Der AutoNotruf im Einsatz: Ein Erfahrungsbericht

Der AutoNotruf im Einsatz: Ein Erfahrungsbericht
10. Mai 2016

von Monika Hochscheid

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Vor kurzem haben wir im Blogartikel vorgestellt, wie man ältere Fahrzeuge ohne ein integriertes eCall-System mit dem automatischen Notrufsystem der Versicherungen (AutoNotruf) nachrüsten und so beim Unfall automatisch Hilfe bekommen kann. Unser Kollege Olaf P. war mit dem neuen AutoNotruf-System schon im ersten Testfeld der R+V unterwegs und berichtet im Interview von seinen Erfahrungen mit dem Unfallmeldedienst.

Wie hat es technisch geklappt mit dem AutoNotruf-System?

Ziemlich unkompliziert. Wenn der Unfallmeldestecker im Auto angeschlossen ist, muss man das Handy bei der erstmaligen Einrichtung über die App via Bluetooth verbinden, danach sucht sich das Handy diese Verbindung automatisch. Im Rahmen des Probebetriebes, den die R+V zur Entwicklung des Systems durchgeführt hat, kam es manchmal zu Verbindungsabbrüchen. Inzwischen läuft das System aber zuverlässig und fehlerfrei.

Wo fahren Sie und was war besonders während Ihrer Testfahrten?

Beruflich bin ich viel mit dem Auto unterwegs und fahre jeden Tag die Strecke zwischen Braunschweig und Hannover. Dort ist immer viel los und es kommt regelmäßig zu Unfällen wie etwa mit LKWs. So ähnlich war es auch bei mir: Mehrere PKWs sind ineinander gefahren, es kam zum Auffahrunfall. Durch den Aufprall ist mein Handy im Beifahrer-Fußraum gelandet.

Trotzdem hat alles super funktioniert, die App hat den Unfall automatisch gemeldet und kurze Zeit später habe ich gehört, wie sich ein Mitarbeiter des Service Centers vom GDV bei mir über die Freisprecheinrichtung gemeldet hat. Dieser hat dann direkt alles Weitere in die Wege geleitet, 15 Minuten später war die Polizei auch schon vor Ort.

Wie hat Ihnen der R+V-AutoNotruf beim Unfall geholfen?

Zunächst fand ich es klasse, dass ich in der Schrecksekunde sofort Hilfe hatte und dass sich der Unfallmeldedienst direkt um alles gekümmert hat. Dann war es auch praktisch, dass das App-Logbuch auf meinem Smartphone ein paar Details wie Uhrzeit, Längen- und Breitengrad zum Unfall aufgezeichnet hat. Als ich den Schaden dann später bei der gegnerischen Versicherung gemeldet habe, konnte ich diese Infos präzise weitergeben. Weitere Daten (z. B. Informationen zum Fahrverhalten) zeichnet die App nicht auf. Zudem wird nur etwas gesendet, wenn wirklich ein Unfall passiert.

Werden Sie das System weiter nutzen?

Auf jeden Fall möchte ich weiter damit fahren. Am Notruf-Stecker leuchtet eine grüne Leuchte, sobald die Verbindung korrekt hergestellt ist und ich habe mich tatsächlich immer deutlich sicherer gefühlt, wenn ich diese grüne Lampe im Augenwinkel gesehen habe und mir sicher sein konnte, dass das System aktiv ist.

Es ist auch praktisch, dass der Stecker mein Handy bei Bedarf auflädt und ich über die App auch manuell Hilfe anfordern kann, auch wenn ich selbst z. B. nur Zeuge und nicht in den Unfall verwickelt bin.

Was kann man noch verbessern?

In meinem PKW habe ich vorn nur einen Anschluss durch den Zigarettenanzünder, der auf manchen Fahrten mit meinem Navi belegt ist. Da wäre es praktisch, wenn es eine Adapter-Steckdose mit mehr Plätzen gibt.

Danke für das Gespräch!

Interessieren Sie sich für den AutoNotruf mit Unfallmeldedienst? Dann besuchen Sie unsere Webseite.

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Der AutoNotruf im Einsatz: Ein Erfahrungsbericht
Monika Hochscheid

Abteilung Kraftfahrt-Betrieb, Gruppe Qualitäts-, Prozess-, Projektmanagement; bloggt über spezifische Fragestellungen zur Kfz-Versicherung

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