Achtung Unfallgefahr: Was ist bei Hoverboards zu beachten?

Achtung Unfallgefahr: Was ist bei Hoverboards zu beachten?
29. Nov 2016

von Marlene Köhler

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 Xavier Naidoo macht es mit dem „Straßenunterhaltungsdienst“ auf seinem Spontankonzert in Wiesbaden vor und es sah verdammt cool und einfach aus. Natürlich wollte ich das auch selbst ausprobieren. Mein Fazit nach einer ersten Testfahrt: mit einem Hoverboard auf dem eigenen Grundstück zu cruisen, macht viel Spaß, kann aber auch gefährlich sein. Im Blogartikel stellen wir das neue Gefährt vor und zeigen, wie Sie sicher damit unterwegs sind.

Was ist ein Hoverboard?

Ein Hoverboard ist ein Elektrobrett bestehend aus zwei Rädern und einer Stellfläche für den Fahrer. Besonders stylish ist die LED-Beleuchtung, die bei Dunkelheit von hinten und vorne zu betrachten ist.

Im weitesten Sinne kann man ein Hoverboard mit einem „altertümlichen“ Skateboard vergleich. Der größte Unterschied ist aber: Die Muskelkraft, die bei einem Skatboard noch zum Fortbewerben notwendig war, muss der Fahrer nicht mehr einsetzen. Bei einem Hoverboard steuert man das Lenken, Beschleunigen und Bremsen mit einer Bewegung durch die Verlagerung des Körpergewichtes.

Wie funktioniert das Gerät?

Das Board wird durch Gyroskope ausbalanciert, diese Kreiselinstrumente sind unteranderen auch in Smartphones verbaut. Mit einer leichten Beugung nach vorne fährt das Board los. Die Gyroskope erkennt auch Gewichtsverlagerungen nach rechts und links, somit können auch Kurven gefahren werden. Der Antrieb ist elektronisch und wird über einen Akku versorgt.

Warum kommt es zu Stürzen?

Der häufigste Grund für Stürze bei dem Fahren des Hoverboards ist die unzureichende Balancierfähigkeit der Fahrer oder die Ungenauigkeit des Boards, das meist nicht für ein spezielles Gewicht ausgelegt ist. Dazu können noch schlechte Bedingungen wie ein  unebenes Grundstück oder eine nasse Fahrbahn kommen und schon passieren Unfälle.

Sind Hoverboards gefährlich?

Neben den teilweise selbstbeeinflussten Stürzen liegt die Ursache auch oft beim Gerät und der „Not-Aus“-Funktion. Der Akku des Hoverboards heizt sich auf, um eine Beschädigung der meist aus Plastik bestehenden Boards zu vermeiden, dann schaltete sich unbemerkt der Motor aus und die Räder werden blockiert. Das kann zu schweren Stürzen bis hin zu Knochenbrüchen führen.

Tipps für die Hoverboard-Fahrt

Achten Sie bei der Anschaffung darauf, dass das Gerät eine CE-Kennzeichnung hat und damit den EU-Richtlinien entspricht. Am besten lassen Sie sich von einem Fachhändler beim Kauf beraten. Um bei Stürzen geschützt zu sein, empfiehlt es sich, bei jeder Fahrt mit einem Hoverboard einen Helm und Schutzkleidung zu tragen.

Generell werden die meisten Geräte erst für Jugendliche ab 14 Jahren (mindestens 20kg Körpergewicht) empfohlen bzw. eine Begleitung durch Erwachsene.

Was ist versichert?

Als Hoverboardfahrer ist man mit einer privaten Unfallversicherung beim Fahren eines Hoverboards auf dem Privatgrundstück versichert. Was viele nicht wissen: Bisher ist das Fahren auf öffentlichen Wegen oder Bürgersteigen nicht erlaubt, da das Gerät noch nicht für den Straßenverkehr zugelassen ist. Somit gibt es auch noch keine spezielle Haftpflichtversicherung für Hoverboards. Anders verhält es sich mit Segways bis 50 ccm Hubraum, die ein Versicherungskennzeichen tragen und für den öffentlichen Verkehr zugelassen sind – dabei gilt auch der Versicherungsschutz.

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Marlene Köhler

Trainee im Bereich Unfall Betrieb, bloggt über Themen aus diesem Fachbereich und das Engagement bei WiesPaten.

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