Jung, weiblich, Mainframe-Programmiererin

Jung, weiblich, Mainframe-Programmiererin
24. Okt 2016

von Rebecca Klein

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Dem Übeltäter auf die Schliche kommen, ihn bloßstellen und den Schaden abwänden. Oder dem Patienten, der mal gesprächiger und mal wortkarger ist, zu entlocken, wo ihm der Schuh drückt. Ob als Detektiv oder als Arzt, die Fehlersuche am IBM-Großrechner ist ein besonderes Abenteuer.

Genau das ist es, was Daria Burghause an ihrem Job als Systemingenieurin im Host-Umfeld so sehr gefällt. Ursprünglich wollte sie Business Administration studieren. Doch glücklicherweise kam alles anders. Da sie keinen freien Studienplatz mehr ergatterte, begann sie ein duales Studium der internationalen Wirtschaftsinformatik bei IBM. Nach ihrem Studium wechselte sie zu PwC, der führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft in Deutschland, in den Bereich der Wirtschaftsprüfung von IT-Systemen. Nach einem Jahr bei PwC galt ihr Interesse mehr und mehr der Technik von IT-Systemen. Gerade zu dieser Zeit bot R+V mehrere Stellen als Trainee an.

Was bewegt eine Frau an den Mainframe? Selbstbewusstsein und Neugier sowie ein Quäntchen Zufall. Daria Burghause im Video.

Das Traineeprogramm bei R+V ist schon seit Jahren fest etabliert und bietet die Möglichkeit, in viele Bereiche des Unternehmens hinein zu schnuppern. Die Trainees werden ein Jahr intensiv in ihre künftige Stelle eingearbeitet, hospitieren in anderen Facheinheiten und erarbeiten abschließend ein Traineeprojekt.

Ihr Ziel hatte Daria Burghause damals schon ganz fest im Blick: Die IT der R+V und dort den Mainframe betreuen
Heute ist sie als Systemingenieurin für den IBM-Großrechner der z-Serie zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören die Wartung, die Installation neuer Produkte und die Verantwortung für die Produkte von Beta Systems, unter anderem von Beta 91, eine Software, die unsere Datenqualität überwacht.

„Sicher war der Einstieg in das Mainframe-Umfeld, das von erfahreneren Männern dominiert wird, als junge Frau auch schwierig,“ resümiert Daria Burghause. Die Mainframe Community ist jedoch nicht groß, umso familiärer ist der Umgang der Kollegen untereinander sowie auch weltweit. Und wenn man einmal in den Genuss des wunderschönen z/OS kommt, mit dessen konsistenter Logik, unvergleichbarer stabilen und kompakten Hardware und den schicken grün leuchtenden Streifen, möchte man es nie wieder missen.“

Leider bilden nur wenige Unis Mainframe-Programmierer aus, so dass viele Absolventen, so wie Daria, nur auf Umwegen den IBM-Großrechner lieben lernen können.

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[Gastbeitrag von Heike König, IT-Kommunikation]

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Jung, weiblich, Mainframe-Programmiererin
Rebecca Klein

Beraterin Kommunikation im IT-Ressort; bloggt über aktuelle IT-Projekte, neue Ansätze und über die Aufgabenfelder unserer IT-Mitarbeiter.

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