Leitungswasser trinken: Wasser gleich Wasser?

Leitungswasser trinken: Wasser gleich Wasser?
20. Dez 2016

von Suitbert Monz

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In Deutschland trinkt der Mensch pro Jahr durchschnittlich 144 Liter Mineralwasser.  Besonders beliebt ist das kostbare Nass abgefüllt in Plastik- oder Glasflaschen. Warum trinken wir nicht einfach unser Wasser aus der Leitung?

Teures Mineralwasser oder doch lieber ganz einfaches Wasser aus der Leitung? Die Meinungen gehen auseinander. Ist es nur Geschmackssache? Können wir das „Kranwasser“ überhaupt unbedenklich trinken oder sollten wir doch lieber Mineralwasser aus dem Supermarkt kaufen? Ich mache mich auf Spurensuche.

Strenge Qualitätskontrollen

Es kommt jedes Mal einem Workout gleich, wenn ich den Einkauf 58 Stufen in unsere Altbauwohnung hoch schleppe.  Dementsprechend sportlich nehme ich es auch und ärgere mich nicht. Wären da nur nicht die zwei Wasserkisten, die noch im Hausflur stehen. Einmal stilles Wasser in großen Plastikfaschen, einmal 16 Glasflaschen mit Sprudelwasser hat meine Familie geordert. „Wie einfach es doch wäre, unser Leitungswasser als täglichen Durstlöscher zu verwenden“, denke ich, als mir schwer bepackt langsam der Schweiß den Rücken hinunterläuft.

Kann man Leitungswasser bedenkenlos trinken? Die deutsche Trinkwasserverordnung schreibt strenge Qualitätskontrollen vor, nach denen das Wasser von den Wasserwerken regelmäßig untersucht werden muss. Größtenteils wird das Wasser in Deutschland aus Grund- und Quellwasser gewonnen und aufbereitet und über die Wasserversorger bis zu den Hausanschlüssen geleitet. Von dort an ist jeder Hausbesitzer selbst für die einwandfreie Weiterleitung bis in die einzelnen Wasserhähne zuständig.

Leitungssysteme überprüfen

Die hausinternen Rohr- und Leitungssysteme sollten also überprüft werden. Falsches Material kann das Wasser verunreinigen und Giftstoffe freisetzen. So gilt seit knapp drei Jahren ein Verbot für Bleirohre. Wurde das Schwermetall bis in die 1970er Jahre noch verbaut, muss es seit 2014 aus den Häusern entfernt werden und durch neue Rohre aus Edelstahl, Kupfer oder Kunststoff  ersetzt werden.

Da wir in einem über hundert Jahre alten Haus wohnen und ich mich an keine derartige Baumaßnahme erinnern kann, rufe ich bei unserer Hausverwaltung an, um mich zu informieren. Ich bin beruhigt als ich erfahre, dass das Leitungssystem vor gut einem Jahr durch einen Fachmann kontrolliert und als bleifrei befunden wurde. Bei veralteten Rohre sollte eine schnelle Sanierung ins Auge gefasst werden. Das steigert nicht nur den Immobilienwert, sondern fördert eindeutig auch die Gesundheit.

Kalkablagerungen und Wasserhärte

So richtig bedenkenlos bin ich aber immer noch nicht, denn mir fallen die regelmäßigen Kalkablagerungen in unserem Wasserkocher ein. Ist Kalk gesundheitsgefährdend? Ich mache mich weiter schlau und finde heraus, dass Kalk aus den Mineralien Calcium und Magnesium bestehen. Kalk ist demnach sogar eher gesund für uns, allerdings auch für die Wasserhärte entscheidend, die sich je nach Wohnort stark unterscheiden kann.

Mehr und mehr gefällt mir die Idee, künftig das Wasser aus der Leitung auch als Trinkwasser zu nutzen. Sicherheitshalber informiere ich mich noch beim Umweltbundesamt. Danach bleibt, jedenfalls für mich, nur noch die Geschmackfrage. Ich werde auf jeden Fall einen Versuch starten, indem ich unser Leitungswasser als Trinkwasser anbiete. Still ist das Wasser aus dem Hahn ja ohnehin und für die Blubberfans bei uns zu Hause werde ich einen Wassersprudler ausprobieren.

Wie sieht es bei Ihnen aus, vertrauen Sie unserem Trinkwasser aus dem Wasserhahn?

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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