Wald-Workout – Sport in der Natur

Wald-Workout – Sport in der Natur
8. Jul 2016

von Suitbert Monz

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Das wohl schönste Fitness-Studio der Welt liegt oft nur ein paar Minuten entfernt. Der Wald bietet alles, was man für ein ganzheitliches und natürliches Krafttraining benötigt. Ein Erfahrungsbericht:

Nach einem stressigen Arbeitstag möchte sich jeder Mensch etwas Gutes tun. Oft in Form von Sport, Spaß und Entspannung. Bei einem aktiven Trip durch den Wald lassen sich alle diese Bedürfnisse befriedigen. Da ich auf ein „muffiges“ Fitness-Studio habe ich persönlich wenig Lust, daher entscheide ich mich für ein Wald-Workout.

Die erste Übung mache ich ganz intuitiv. Ich stehe einfach da, schließe die Augen und atme bewusst einige Male tief ein und aus. Wie anders die Luft hier riecht. Waldluft enthält verglichen mit der Stadtluft nur ein Zehntel der Staubpartikel.

Natürliche Bewegung in natürlicher Umgebung

Ich laufe los, ganz locker. Der Waldweg federt ein bisschen wie ein guter Schwingboden, meine Schritte fühlen sich leicht an. Die natürlichen Unebenheiten des Geläufs trainieren besonders meine Muskelgruppen rund um die Fußgelenke, in den Beinen und des Rumpfes, denn ich muss ständig die Balance halten.  Der starke Regen der letzten Tage hat viele Pfützen hinterlassen, so dass ich diesen natürlichen Hindernissparcour überspringen oder umkurven muss.

Nach knapp zehn Minuten ist mein Körper gut erwärmt und ich mache Stopp an einem dicken Baumstumpf. Ich stütze mich mit den Armen darauf ab, strecke meine Beine lang aus und spanne meinen Bauch und Po an. Jetzt mache ich in dieser Position zwölf Liegestütze. Auf diese Weise kräftige ich neben der vorderen Arm- auch die Schulter- und Brustmuskulatur. Nach einer kurzen Pause wechsele ich die Blickrichtung, stütze mich wieder mit den Händen ab und beuge und strecke die Arme wieder zwölfmal. Diese sogenannten Dips beanspruchen insbesondere den Trizeps, also die hintere Oberarmmuskulatur. Pro Übung lasse ich zwei weitere Durchgänge im Wechsel folgen, dann setze ich meinen Lauf weiter fort.

Ich wähle einen schmalen Fußpfad, der steil auf eine Kuppe führt. Um zügig nach oben zu gelangen, verlagere ich mein Gewicht nach vorne und laufe in kleineren Schritten fast ausschließlich auf dem Vorderfuß. Dabei spüre ich, dass ich quasi ganz nebenbei eine spezielle Kraftübung für meine Oberschenkel und Waden durchführe.

Abwechslungsreiches Ganzkörpertraining

Auf dem Hügel angekommen, werde ich mit einer tollen Aussicht belohnt. An dieser Stelle verweile ich ein bisschen – allerdings baue ich eine weitere Kraftübung ein. Ein mittelgroßer Stein wird meine Kniebeugen verstärken. Im sicheren Stand achte ich auf einen geraden Rücken und eine angespannte Rumpfmuskulatur. Tipp: Po anspannen und Bauchnabel einziehen – trotzdem das Atmen nicht vergessen. Die Arme strecke ich lang nach vorn aus und halte den Stein dabei in beiden Händen. Schon beim zweiten von den drei Durchgängen mit jeweils 20 Kniebeugen spüre ich meine Gesäßmuskulatur deutlich.

Äste, Steine und Stämme als natürliche Hilfsmittel

Ein umgekippter Baum markiert meinen nächsten Halt. Ich lehne mich mit meinem Oberkörper weit über den Stamm nach vorn, verschränke meine Arme hinter dem Kopf und hebe meinen Oberkörper dann, wiederum bei festem Stand auf beiden Füßen, bis zur Waagerechten an. Dabei achte ich besonders darauf, meine Wirbelsäule nicht zu überstrecken. Nach drei Durchgängen mit 15 Wiederholungen ist mein Wald-Workout zu Ende.

Erschöpft und doch rundum glücklich laufe ich ganz locker zurück zu meinem abgestellten Fahrrad. Bei meiner nächsten Runde durch den Wald werde ich eine andere Strecke wählen und damit sind auch neue Kraftübungen vorprogrammiert. Ich freu mich schon.

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Wald-Workout – Sport in der Natur
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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