Kinder auf soziale Netzwerke vorbereiten

Kinder auf soziale Netzwerke vorbereiten
2. Mrz 2016

von Suitbert Monz

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Das Internet hat mittlerweile in den Alltag aller Altersklassen Einzug gehalten – bis hin zum Kindergartenalter. Das betrifft vor allem auch soziale Netzwerke. Gerade hier sollten Eltern und Lehrer zu Anfang genauer hinschauen und ihre Kinder für den Umgang mit Facebook und Co. schulen.

Der Medienwissenschaftler Philippe Wampfler vergleicht das Internet mit dem Straßenverkehr. Auch hier müssen Eltern die ersten Gehversuche begleiten und für Gefahren sensibilisieren, später aber ihrem Kind so viel Vertrauen entgegen bringen, dass es allein gehen kann. Der Zeitpunkt für den Start ins Internet ist pauschal schwer zu bestimmen und hängt von der Entwicklung des Kindes ab. Vor der Grundschule sollte dies allerdings nicht geschehen.

Gemeinsam Profile anlegen

Das bedeutet, dass Eltern auf jeden Fall dabei sein sollten, wenn das Kind seine Profile im sozialen Netzwerk anlegt. Dabei sollten sie mit dem Kind die Privatsphäre-Einstellungen durchgehen und darauf achten, dass diese besonders hoch eingestellt sind. Es ist wichtig, dem Kind klar zu machen, dass andernfalls nicht nur Freunde, sondern jeder die Inhalte des Profils sehen kann. Bei der Anmeldung sollten nur die nötigsten Daten angegeben und keine Fotos hochgeladen werden, auf denen das Kind genau zu erkennen ist.

Welche Daten dürfen ins Internet?

Generell sollte Kinder das Thema Datenschutz nahegebracht werden. Angaben wie die vollständige Adresse sollten nicht eingetragen werden. Auch weitere Informationen sollten nur angegeben werden, wenn sie unbedingt nötig sind. Dazu gehört auch, nur Personen in der Freundesliste zu haben, die das Kind auch persönlich kennt. Am allerbesten ist, nur diejenigen Netzwerke auszuwählen, die kind- und altersgerecht sind. Dazu gibt es entsprechende Listen mit Bewertungen. Zur Sensibilisierung gehört auch, dem Kind zu erklären, dass das Verhalten in sozialen Netzwerken auch Auswirkungen auf das reale Leben hat.

Zeitliche Nutzung sozialer Netzwerke

Darüber hinaus rät Wampfler noch zu smartphone- und social-media-freien Zeiten. Vor allem abends im Bett und beim Essen sollten Kinder keine sozialen Medien nutzen. Auch bei der gemeinsamen Zeit mit der Familie sollte dies tabu sein. Das steigert die Schlafqualität und hilft dem Kind, sich auch einmal dem Gruppendruck zu entziehen.

Eine generelle zeitliche Beschränkung der Social-Media-Nutzung ist schwierig und sollte individuell mit dem Kind vereinbart werden. Grundsätzlich sollte sie eine Ergänzung zu anderen Tätigkeiten im Alltag sein.

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Kinder auf soziale Netzwerke vorbereiten
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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