Sturm, Pflege, Eurokrise – was macht uns Angst?

9. Okt 2014

von Anja Schmidt-von Rhein

1

Im Juni verwüstet die Gewitterfront „Ela“ große Teile Nordrhein-Westfalens, im Juli setzt Starkregen das Kurhaus der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden unter Wasser, in vielen Teilen Deutschlands hagelt es heftig: 2014 vergeht kaum ein Monat ohne schwere Unwetter. Solche Meldungen scheinen sich bei vielen dauerhaft einzuprägen: 51 Prozent der Deutschen haben Angst davor, dass es immer mehr Naturkatastrophen gibt.

Die Angst vor Hochwasser, Hagel oder Sturm ist schon seit Jahren auf hohem Niveau. Trotzdem fürchtet nur jeder fünfte Bundesbürger, dass sein eigenes Haus durch Hochwasser, Hagel oder Sturm schwer beschädigt werden könnte. Das sind einige Ergebnisse der Studie „Die Ängste der Deutschen 2014“.

Die R+V Versicherung hat die repräsentative Langzeit-Studie „Die Ängste der Deutschen“ in diesem Jahr bereits zum 23. Mal durchgeführt. Gut 2.400 Bürger nahmen an einer Befragung teil, insgesamt gaben sie Auskunft zu 16 Fragen und einigen Sonderfragen: Von der Angst vor Arbeitslosigkeit über die Angst vor Straftaten bis hin zur Angst vor schwerer Erkrankung. Die Studie begleitete Prof. Dr. Manfred Schmidt vom Institut für Politische Wissenschaft an der Universität Heidelberg.

R+V-Langzeitstudie zeigt: 2014 ist die Angst gering

Steigende Lebenshaltungskosten bleiben die Angst Nummer Eins. Gleich darauf folgen die Ängste vor zunehmenden Naturkatastrophen und davor, im Alter auf Pflege angewiesen zu sein. Insgesamt zeigte sich in diesem Jahr: Die Deutschen sind 2014 so entspannt wie lange nicht mehr. Nie zuvor in der R+V-Langzeitstudie befürchteten so wenige Bundesbürger, dass es mit der Wirtschaft bergab geht und die Arbeitslosenzahlen steigen. Die Mehrheit der Deutschen aber befürchtet, dass die Euro-Schuldenkrise die Steuerzahler teuer zu stehen kommt und die Lebenshaltungskosten weiter steigen. Die Sorgen um Geld, Umwelt, Gesundheit gehören also zu den größten Ängsten der Deutschen.

Die Angst vor Pflege und Altersheim

Frauen haben aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung ein viel größeres Risiko, zum Pflegefall zu werden bzw. ins Pflegeheim zu kommen. So verwundert es kaum, dass sie mehr Angst davor haben als Männer.Genauso viel Angst wie vor vermehrten Naturkatastrophen haben die Deutschen davor, im Alter auf Pflege angewiesen zu sein. Diese Angst ist nachvollziehbar: Rund 2,5 Millionen Pflegebedürftige gibt es inzwischen in Deutschland – aufgrund des demografischen Wandels mit steigender Tendenz.

Besonders besorgt im Hinblick auf Pflege im Alter sind Frauen. 58 Prozent der weiblichen Befragten äußerten die Befürchtung, später mal Pflege zu benötigen, aber nur 45 Prozent der männlichen Teilnehmer. Dieser Unterschied beruht auf einer realistischen Einschätzung: 65 Prozent der Pflegebedürftigen sind heute weiblich. Gleichzeitig haben sie aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung ein viel höheres Risiko, ins Pflegeheim zu kommen oder auf häusliche Pflege angewiesen zu sein.

[Gastbeitrag von Zarina Gomes, Praktikantin in der Konzern-Kommunikation der R+V Versicherung]

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Anja Schmidt-von Rhein

Zuständig für Social Media in der Pressestelle; Bloggt über Unternehmensthemen und das soziale Engagement der R+V

Alle Artikel des Autors
Kommentare

Ernst Moldam

18:51 09.10.2014

Mir machen die vielen Unruhen und Krankheiten wie Ebola sowie Marburg Virus auf der Welt Angst. Ich habe Angst davor das in meine Wohnung eingebrochen wird. Ich fühle mich nicht mehr sicher und habe auch Angst die Wohnung zu verlassen.