Perfektionismus oder “nobody is perfect”

Perfektionismus oder “nobody is perfect”
22. Okt 2015

von Rebecka Berndt

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„Ich muss perfekt sein!“ – kommt Ihnen das vertraut vor? Das ständige „höher, weiter, besser“ kann den Menschen tatsächlich nach vorne bringen – wenn er das richtige Maß findet. Es kann ihn auch an die Grenzen seiner Belastbarkeit führen. Im Artikel haben wir Tipps für den Umgang mit Perfektionismus zusammengestellt.

Perfektionismus ist ein zweischneidiges Schwert. Die einen schätzen an Perfektionisten ihre Genauigkeit und Ausdauer. Für andere sind sie Menschen, die ständig getrieben sind, perfekte Leistungen abzuliefern, die dauerhaft gestresst und nie zufrieden sind.

Das Streben nach Vollkommenheit hat positive und negative Aspekte:

  • Perfektionistisches Streben wird auch Streben nach Vollkommenheit genannt. Hierunter versteht man die Einstellung, „das Beste“ zu geben. Hohe Werte und Ansprüche sind die Grundpfeiler dieser nach innen gerichteten Motivation. Fehlerfreiheit für sich und andere wird als Standard gesetzt.
  • Perfektionistische Besorgnis gilt als übertriebene Fehlervermeidung und ist charakterisiert durch ein anhaltendes Zweifeln an den eigenen Leistungen, dem Wunsch nach mehr Kontrolle, verbunden mit der Angst, dass die eigenen Leistung negativ bewertet wird. Menschen mit dieser Besorgnis versuchen, sich mit ihrem Handeln vor „Schimpf und Schande“ zu schützen; ihre Motivation ist somit nach außen gerichtet.

Als gesunden Perfektionismus bezeichnet man ein ausgeprägtes perfektionistisches Streben mit gleichzeitig gering ausgeprägter perfektionistischer Besorgnis. Ungesund ist die umgekehrte Kombination mit einer hoch ausgeprägten perfektionistischen Besorgnis.

Bei Fehlern nicht das Selbstwertgefühl verlieren

Hohe Ziele, Ansprüche und Standards zu haben ist selbstverständlich nichts Schlechtes. Im Gegenteil, in vielen Berufen sind hohe Standards sogar notwendig und eine Grundlage für herausragende Leistungen. Entscheidend ist jedoch, dass der Einzelne trotz seiner hohen Ansprüche auch mit Fehlern und Niederlagen so umgehen kann, dass sie nicht auf Dauer sein Selbstwertgefühl zerstören.

Perfektionismus entwickelt sich meist schon in der Kindheit, wenn das Kind lernt, dass es für besondere Leistungen auch besondere Anerkennung erhält. Der Umgang mit dem eigenen Perfektionismus kann nur über einen achtsamen Umgang mit sich selbst erfolgen.

Folgende Gegenmaßnahmen schützen vor zu viel Perfektion:

  • Immer das große Ganze im Auge behalten und sich nicht in Details verzetteln.
  • Akzeptieren, dass andere Personen Dinge anders machen.
  • Gnädig mit sich selbst sein, wenn etwas einmal nicht gelingt.
  • Sich nicht mit anderen vergleichen.
  • Um Hilfe bitten. Keiner kann alles alleine schaffen.

Sind Sie ein Perfektionist? Beim Online-Test finden Sie es heraus.

[Gastbeitrag von Sylvia Plietzsch, betriebliches Gesundheitsmanagement der R+V]

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Perfektionismus oder “nobody is perfect”
Rebecka Berndt

Mitarbeiterin Personalmarketing der R+V. Bloggt zu Themen rund um das Arbeitsleben und die Karrieremöglichkeiten im Außendienst bei R+V.

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Ulrich Niebeling / http://t-online

20:44 13.06.2016

Sehr geehrte Frau Berndt, lange war ich Kunde bei der R+V, bis mir wegen einer “Bagatelle” ohne vorherige Kommunikation der Versicherungsschutz sehr kurzfristig entzogen wurde.

Trotzdem war die R+V für mich immer eine der guten Versicherungsunternehmen. Aus diesem Grunde bitte ich Sie die Rechtschreibung Ihrer Werbung, die heute bei T-Online geschaltet wurde,einmal zu überprüfen.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Niebeling

    Perfektionismus oder “nobody is perfect” Suitbert Monz

    08:18 14.06.2016

    Hallo Herr Niebeling,

    danke für das Feedback!
    Zu Ihrer Kündigung würde ich gern mehr erfahren, senden Sie mir doch eine Nachricht an socialmedia@ruv.de mit Ihrer Versicherungsnummer dazu.
    Ging es um einen Spot oder Banner, den Sie von uns gesehen haben? Beschreiben Sie mir die Werbung am besten noch ein wenig konkreter, dann gehe ich der Sache nach.
    Beste Grüße,
    Suitbert Monz