Passt die Unternehmenskultur?

Passt die Unternehmenskultur?
21. Mrz 2016

von Katharina Zehner

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Dass Unternehmenskultur und ökonomischer Erfolg Hand in Hand gehen, ist seit den 1990er Jahren bekannt. Inzwischen hat der Wert einer Unternehmenskultur neue Bedeutung gewonnen: Sie entscheidet darüber, ob ein Bewerber in der einen oder anderen Firma anfängt. Verordnen lässt sich eine Firmenkultur allerdings nicht.

Passen wir zusammen? Diese Frage stellt sich jeder Bewerber und jedes Unternehmen in jedem Bewerbungsprozess. Meistens zu einem Zeitpunkt, an dem aus fachlicher Sicht geklärt ist, dass man zusammenpasst. Dann geht es darum herauszufinden, ob es auch menschlich und moralisch passt. Werte liefern dafür die Antwort.

Es sind die eigenen Werte und Einstellungen des Bewerbers zu beispielsweise Autorität, Kontrolle, Macht, Status. Werte machen Menschen aus und unterschiedlich.

Die Werte eines Unternehmens bilden dessen Kultur. Beispiele sind Wille zum Erfolg, Verlässlichkeit sowie ehrlicher und offener Umgang miteinander, geforderte und geförderte Eigeninitiative und Übernahme von Verantwortung. Nachzulesen in den Unternehmensleitlinien und teilweise auf den Internetseiten der Firmen.

Wenn alle an einem Strang ziehen

Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Unternehmenskultur als die „Grundgesamtheit gemeinsamer Werte, Normen und Einstellungen, welche die Entscheidungen, die Handlungen und das Verhalten der Organisationsmitglieder prägen“. Langfristig denken, verantwortungsvoll handeln und kostenbewusst wirtschaften, das sind typische Unternehmenswerte. Sie sind die DNA einer Firma. Sie binden Mitarbeiter und schaffen Identifikation.

Und sie sind Bewerbern immens wichtig. Laut dem Trendence Graduate Barometer 2015, einer Studie unter 50.000 Schülern, Absolventen und jungen Berufstätigen würden 60 Prozent ein Jobangebot ausschlagen, wenn die Unternehmenskultur nicht stimmt. Weit über 80 Prozent ist es wichtig, dass ihr künftiger Arbeitgeber zu ihnen passt.

Positive Kultur macht erfolgreich

Unternehmenskultur ist daher ein Rekrutierungsinstrument für neue Mitarbeiter. Und sie ist das Fundament für unternehmerischen Erfolg. Dass Unternehmenskultur und ökonomischer Erfolg zusammenhängen, fanden Wissenschaftler der Harvard-University bereits Anfang der 1990er Jahre heraus. Fehlt eine positive Kultur, sind hohe Krankenstände und starke Fluktuation die Folgen. Das wollen und sollten Unternehmen vermeiden.

Verordnete Unternehmenskultur funktioniert nicht

Daher ist es eine der drei wichtigsten Aufgaben des Top-Managements, die richtige Unternehmenskultur zu schaffen. Zu diesem Ergebnis kommt die Executive-Search- und Talent-Management-Beratung Korn Ferry in der Studie Real World Leadership, durchgeführt im Sommer 2015. Dort steht auch: Obwohl Unternehmen hierarchisch funktionieren, lässt sich eine Unternehmenskultur nicht aufzwingen.

Dennoch sind Führungskräfte die wichtigsten Protagonisten einer Unternehmenskultur. Sie prägen ein Unternehmen durch ihre Werte, ihr Verhalten, ihre Art der Kommunikation und durch ihre Regeln. Als Botschafter leben sie Unternehmenswerte vor. Im Idealfall entwickeln Mitarbeiter und Vorgesetze eine Unternehmenskultur gemeinsam und stellen die Werte regelmäßig auf den Prüfstand.

Das ist gelebte Unternehmenskultur par excellence.

Die Unternehmenskultur hier bei der R+V ist geprägt durch die Zugehörigkeit zur genossenschaftlichen FinanzGruppe. Solide, Vorausschauend, Gemeinschaftlich und mit Herzblut engagiert sind unsere Kernwerte, an denen wir unser Handeln und Denken ausgerichtet haben.

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Passt die Unternehmenskultur?
Katharina Zehner

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Personal- und Karrierethemen im Allgemeinen sowie Berufsbilder und Hinter den Kulissen Eindrücke bei der R+V.

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