8 Regeln für wirksames Feedback

8 Regeln für wirksames Feedback
30. Apr 2015

von Dr. Eva-Maria Zindler

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Kennen Sie die Situation, in der ein Kollege oder Freund sagt, dass er sich in einer bestimmten Situation ganz anders verhalten hätte als Sie? Und Sie können dieses Feedback so gar nicht nachvollziehen, geschweige denn annehmen? Oder haben Sie schon mal ein Feedback gegeben, dass vollkommen auf taube Ohren gestoßen ist? Wie sich solche Situationen vermeiden lassen und worauf Sie in Zukunft achten können, zeigen wir im folgenden Beitrag.

Grundsätzlich gilt Feedback als „Geschenk“ – so kann sich eigentlich jeder glücklich schätzen, wenn sich ein Anderer die Mühe macht, ihm eine Rückmeldung zu seinem Verhalten zu geben. Um es dem Feedback-Nehmer zu erleichtern, dieses Fremdbild auch anzunehmen, sollte der Feedback-Geber ein paar einfache Regeln beachten:

Regeln für den Feedback-Geber

  1. Beziehen Sie Ihr Feedback immer auf das von Ihnen beobachtete Verhalten und vermeiden Sie Vermutungen oder Ideen, wie die Person sich in anderen Situationen verhalten würde. Das haben Sie nicht beobachtet.
  2. Beschreiben Sie, was Sie gesehen haben ohne dies zu bewerten.
  3. Formulieren Sie Ihre Sätze immer mit „ich“ und nicht mit „wir“ oder „man“ – schließlich geben Sie persönlich diese Rückmeldung.
  4. Sprechen Sie Verhaltensweisen an, die Ihr Gegenüber auch ändern kann und keine Eigenschaften, die schwer beeinflussbar sind.
  5. Achten Sie darauf, dass Ihr Feedback nachvollziehbar ist. Dies erreichen Sie durch eine klare Formulierung und die Nutzung von Beispielen.
  6. Wählen Sie einen günstigen Zeitpunkt. Zum einen sollte das Feedback so bald wie möglich erfolgen, das heißt bis zur Rückmeldung sollte nicht zu viel Zeit vergehen. Zum anderen kann ein zu schnelles Feedback beispielsweise in einem Moment der Erregung oder Betroffenheit aber die Bereitschaft senken, es überhaupt anzunehmen.
  7. Am wirksamsten ist Feedback, wenn es gewünscht bzw. erbeten wurde. Falls dies nicht der Fall ist, fragen Sie nach, ob Interesse an einem Fremdbild besteht.
  8. (Ver-) Urteilen Sie nicht – würden Sie ein solches Feedback annehmen?

Grundsätzlich sollte sich der Feedback-Geber bei seiner Rückmeldung fragen, wie er selbst behandelt werden will und sich so auch bei seinem Gegenüber verhalten. Weitere Tipps für gutes Feedback sind auf karrierebibel.de zusammengestellt.

Für den Feedback-Nehmer gilt dann:

Hören Sie in Ruhe zu, fragen Sie bei Verständnisproblemen nach, aber rechtfertigen Sie sich nicht. Freuen Sie sich über den Einblick darüber, wie Ihr Verhalten von Anderen wahrgenommen wird und entscheiden Sie für sich, ob und was Sie ändern wollen.

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Dr. Eva-Maria Zindler

Gruppenleiterin Führungskräfteentwicklung; bloggt zu Themen rund um das Arbeitsleben und die Karrieremöglichkeiten im Außendienst bei R+V.

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