Praktika bringen Praxis

Praktika bringen Praxis
13. Jun 2016

von Katharina Zehner

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Stellenanzeigen zeigen meist die Idealanforderungen an einen Bewerber. Auf denen taucht fast immer das Wort Praxiserfahrung auf. Stellenwechsler haben sie, Schüler und Studenten sollten sie sich aneignen. Praktika bringen Punkte im Bewerbungsverfahren. Und sie dienen der eigenen beruflichen Orientierung.

In Stellenanzeigen formulieren Unternehmen ihre Wunschanforderungen. Und das ganz bewußt: Sie wollen nur geeignete Kandidaten zu einer Bewerbungen bewegen, um unnötige Absagen zu vermeiden. Allerdings sollten Bewerber die Worte in einer Annonce mit Augenmaß betrachten, denn die Inhalte der Ausschreibungen orientieren sich am Idealbild des Kandidaten. Die Wünsche an ihn listen sie in der Anzeige auf, und in fast allen wird Praxiserfahrung erwartet.

Erste Praxiserfahrung erwünscht

Je nach Position variieren die erwünschten Anforderungen. Mal wird ‚einschlägige Berufserfahrung‘ erwartet. In anderen Fällen ‚fundierte Berufserfahrung‘. In Anzeigen an Praktikanten oder Berufsanfänger steht meist die Formulierung ‚idealerweise erste Praxiserfahrung‘.

Die Formulierungen ‚einschlägige‘ und ‚fundierte Berufserfahrung‘ stehen in Anzeigen, die sich an Stellenwechsler richten. Also Berufserfahrene. Diese Gruppe hat zwangsläufig praktische Kenntnisse. Anders sieht das bei Schülern und Studenten aus. Sie können und sollten das Kriterium ‚erste Praxiserfahrung‘ beeinflussen.

Praxisschock durch Praktika vermeiden

Praktische Erfahrungen sind Unternehmen extrem wichtig bei der Mitarbeiterauswahl. Und das vor allem aus einem triftigen Grund: Wer den Arbeitsalltag bereits kennen gelernt hat, wird beim Berufseinstieg keinen Praxisschock erleiden. Der tritt auf, wenn Unternehmensstrukturen, Hierarchien, Teamarbeit und 40-Stunden-Woche Berufseinsteiger überfordern.

Praktische Erfahrungen können Studenten in Praktika, Werkstudenten– und Nebenjobs, einer Abschlussarbeit im Unternehmen, als wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte an der Hochschule oder durch soziales Engagement in Ehrenämtern sammeln. Das alles bringt Pluspunkte im Auswahlprozess.

Praxis dient der beruflichen Orientierung

Mit einem Praktikum zum Beispiel schlägt ein Student gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Er bekommt die Punkte und ein Praktikum dient zugleich der beruflichen Orientierung. Wohin will ich nach meinem Abschluss? In welcher Branche als was arbeiten? Entspricht die Tätigkeit meinen Vorstellungen? Insbesondere bei Studierenden von interdisziplinären Fächern prägen Praxiserfahrungen das eigene berufliche Profil. Und durch Praktika finden die Studenten heraus, welche Spezialisierung für sie die richtige ist.

In manchen Studiengängen sind Praktika Pflicht, in anderen nicht. Diese Studierenden sollten die Chance dazu nutzen. Nicht nur während des Studiums, sondern auch zwischen zwei Studienphasen wie dem Übergang von Bachelor zum Master.

Sonderpunkte fürs Ausland

Wenn es zwischen Praktikant und Unternehmen passt, treffen die beiden in vielen Fällen wieder aufeinander. Etwa während der Abschlussarbeit. In dem Fall kommt es durchaus vor, dass daraus eine Festanstellung wird.

Ein Praktikum im Ausland ist aus vielerlei Gründen eine bereichernde Erfahrung. Man knüpft nicht nur Kontakte und sammelt praktische Erfahrungen. Auslandspraktikanten lernen eine andere Kultur kennen und verbessern ihre Sprachkenntnisse. Das gibt Sonderpunkte, weil viele Unternehmen global tätig sind.

Wer keine praktischen Erfahrungen hat, obwohl sie in der Stellenanzeige verlangt werden, hat als Berufseinsteiger dennoch Chancen auf die Stelle. Denn oftmals gilt: Wer zwei Drittel der erwarteten Anforderungen erfüllt, ist ein Kandidat fürs Vorstellungsgespräch. Weil diese zwei Drittel aus der Summe aller gewünschten Skills gebildet werden, kann der Bewerber sein Defizit an Praxiswissen beispielsweise mit besonderen anderen Eigenschaften, wie z.B. einem guten Zeugnis ausgleichen.

Suchen Sie auch noch nach der Möglichkeit erste Praxiserfahrungen zu sammeln? Auf unserer Karrierewebsite finden Sie alle Informationen rund um die Themen Praktika, Abschlussarbeiten und Werkstudententätigkeiten.

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Praktika bringen Praxis
Katharina Zehner

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Personal- und Karrierethemen im Allgemeinen sowie Berufsbilder und Hinter den Kulissen Eindrücke bei der R+V.

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Kommentare

Praktika bringen Praxis - Philipp Pistis / http://philipp-pistis.de/versicherung/praktika-bringen-praxis/

13:47 13.06.2016

[…] Stellenanzeigen zeigen meist die Idealanforderungen an einen Bewerber. Auf denen taucht fast immer das Wort Praxiserfahrung auf. Stellenwechsler haben sie, Schüler und Studenten sollten sie sich aneignen. Praktika bringen Punkte im Bewerbungsverfahren. Und sie dienen der eigenen beruflichen Orientierung. In Stellenanzeigen formulieren Unternehmen ihre Wunschanforderungen. Und das ganz bewußt: sie wollen nur geeignete Kandidaten zu einer Bewerbungen bewegen, um unnötige Absagen zu vermeiden. Allerdings sollten Bewerber die Worte in einer Annonce mit Augenmaß betrachten, denn die Inhalte der Ausschreibungen orientieren sich am Idealbild des Kandidaten. Die Wünsche an ihn listen sie in der Anzeige auf, und in fast allen wird Praxiserfahrung erwartet. Erste Praxiserfahrung erwünscht Je nach Position variieren die erwünschten Anforderungen. Mal wird ‚einschlägige Berufserfahrung‘ erwartet. In anderen Fällen ‚fundierte Berufserfahrung‘. In Anzeigen an Praktikanten oder BeruOriginal Artikel ansehen […]

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