TÜV abgelaufen – Was ist zu beachten?

TÜV abgelaufen – Was ist zu beachten?
19. Okt 2016

von Monika Hochscheid

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Alle zwei Jahre wird die TÜV- bzw. Hauptuntersuchung für PKWs fällig. Doch nicht jeder Halter hat den nächsten Termin eingetragen oder kennt ihn auswendig. Man sollte den Wagen aber regelmäßig zum TÜV bringen, um kostspielige Konsequenzen zu vermeiden, wenn der TÜV abgelaufen ist.

Geprüft werden unter anderem die Bremsen, Räder, Lenkung sowie elektronische Sicherheitssysteme der Autos. Die Untersuchungen führen verschiedene Prüforganisationen wie TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS durch.

Zwei Monate Kulanzzeit

Grundsätzlich sollte man den Prüftermin nicht überziehen. Passiert es doch einmal, kann man innerhalb von zwei Monaten den Wagen noch zum gängigen Preis zur Prüfung bringen. Kommt man allerdings erst über zwei Monate nach Ablauf des TÜVs zur Prüfstelle, wird teilweise ein Preisaufschlag berechnet. Bei dieser aufwändigeren Untersuchung werden die einzelnen Teile noch eingehender beispielsweise auf poröse Stellen hin untersucht.

Darüber hinaus erfolgt keine Rückdatierung mehr. War der TÜV im Januar fällig und wurde er aber erst im März abgenommen, erhält man dennoch für 24 Monate den neuen TÜV – also bis zum März in zwei Jahren.

Bußgelder hat man innerhalb dieser zwei Monate noch nicht zu befürchten. Werden bei einer Verkehrskontrolle die Beamten darauf aufmerksam, dass der TÜV abgelaufen ist, fordern sie den Fahrer auf, den Wagen baldmöglichst zur Hauptuntersuchung zu bringen.

Konsequenzen bei abgelaufenem TÜV

Nach Ablauf der zwei Monate entstehen ernsthaftere Konsequenzen, falls es zu einer Polizeikontrolle kommt. Abgesehen von einem erhöhten Preis für die Hauptuntersuchung wird ja nach Länge der Überziehung Bußgeld fällig. Von zwei bis vier Monaten drohen 15 Euro Bußgeld, bei vier bis acht Monaten sind es 25 Euro. Ist die HU allerdings vor mehr als acht Monaten fällig geworden, beträgt das Bußgeld 60 Euro, zusätzlich gibt es einen Punkt in Flensburg.

Darüber hinaus riskiert man auch den Versicherungsschutz, wenn man mit einem abgelaufenen TÜV in einen Unfall verwickelt wird. Die genauen Konditionen sollte man mit dem jeweiligen Versicherer klären.

Um sicherzugehen, dass man den nächsten Termin nicht verpasst, kann man bei den Prüfstellen oder der Werkstatt eine Erinnerung einrichten.

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TÜV abgelaufen – Was ist zu beachten?
Monika Hochscheid

Abteilung Kraftfahrt-Betrieb, Gruppe Qualitäts-, Prozess-, Projektmanagement; bloggt über spezifische Fragestellungen zur Kfz-Versicherung

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Kommentare

Anna

11:17 21.02.2017

Vielen Dank für den Beitrag. Ich denke man sollte immer darauf achten, dass der TÜV bzw. die HU und AU nicht vergessen wird.
Vor ein paar Jahren habe ich diese leider vergessen, aber dank der zwei-monatigen Kulanzzeit war zum Glück noch alles ok.