Mieterpflichten – was ist in der Mietwohnung zu tun?

Mieterpflichten – was ist in der Mietwohnung zu tun?
11. Mai 2016

von Suitbert Monz

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Nicht nur der Vermieter muss dafür sorgen, dass Haus und Mietwohnung instand bleiben – auch dem Mieter liegen bestimmte Pflichten auf. Einige sind in jedem Mietverhältnis dieselben, andere werden individuell im Vertrag festgelegt. Im Beitrag haben wir die wichtigsten zusammengestellt.

Die Pflichten sind im Mietvertrag festgehalten und sollten vom Mieter eingehalten werden – sonst kann es zu Auseinandersetzungen mit dem Vermieter kommen.

  1. Pünktlich Miete zahlen

Das klingt zwar banal, ist aber immer wieder Anlass zum Streit. In der Regel muss die Miete spätestens am dritten Werktag eines Monats auf dem Konto des Vermieters eingegangen sein. Ist das nicht der Fall und wiederholt sich, kann dies zu einer fristlosen Kündigung führen. Am einfachsten ist es, dafür einen Dauerauftrag anzulegen, der zum 1. des Monats fällig ist.

  1. Mietkaution zahlen

Die Überweisung oder Barzahlung muss spätestens drei Monate nach Einzug geschehen sein. Die Höhe der Mietkaution schwankt meist zwischen zwei und drei Monatskaltmieten und muss vom Vermieter getrennt von dessen übrigen Vermögen aufbewahrt werden. Hier ist allerdings auch eine Ratenzahlung über drei Monate zu gleichen Teilen möglich. Alternativ können Mieter eine Versicherung abschließen, sodass die Miete nicht in bar gezahlt werden muss.

  1. Mängel und Reparaturbedarf melden

Stellt der Mieter einen Mangel fest, sollte er ihn umgehend dem Vermieter melden – zunächst unabhängig davon, wer für die Beseitigung des Schadens aufkommen muss. Wird der Mangel zu spät gemeldet, können sogar Reparaturkosten auf den Mieter zukommen, wenn sich daraus Folgeschäden entwickeln.

  1. Heiz- und Lüftpflicht

Um Schimmelbildung, Feuchtigkeit und das Einfrieren von Rohren zu vermeiden hat der Mieter die Pflicht, die Wohnung regelmäßig zu heizen und zu lüften. Tut er dies nicht und entstehen dadurch Schäden, muss er mit Schadensersatzleistungen rechnen.

  1. Die Hausordnung einhalten

Mieter sind verpflichtet, sich rücksichtsvoll gegenüber ihren Nachbarn zu verhalten. Das betrifft insbesondere den Geräuschpegel. Wer zu oft hiergegen verstößt, riskiert eine fristlose Kündigung. Wer plant, eine Party zu feiern, sollte dies vorher ankündigen und sich an die Nachtruhe halten. Darüber hinaus gehört es auch zur Hausordnung, nicht dauerhaft Dinge im Flur aufzubewahren und sich an etwaige Putz- und Schneedienste zu halten.

  1. Umbauten und Untermieter

In beiden Fällen kann der Mieter keinen Alleingang vornehmen, sondern muss zunächst den Mieter um Erlaubnis fragen. Ein neuer Bodenbelag ist in der Regel unkritisch. Soll aber das Bad erneuert oder eine Wand eingerissen werden, ist das automatisch Vermietersache.

Auch bei Untervermietung oder Nachzug des Partners muss zunächst die Erlaubnis des Vermieters eingeholt werden.

Interessieren Sie sich für eine Alternative zur klassischen Mietkaution? Dann besuchen Sie unsere Webseite.

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Mieterpflichten – was ist in der Mietwohnung zu tun?
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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Kommentare

David

09:32 24.04.2017

Vielen Dank für den Artikel!
Ich kann ihnen bei allen Punkten nur zustimmen. Dennoch muss der Vermieter seine Leistung auch erbringen. Zum Beispiel, dass der Wohnungseingang sauber ist. Genau so wie in der Tiefgarage. Sollt der Vermiete es nicht schaffen, braucht er eine Hausbetreuung.

David