Infografik: Wie funktioniert die Riester-Rente?

Infografik: Wie funktioniert die Riester-Rente?
1. Sep 2016

von Erik Rauschkolb

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Über die Riester-Rente wird in den Medien häufig diskutiert. Doch wie funktioniert diese Form der Altersvorsorge eigentlich genau und welche Vorteile hat sie? In unserer neuen Infografik geben wir einen Überblick darüber.

Wer privat mit einem Riester-Vertrag Geld fürs Alter spart, wird mit einer staatlichen Förderung in Form einer Zulage und ggf. Steuervorteil belohnt.

Wie hoch ist die Förderung?

R+V-Infografik_Riester-Rente201600901Der Anleger erhält eine Grundzulage bis zu 154,00 EUR jährlich. Zusätzlich kann für jedes Kind eine Kinderzulage von bis zu 300,00 EUR beantragt werden, wenn das Kind ab 2008 geboren ist. Für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, beträgt diese Zulage bis zu 185,00 EUR. Berufseinsteiger bis 25 Jahre erhalten einen einmaligen Bonus von 200,00 EUR.

Beiträge zu einem Riestervertrag können zudem in der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Hierzu muss mit der Steuererklärung die Anlage „Altersvorsorgebeiträge“ (AV) abgegeben werden. Zu einer Steuererstattung kommt es aber nur dann, wenn die Steuerersparnis größer ist als die gewährte(n) Zulage(n).

Eine Auswertung der Deutschen Rentenversicherung zeigt, dass es 2012 mehr als 11 Millionen geförderte Personen gab. Die durchschnittliche Förderquote aus Zulagen und Steuerermäßigung lag im Jahr 2012 bei 33 %.

Wie viel Geld muss ich sparen?

Wie viel Geld in den Riester-Vertrag eingezahlt wird, kann jeder Sparer selbst entscheiden. Der Mindestbeitrag für den Erhalt einer Zulage beträgt 60,00 EUR jährlich. Um die volle Zulage zu erhalten, müssen 4 % des rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahres gespart werden, maximal jedoch 2.100,00 EUR einschließlich der Zulage(n). Ehegatten, die nicht rentenversicherungspflichtig sind, z.B. Hausfrauen / Hausmänner, brauchen sogar nur 60,00 EUR jährlich zahlen, um über den zulageberechtigten Ehegatten die Grundzulage zu erhalten. Werden weniger als 4 % des rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens gezahlt, wird die Zulage anteilsmäßig gewährt.

Wie bekomme ich die Förderung?

Eine Zulage vom Staat bekommt der Sparer nicht automatisch. Um die Förderung zu bekommen, ist es nötig, einen Antrag auf Altersvorsorgezulage zu stellen. Vor Vertragsabschluss werden die zur Beantragung der Zulage nötigen Daten des Sparers aufgenommen. Der Antrag wird dann jährlich vom Anbieter versandt, dazu ist er gesetzlich verpflichtet. Nur wenn dem Anbieter ein vollständig ausgefüllter und unterschriebener Antrag vorliegt, kann die Zulage beantragt werden.

Zur Vereinfachung kann der Sparer dem Anbieter eine Vollmacht zur Zulagebeantragung erteilen.. Die Zulagen werden dann jährlich vom Anbieter beantragt. Wichtig hierbei ist, dass geänderte persönliche Verhältnisse, wie z. B. die Geburt eines Kindes, der Familienstand oder auch die Veränderung des Einkommens dem Anbieter mitgeteilt werden.

Ist die Leistung garantiert?

Der Anbieter garantiert zur Auszahlungsphase (zum Rentenbeginn) mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge und der staatlichen Zulagen gemäß  § 1 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG). Bereits mit Abschluss eines Riester-Vertrags wird eine lebenslange und unabhängig vom Geschlecht berechnete Rente garantiert. Auf Wunsch des Sparers ist zu Rentenbeginn auch eine Kapitalauszahlung bis max. 30 % der Leistung möglich.

Wie wird die Rente besteuert?

Die Förderung wird in der Ansparphase nicht besteuert. Erst im Rentenalter wird der geförderte Teil der Rente voll nachgelagert besteuert. Der persönliche Steuersatz im Alter liegt in der Regel unter dem des Erwerbslebens. Maßgeblich für den persönlichen Steuersatz sind jedoch die individuellen Einkünfte und Vermögenswerte im Rentenalter.

Gastbeitrag von Silke Bargel, Kundenbetreuerin Spezialistin Riester der R+V Lebensversicherung AG

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Erik Rauschkolb

Social Media Community Manager; bloggt über Themen rund um Finanzen und Versicherungen sowie über Neuigkeiten und Aktionen der R+V im Social Media Bereich.

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