Superfoods (2) – Was ist dran am neuen Essenstrend?

Superfoods (2) – Was ist dran am neuen Essenstrend?
8. Dez 2016

von Rebecka Berndt

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Heißhunger-Attacken vermeiden, Stimmungsschwankungen vorbeugen, glatte Haut und Giftstoffe abtransportieren: Das alles und viel mehr versprechen uns derzeit diverse „Superfoods“. Nachdem wir bereits im November einige Exemplare der Superfoods näher untersucht haben, beleuchten wir im heutigen Artikel Chia-Samen, Weizengras und Matcha.

Chia-Samen…

…sind reich an Antioxidantien, Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Des Weiteren enthalten Chia-Samen unter anderem:

  • 15-mal mehr Magnesium als Brokkoli,
  • 10-mal mehr Omega-3 Fettsäuren als Lachs,
  • 9-mal mehr Antioxidantien als Orange und
  • 5-mal mehr Calcium als Vollmilch.

Studien kommen zu dem Schluss, dass Chia-Samen einen blutverdünnenden Effekt haben und den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen können.

Chia-Samen gehören zur Gattung der Salbeipflanzen und spielten bereits vor 5000 Jahren für die Ernährung der Mayas eine wichtige Rolle. Auch wenn die Samen bereits im 15. Jahrhundert von den Spaniern nach Europa gebracht wurden, begann der Chia-Hype erst ab den 2010er Jahren.

Müslis, Smoothies, Puddings, Marmeladen oder Backwaren können mit den kleinen Samen hergestellt bzw. angereichert werden. Wenn die Samen in Wasser, Milch oder in anderen Flüssigkeiten aufgeweicht werden, entsteht eine gel-artige Konsistenz, welche als Pudding oder auch als Gelatine-Ersatz verwendet werden können.

Eine ähnliche Fettzusammensetzung finden wir aber auch in Leinsamen, Rapsöl oder Nüssen. Insgesamt enthalten die Samen viele gesunde Inhaltsstoffe und machen lange satt. Dennoch sollte bedacht werden, dass die Samen wesentlich teurer sind als heimische Produkte und einen hohen CO2 Fußabdruck hinterlassen.

Weizengras

Weizengras ist der Weizenkeim im Alter von sieben bis zehn Tagen. Oft wird Weizengras als Pulver in Smoothies oder Säften verarbeitet. Hierfür wird das Gras gepresst bzw. getrocknet und gemahlen als Pulver weiterverarbeitet.

Wenn man den Versprechungen der Lebensmittelhersteller glaubt, steckt in diesem Lebensmittel so viel Vitamin B12, wie es sonst nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt und des Weiteren 60-mal mehr Vitamin C als in Orangen.
Anfänglich kann der Geschmack einem etwas bitter vorkommen, aus diesem Grund am besten das Pulver in einen Saft oder in einen Smoothie mischen. Da eine 400 Gramm Dose des Pulvers ja nach Anbieter bis zu 15 Euro kosten kann, ist die Alternative Spinat dann doch preiswerter.

Matcha

Matcha wird aus gemahlenen Grünteeblättern gewonnen und wird bereits seit Jahrtausend als Heilpflanze in China und Japan genutzt. Früher benutzten buddhistische Mönche den Tee, um länger und intensiver meditieren zu können, da Matcha für seinen belebenden Effekt bekannt war. Matcha ist, anders als grüner Tee, nicht wirklich bitter: Er schmeckt etwas herb, cremig, intensiv und sogar fruchtig oder nussig.

Eine große Tasse mit Matcha Tee enthält u.a. 30 mg Teein oder Koffein, Theanin (eine seltene Aminosäure, welche munter, reaktions- und aufnahmefähig macht sowie eine Rolle bei der Prävention von Schlaganfällen, Alzheimer oder Parkinson spielen kann), 0,31 g Proteine sowie viele wichtige Spurenelemente und Mineralien (Calcium, Eisen, Kalium, Vitamine B1, B2, Karotion und C).

Dennoch sollten von Matcha keine Wunder erwartet werden, denn das Pulver kann keine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Sport ersetzen. Probieren Sie Matcha einfach einmal selber aus, sei es als Eis, Muffin oder im Smoothie und überzeugen Sie sich selber.

Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar mit Ihren Rezeptvorschlägen.

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Superfoods (2) – Was ist dran am neuen Essenstrend?
Rebecka Berndt

Mitarbeiterin Personalmarketing der R+V. Bloggt zu Themen rund um das Arbeitsleben und die Karrieremöglichkeiten im Außendienst bei R+V.

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Kommentare

Ayna / http://www.ayna-modelleri.com

17:03 11.01.2017

Super Artikel, natürliche Lebensmittel können echt wunder bewirken wenn man es Langfristig zu sich nimmt und keine Fertig Produkte isst.