Längere Abwesenheit – so wird die Wohnung urlaubsfest

Längere Abwesenheit – so wird die Wohnung urlaubsfest
9. Mrz 2016

von Erik Rauschkolb

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Eine längere Abwesenheit von der eigenen Wohnung ist in der Regel rechtlich kein Problem. Denn der Mieter hat zwar ein Nutzungsrecht, aber keine Nutzungspflicht. Dennoch sollten Vorkehrungen getroffen werden, damit die Wohnung in der Zwischenzeit betreut wird.

Ereignet sich ein Schadenfall und hat der Vermieter keinen Zutritt zur Wohnung, kann es schnell teuer werden. Daher sollte regelmäßig eine Vertrauensperson nach dem Rechten sehen.

Vertrauensperson einsetzen

Der Mieter muss dafür sorgen, dass die Wohnung während seiner Abwesenheit keinen Schaden nimmt. Dazu gehören sowohl akute Schäden wie Wasserrohrbrüche oder Brände als auch Schimmelbefall durch unzureichendes Lüften oder Heizen. Daher sollte ein Ersatzschlüssel bei einer Vertrauensperson hinterlegt werden, worüber auch der Vermieter in Kenntnis gesetzt werden sollte. So weiß er, an wen er sich im Notfall zu wenden hat.

Darüber hinaus sollte die Vertrauensperson regelmäßig, am besten zwei Mal wöchentlich, in der Wohnung heizen, lüften, die Post holen und generell schauen, ob alles in Ordnung ist. Auch das Schneeschippen und die Treppenhausreinigung sollte sie übernehmen, da der Mieter davon nicht durch die Abwesenheit befreit ist.

Kurzfristiges Bewohnen durch Dritte

Es ist auch möglich, dass sich ein Freund für wenige Wochen während der Abwesenheit in der Wohnung einquartiert. So lange dieser keine Miete zahlt, es sich also nicht um eine kurzfristige Untermiete handelt, kann der Vermieter dies nicht verbieten. Er sollte allerdings darüber informiert werden, wer sich übergangsweise in der Wohnung aufhält.

Aber auch, wenn ein Freund die Wohnung bewohnt, ist man vor Schäden nicht gefeit. Geht beispielsweise eine teure Vase zu Bruch oder werden die Fliesen mit dem falschen Scheuermittel geschrubbt, hat der Mieter keinen Anspruch auf Ausgleich durch die Versicherung. Beim Wohnungshüten handelt es sich nämlich um eine Gefälligkeitshandlung, für die derjenige laut Gesetz nicht noch bestraft werden soll. Es gibt jedoch einige Versicherungen, die Gefälligkeitshandlungen in die private Haftpflichtversicherung einschließen und diese Schäden dann übernehmen.

Anders verhält es sich mit der Überlassung durch Airbnb und anderen Untermietmodellen. In diesem Fall sollte man sich die explizite Erlaubnis des Vermieters einholen, anderenfalls kann dies ein Kündigungsgrund sein.

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Erik Rauschkolb

Social Media Community Manager; bloggt über Themen rund um Finanzen und Versicherungen sowie über Neuigkeiten und Aktionen der R+V im Social Media Bereich.

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