Kind am Steuer – begleitetes Fahren

Kind am Steuer – begleitetes Fahren
1. Feb 2017

von Suitbert Monz

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Nachdem 2011 das Begleitete Fahren mit 17 bundesweit eingeführt wurde, haben sich die Unfallstatistiken von Fahranfängern deutlich verbessert. Die Teenager machen auf diese Weise wichtige Erfahrungen und wappnen sich für den Tag, an dem sie ganz allein los düsen.

Was aber sollten die Begleitpersonen beachten? Und welche Vorkehrungen müssen im Vorfeld – auch versicherungstechnisch – getroffen werden?

Wichtige Praxiserfahrungen

„Ich nehm das Auto“, ruft unsere Tochter beim Hinausgehen und lässt die Wohnungstür ins Schloss fallen.  Ja gut, drei Zentimeter größer als ich ist die gerade 18-Jährige längst. Das bevorstehende Abitur ist auch immer wieder Thema. Sie wird eben erwachsen. Aber das, was eigentlich ein natürlich schleichender Prozess ist, war heute auf eine ganz spezielle Art und Weise auch ein kleiner Schock. So selbstverständlich, wie sie im vergangenen Jahr durch den „Führerschein mit 17“ schon oft neben mir am Steuer saß, ist diese Situation jetzt nicht. Ich merke, dass ich innerlich angespannt bin. Sie wird nun also ganz alleine durch die Stadt brausen, womöglich die Musik laut aufdrehen und mitsingen. Hoffentlich geht das gut.

Dabei könnte ich über die Unaufgeregtheit unseres Mädchens doch eigentlich froh sein. Offensichtlich traut sie sich durchaus zu, auch ohne „Aufpasser“ den Wagen durch den Stadtverkehr zu lenken. Wenn ich ehrlich bin, macht sie ihre Sache ja auch echt gut. Das Begleitete Fahren mit 17 (BF17) hat viele Möglichkeiten geboten, um gemeinsam über Gefahrenstellen und Verkehrsrisiken zu sprechen.  Anfangs war es natürlich auch ungewohnt, sich im Straßenverkehr auf das Kind zu verlassen, doch an diesem Vertrauen ist unsere Tochter auch gewachsen. Allerdings gibt es neben den Voraussetzungen überhaupt Begleitperson werden zu dürfen, auch ein paar wertvolle Tipps, die man als Mitfahrer beherzigen sollte, damit es im Auto zum gewünschten Lernziel kommt. Als besonders lohnenswert hat sich bei uns herausgestellt, Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen in dem ohnehin schon stressigen Straßenverkehr.

Versicherung anpassen

Wichtig ist natürlich auch, die passende Versicherung zu finden, falls doch mal was passiert. Nachdem wir unsere Tochter bereits bei der Versicherung in den Kreis der Fahrzeugnutzer haben mit eintragen lassen, machen aber auch weitere Überlegungen Sinn. Sollte das Kind zum Beispiel ein eigenes Auto bekommen, und auf sich versichern, so muss mit einer hohen Einstufung und somit einem hohen Beitrag gerechnet werden, da Fahranfänger noch keine Schadensfreiheitrabatte aufweisen können. Es lohnt sich aber, das Gespräch mit dem Versicherer zu suchen, um eine individuelle Beratung zu erhalten. In unserem Fall nutzt unser Kind das schon in die Jahre gekommene Familienauto mit Teilkaskoversicherung. Ein Kratzer oder eine Beule wird sicherlich mal dazukommen und ist in unserem Fall nicht so schlimm. Wer seinem Spross seinen Neuwagen zur Verfügung stellt, verfügt ja zumeist ohnehin über eine Vollkaskoversicherung, die derartige Schäden mit übernimmt. Ein zusätzliches Plus ist eine Fahrerschutz-Versicherung, die im Ernstfall greift, sollte man den Unfall mit- oder selbstverschuldet haben.

Unsere Tochter kommt nach ein paar Stunden gut gelaunt zurück und hängt den Schlüssel zurück ans Brett. „Ich sag mal nichts“, denke ich und tue so, als sei es das Normalste von der Welt.

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Kind am Steuer – begleitetes Fahren
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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