Rechte im Hotel – diese Ansprüche haben Reisende

Rechte im Hotel – diese Ansprüche haben Reisende
14. Dez 2016

von Suitbert Monz

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Man hat sich auf einen erholsamen Urlaub eingestellt, in dem alles glatt läuft – und dann bekommt man schon bei der Anreise Probleme: Das Hotel ist überbucht oder nicht wie beschrieben. Welche Rechte hat man in diesen Fällen als Reisender und was ist zu tun?

Auf keinen Fall sollte man Ersatzleistungen zu eilig hinnehmen. Oftmals handelt es sich um eine rasche Möglichkeit für Hotels, die Sache günstig beizulegen.

Kein Anspruch auf gebuchtes Hotel

Es kann vorkommen, dass Hotels – wie Flüge – überbucht werden, weil die Veranstalter oder Inhaber mit Stornierungen rechnen. Die Zimmer müssen dennoch gefüllt werden. Nicht immer stimmt die Anzahl der Überbuchungen aber mit der der Stornierung überein und es stellt sich das Problem, die Gäste dennoch angemessen unterzubringen. Gerade hier kommt es oftmals zu Konflikten.

Grundsätzlich ist es den Veranstaltern gestattet, Gäste in einem anderen Hotel unterzubringen. Eine Garantie auf das gebuchte Hotel hat man also tatsächlich nicht. Allerdings muss das Hotel vollständig gleichwertig sein. Das bedeutet, dass alle Angebote, die im Ursprungshotel bestanden haben, auch im neuen Hotel vorhanden sein müssen. Das gilt beispielsweise für All Inclusive, Meerblick oder Sportangebote. Darüber hinaus darf das Hotel nicht weit vom ursprünglich gebuchten entfernt sein. Allerdings hat man auch bei einer gleichwertigen Unterkunft die Möglichkeit, den Preis um 10 bis 25 Prozent zu mindern.

Preisminderung bei mangelhaftem Ersatz

Stellt sich das Ersatzhotel als minderwertigere Unterkunft heraus, kann der Preis noch weiter gemindert werden. Hierzu gibt es verschiedene Tabellen, die zur Orientierung dienen. Teilweise sind Preisminderungen bis zu 45 Prozent möglich, allerdings kommt es hier ganz auf das jeweilige Urteil an. Eine Orientierung, in welcher Höhe Reisende mindern können, gibt die Frankfurter Tabelle.

Zum Teil werden vom Veranstalter auch Ersatzleistungen wie Gutscheine oder kleinere Beträge angeboten, die gegen Unterschrift akzeptiert werden können. Dann hat der Gast allerdings keinen Anspruch mehr darauf, auf seinen Reiserechten zu bestehen und einen Ausgleich zu fordern. Man sollte sich daher genau überlegen, ob man dies annimmt.

Um an sein Recht zu kommen, ist es sinnvoll, die Überbuchung oder den Mangel bereits vor Ort schriftlich festhalten. Hierzu gibt es verschiedene Musterformulare. Innerhalb eines Monats nach Rückkehr sollte dann ein konkreter Betrag zurückgefordert werden. Weigert sich der Veranstalter bzw. ist eine Einigung nicht möglich, lohnt es sich unter Umständen, einen Anwalt einzuschalten.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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