Talentmanagement – seine Talente richtig einsetzen

Talentmanagement – seine Talente richtig einsetzen
19. Okt 2015

von Katharina Zehner

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Wer Karriere machen will, der muss sich zeigen. Am besten gelingt ihm das in seinem Element. Denn wer keine Zahlen mag, wird sich oft verrechnen. Fehler schaden der Karriere. Wer aber Spaß am Verkaufen hat, kann es weit bringen. Diejenigen, die ihre Talente richtig einsetzen, fördern damit ihr Vorwärtskommen.

Kabarett will Menschen zum Lachen bringen. Und wenn die Witze gut sind, regen sie auch zum Nachdenken an. Der Pinguin-Parodie des Dr. Eckhart von Hirschhausen gelingt beides. Als er in einem Zoo einen Pinguin auf einem Felsen sitzen sah, dachte er über dieses Geschöpf: „Wo ist eigentlich deine Taille? Die Flügel zu klein zum Fliegen. Hat der Schöpfer die Knie vergessen?“ Sein Urteil: Fehlkonstruktion!

Dann glitt das Tier ins Wasser – und war in seinem Element. Hirschhausen hat nachgelesen: Pinguine sind zehnmal windschnittiger als ein Porsche. Mit einem Liter Benzin käme ein Pinguin über 2500 Kilometer weit. „Sie sind besser als alles, was der Mensch jemals gebaut hat“, so Hirschhausens Fazit.  Fehlinterpretation anstatt Fehlkonstruktion.

Karriere schafft man in seinem Element

Das Zusammentreffen mit dem flugunfähigen Vogel erinnerte Hirschhausen an zweierlei. Erstens: wie schnell man ein Urteil fällt, nachdem man jemand nur in einer Situation gesehen hat – und wie gewaltig man damit daneben liegen kann. Zweitens: wie wichtig das Umfeld ist, damit das, was Mensch und Tier gut können, überhaupt zum Vorschein kommt. Was der Arzt nicht sagte, sich aber aus seiner Geschichte leicht ableiten lässt: Wer Karriere machen will, muss in seinem Element sein!

Das hat man im besten Fall mit seiner Berufswahl gefunden. Der Ingenieur passt ins Konstruktionsbüro, die Erzieherin in den Kindergarten. Doch überall dort gibt es ganz viele im selben Anzug. Pinguine etwa tragen alle Frack. Keiner unterscheidet sich groß vom anderen. Wie schafft man es da, sich aus der Masse abzuheben, sodass diejenigen, die über Karriere entscheiden, auf einen aufmerksam werden? Und welches Potenzial braucht man dafür überhaupt?

Auffallen, aber bloß nicht anbiedern

„Er oder sie fällt durch Leistung und Persönlichkeit auf und hat selbst ein echtes Interesse an Weiterentwicklung“, sagt die Headhunterin Linda Becker in einem Zeit-Online-Interview. Ihrer Meinung nach zeichnet sich ein Mitarbeiter mit Potenzial zur Führungskraft beispielsweise durch Fähigkeiten aus, ein leistungsstarkes Team formen und lenken zu können. Ehrgeiz und Leidenschaft, Rückgrat und Verantwortungsbewusstsein zählen auch dazu. „Wer sich außerdem zurücknehmen kann und empathisch ist, besitzt schon sehr viele natürliche Führungsfähigkeiten.“ Um in den Kreis der Nachwuchstalente aufgenommen zu werden, sollten die Kandidaten die eigene Leistung sichtbar machen, den Kontakt zum Chef suchen sowie netzwerken. „Aber bitte nicht anbiedern.“

Praxistests als Nachweis für Karriere-Tauglichkeit

Um herauszufinden, welcher Mitarbeiter über das nötige Potenzial verfügt, nutzen Unternehmen Potenzialanalyse-Tools. Solche Computeranalysen bestätigen persönliche Einschätzungen oder verwerfen sie. Die Individualität aber geht in solchen Programmen verloren. Becker rät deshalb, „mit gezielten Aufgaben und Projekten zu überprüfen, wer Talent hat“. Die Ergebnisse sind dann aussagefähig und ausschlaggebend.

Talentmanagement betreiben die meisten Unternehmen, beispielsweise im Mitarbeitergespräch, wenn über den Punkt ‚Perspektive‘ gesprochen wird. Letztendlich geht es im Karrieremanagement immer darum, die Wünsche, Ziele und Stärken des Mitarbeiters in Einklang mit dem Unternehmensbedarf zu bringen.

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Talentmanagement – seine Talente richtig einsetzen
Katharina Zehner

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Personal- und Karrierethemen im Allgemeinen sowie Berufsbilder und Hinter den Kulissen Eindrücke bei der R+V.

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