Agiles Arbeiten: Wie erstellt man eine Bewerbermaske?

Agiles Arbeiten: Wie erstellt man eine Bewerbermaske?
4. Sep 2017

von Sina Busch

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Sechs Kollegen aus zwei Fachbereichen, eine Bewerbermaske und 180 Tage Zeit: Im Projekt „Bewerben 4.0“ haben sich unsere Kollegen das Ziel gesetzt, die Bewerbermaske zu überarbeiten und agiles Arbeiten zu testen. Mitgewirkt haben Johanna Schwert, Carmen Reich und Christian Matejka-Schepp aus der Personalabteilung sowie Carolin Hartmann, Mario Fraune und Jochen Ollenik aus dem Online-Marketing.

Im Beitrag erzählen sie uns von ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit.

Worum ging es im Projekt „Bewerben 4.0“?

Ollenik: Unsere Online-Bewerbung war inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Gestalterisch orientierte sie sich nicht am aktuellen Internetauftritt und auch die Usability war nicht mehr zeitgemäß.

Reich: Wir wollten mit der Einführung einer modernen und intuitiven Oberfläche die Bewerbung vereinfachen und den Bewerbungsprozess beschleunigen. Die Dateneingabe sollte reduziert werden und die Bewerber sollten jetzt auch die Möglichkeit haben sich von einem mobilen Endgerät zu bewerben.

Agiles Vorgehen und Versicherung – passt das zusammen?

Fraune: Wenn man die Grundidee des agilen Manifests nimmt: Warum sollte es nicht passen? Wir müssen begreifen, dass wir uns in einer dynamischen Zeit und Umfeld bewegen. Um in Zukunft handlungsfähig zu bleiben, müssen wir mindestens genauso dynamisch werden und unser Handeln jeden Tag sinnvoll hinterfragen. Genau zu dieser Arbeitsweise bewegt das agile Vorgehen.

Warum haben Sie sich für diese Vorgehensweise entschieden?

Matejka-Schepp: Im Rahmen der fachlichen Grobkonzeption haben wir die Design Thinking-Methode angewandt. Unser neuer Bewerberzugang wurde damit konsequent an den Bedürfnissen der Bewerber ausgerichtet. In der Umsetzung sind wir dann agil vorgegangen, das heißt, wir haben zunächst die Arbeitspakete priorisiert und dann in kurzen Sprints die Fachlichkeit detailliert, Prototypen entwickelt, diese dann getestet und verfeinert und schließlich technisch umgesetzt. Dieses ressourcenschonende Vorgehen hat zu der schnellen Umsetzung beigetragen.

Wie sah ein typisches Treffen aus?

Hartmann: Wir haben uns im Rahmen einer „Werkstatt“ getroffen, um Rahmenbedingungen, Vorgehen und die nötigen Anpassungen zu besprechen. In einzelnen Terminen wurden dann die Änderungen technisch umgesetzt und im Anschluss gemeinsam in der Gruppe bewertet. In der weiteren Zusammenarbeit haben wir uns sowohl in kurzen Stand-Ups als auch über Skype-Konferenzen zu den weiteren To-dos ausgetauscht. Unsere Treffen waren daher immer sehr effizient.

Was hat Ihnen besonders gefallen?

Schwert: Ich fand toll, dass wir im Team immer versucht haben, aus Sicht des Bewerbers zu denken und uns gefragt haben „Was erwartet der Bewerber?“ oder vielleicht auch „Was findet der Bewerber überflüssig?“. Wir haben versucht, den Bewerberfragebogen so knapp wie möglich zu halten, damit jeder schnell durch den Prozess kommt.

Hartmann: Von Treffen zu Treffen konnte ich feststellen, wie wir uns als Gruppe gefunden haben und wie das gegenseitige Verständnis für die Belange und Voraussetzungen der Kollegen aus dem anderen Bereich gestärkt wurde. Insgesamt eine wirklich gelungene Zusammenarbeit mit einem prima Resultat!

Was ist das konkrete Ergebnis Ihrer Zusammenarbeit?

Reich: Wir haben eine moderne Plattform geschaffen, die es den Bewerbern ermöglicht, sich von überall, innerhalb von ein paar Minuten zu bewerben.

Ollenik: Optisch spürt der Bewerber nun keinen Unterschied zwischen der Homepage und der Bewerbungsmaske – alles ist aus einem Guss.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Agiles Arbeiten: Wie erstellt man eine Bewerbermaske?
Sina Busch

Mitarbeiterin im Personalmarketing der R+V. Bloggt aus dem Personalbereich über Themen rund um Karriere und die R+V als Arbeitgeber.

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