Smart Home bei Talks4Nerds

Smart Home bei Talks4Nerds
27. Sep 2016

von Rebecca Klein

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Ein vollautomatisiertes Modellhaus, 23 Arten eine Lampe an und aus zu schalten sowie ein Referent, der die Hüllen fallen ließ: Die achte Talks4Nerds-Veranstaltung rund um das intelligente Smart Home stellte vor, wie die Technik von heute das Zuhause von morgen verändern wird.  Mehr Smart Home in unserem YouTube-Film.

Smart Home bei der achten Talks4Nerds

Smart Home bei Talks4Nerds begeisterte viele Kollegen aus der IT und den Fachbereichen.

Der Welt der Assistenzsysteme und automatisierten Wohnungen widmete das IT-Ressort seine achte Talks4Nerds-Veranstaltung. Hier werden Ideen geboren: Talks4Nerds ist das IT-Event der R+V und Probierwerkstatt für das Ressort Zentrale Informationssysteme (ZI). Viermal jährlich diskutieren IT-Mitarbeiter neue Technologie-Trends, die unser Leben einfacher und die IT sicherer und effizienter machen.

Elderly Care – Altersgerecht Wohnen dank smarten Helfern

Möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben, lautet der Anspruch immer mehr Menschen. Neben diesen persönlichen Wunsch gesellt sich oft ein objektiver Grund, denn betreute Wohneinrichtungen sind kostenintensiv. Elderly Care, das Leben im Alter mit unterstützender Technik, ist bereits jetzt ein lukratives Geschäftsfeld.

Smart Home bei T4N

Oliver Hüfner, IBM: „Die Daten unserer Wareables werden mit denen des Smart Home verbunden, um individuellere Profile der Bewohner zu erhalten.“

Ob der Notrufknopf auf dem Fußboden, der nach dem Sturz gedrückt werden kann, Signallampen oder Vibrationsmatten, die schwerhörigen Menschen ein Türklingeln anzeigen – welche Sensorik im Smart Home hilfreich ist, analysierte IBM gemeinsam mit Unternehmen aus dem Sanitätsbereich und lässt die Erkenntnisse in einer Musterwohnung münden. Real steht diese in Berlin-Marzahn. Eine Miniatur davon zeigten Oliver Hüfner und Tobias Sasse auf der Talks4Nerds-Veranstaltung in Wiesbaden.

Um Sicherheitslücken und Notfälle richtig zu deuten, müssen Daten gesammelt werden. „Wir programmieren die Systeme nach dem individuellen Tagesablauf“, trägt Hüfner vor. Abweichendes Verhalten ist dann Zeichen für eine Alarm-Situation. Mit einer App verfolgen Angehörige, ob ein Notfall vorliegt: „Habe ich vor meinen Geschwistern einen Alarm überprüft, kann ich den Status wieder auf grün setzen und meinen Geschwistern beruhigen“, so Hüfner.

Smartes Haus – Smarte Bewohner

Gemäß des Mottos öffnet Oliver Hüfner die Knöpfe seines Hemdes. Zum Vorschein kommt ein EKG-Messegerät, darunter ein schwarzes T-Shirt. Nicht nur das Heim wird smart, sondern auch die Bewohner. Wareables – Technik zum Tragen am Körper – unterstützt die Datensammlung und verbindet biometrische Daten mit den gesammelten Informationen des Smart Home.

Alles arbeitet zusammen. Kai Kreuzer zeigt die Integrationsplattform Eclipse Smart Home

Kai Kreuzer Smart Home

Kai Kreuzer stellt das Integrationsframework Eclipse Smarte Home vor.

Kai Kreuzer ist als Evangelist im Bereich Connected Home für die Deutsche Telekom unterwegs und stellt fest: „Wir haben ein Problem. Es gibt einen Zoo von Technik und Cloud-Diensten. Wie soll man da noch wissen, welche Technik miteinander funktioniert?“ Auf der Suche nach einem Protokoll, das Geräte unterschiedlicher Art miteinander kommunizieren lässt, entstand seine Lösung Eclipse Smart Home, ein offenes und leicht modifizierbares Programmiergerüst. Die Automatisierung der Vorgänge ist denkbar einfach. Ein Ereignis wird ausgelöst, wenn eine bestimmte Bedingung gegeben ist. Die Formel dazu lautet „IFTTT“, „If This Than That“. Kreuzer definiert den Auslöser „Add trigger Abschreckung“, danach eine Handlung „Hundegebell“ und stellt die Bedingung auf „Zu Hause – state off“. Er setzt den Schalter auf „Nicht zu Hause“, klingelt und der Sound eines bellenden Hundes ertönt.

Geräte-Integration muss einfach sein

Die native Anwendung erkennt internetfähige Geräte auf Anhieb. Das australische Start-up-Unternehmen LIFX entwickelt Glühbirnen, die durch ihre Verbindung ins Netz leicht von der Anwendung Eclipse Smart Home gefunden und über die App angesteuert werden können. „Ich nenne meinen Vortrag auch: Die 23 Arten eine Glühbirne an und aus zu schalten“, scherzt Kreuzer und demonstriert mittels App, der Nutzung von RFID-Chips über elektromagnetische Wellen bis hin zur Sprachsteuerung, wie er das Licht in unterschiedlichen Farben und Helligkeitsstufen erleuchten lässt.

Das R+V Trainee-Projekt „Smart Home“

Talks4Nerds Smart Home

Talks4Nerds erreicht neuen Besucherrekord. Rund 160 Mitarbeiter der R+V folgen den Vorträgen unserer Referenten und gewinnen tiefere Einblicke ins Thema Smart Home.

Anna-Lena Röder und Samuel Grimminger beschäftigten sich im Rahmen ihres Traineeprojekts bei R+V mit Smart Home und stellen ihre Ergebnisse vor. Eine halbe Million Menschen verfügen heute über Sensorik in ihren Wohnungen. Bis zum Jahr 2020 erwarte man eine fünfmal so große Nutzerzahl. Das größte Nutzerinteresse läge im Bereich „Gesundheit“ sowie „Sicherheit und Steuerung“. Vergünstigte Tarife bei Nutzung smarter Technik sind am Markt.

Let’s Talk, Nerds!

Die Abschlussfrage lautet: Welches Potenzial steckt in smarten Versicherungslösungen? „Wichtig ist die Offenheit für neue Ansätze sowie neue Ideen intern zu verproben“, resümiert Marcus Loskant, Bereichsleiter im IT-Ressort. Mit Initiativen wie dem Innovations-Lab Connected Car oder Analysen rund um Platooning, autonom fahrenden LKWs, geht R+V bereits diesen Weg.

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Smart Home bei Talks4Nerds
Rebecca Klein

Beraterin Kommunikation im IT-Ressort; bloggt über aktuelle IT-Projekte, neue Ansätze und über die Aufgabenfelder unserer IT-Mitarbeiter.

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