einem Freibetrag von 400.000 Euro kann Geld zwischen den Eltern und dem Kind steuerfrei verschenkt werden. Nach einem Zeitraum von 10 Jahren ist der Freibetrag wieder anwendbar und eine Schenkung kann steuerfrei wiederholt werden. Unter Nutzung des aller 10 Jahre wieder zur Verfügung stehenden Freibetrages können große Teile oder sogar das gesamte Vermögen weitergegeben werden, ohne dass Steuern gezahlt werden müssen.

Oftmals wird die Schenkung dennoch nicht vorgenommen. Das hat verschiedene Gründe: Beispielsweise kann man sich nicht sicher sein, wie sich die Beziehung zum Beschenkten im Laufe des weiteren Lebens entwickeln wird, oder man möchte, dass der Beschenkte das Geld nur für bestimmte Dinge ausgibt, obwohl man die rechtliche Handhabe darüber verloren hat.

Schenkung mit „Veto-Recht“

Wenn man die Absicht hat sein Geld zu verschenken, aber noch mitbestimmen möchte, hat man die Möglichkeit der Schenkung mit Veto-Recht. Hierzu zahlt man das Geld beispielsweise mit einem Einmalbeitrag in eine Renten- oder Lebensversicherung ein und überträgt zum Beispiel 95 Prozent auf den zu Beschenkenden. Zu einem kleinen Prozentsatz ist man selbst noch Inhaber der Police. Dies hat zur Folge, dass für eine Auszahlung oder Änderung am Vertrag immer beide Unterschriften, die eigene und die des Beschenkten, erforderlich sind. Auf diese Weise kann man sicherstellen, dass zum einen das Geld zu Lebzeiten sinnvoll verwendet wird und zum anderen könnte man jederzeit das gesamte Vermögen (wie in diesem Beispiel die restlichen 5 %) übertragen.

Spezialpolicen von Versicherern

Wer zu Lebzeiten sein Geld in guten Händen wissen und dabei weiterhin die Entscheidungsfreiheit behalten will, hat die Option der Spezialpolicen. Mit ihnen kann das Vermögen gezielt und ohne Testament übertragen werden,

Ein bestimmter Einmalbetrag wird eingezahlt und ein Auszahlungstermin festgelegt, Entnahmen und Zuzahlungen sind jederzeit möglich. Im Todesfall des Versicherten wird die Summe am festgelegten Auszahlungstermin an den Begünstigten ausgezahlt.

Wenn Sie sich ausführlicher über die Spezialpolice der R+V, das „R+V-GenerationenKonzept“ informieren möchten, besuchen Sie unsere Website.

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Geld übertragen in der Familie – Vererben, Verschenken und Co.
Erik Rauschkolb

Social Media Community Manager; bloggt über Themen rund um Finanzen und Versicherungen sowie über Neuigkeiten und Aktionen der R+V im Social Media Bereich.

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Kommentare

Roßkopf Erika

21:22 13.12.2016

Hallo,
welcher Freibetrag gilt bei Schenkung von Kind an einen Elternteil (zu Lebzeiten)?
MfG

    Geld übertragen in der Familie – Vererben, Verschenken und Co. Suitbert Monz

    09:07 15.12.2016

    Hallo Frau Roßkopf,
    Danke für Ihren Kommentar! Wie im Text beschrieben liegt der Freibetrag bei einer Schenkung bei 400.000 Euro.
    Viele Grüße, Suitbert Monz