Aquaplaning – das unterschätzte Unfallrisiko

Aquaplaning – das unterschätzte Unfallrisiko
2. Aug 2013

von Suitbert Monz

0

Sie sind auf der Autobahn unterwegs und plötzlich fängt es an stark zu regnen. Im schlimmsten Fall so stark, dass die Reifen den Kontakt zur Fahrbahn verlieren. Wichtig ist es jetzt, die Nerven zu behalten und von vornherein die verschiedenen Ursachen zu kennen.

Aquaplaning entsteht, wenn der Wasserfilm auf der Straße so hoch ist, dass er vom Reifenprofil nicht mehr aufgenommen wird. Es bildet sich eine Bugwelle vor dem Reifen, die sich im schlimmsten Fall zwischen ihn und die Fahrbahn schiebt.

Das Phänomen tritt zwar meist unvorhergesehen auf, was es umso gefährlicher macht, allerdings lassen sich Anzeichen schon zuvor erkennen:

„Man sollte aufmerksam werden, wenn die Spuren des Vordermanns sofort wieder unterm Wasser verschwinden“, warnt der TÜV Süd.

Vorsicht geboten ist  zum Beispiel, wenn man ein Wasserrauschen von unten wahrnimmt  oder die Lenkung leichtgängiger wird.

Faktoren bei Aquaplaning

Der ADAC stellt die folgenden Ursachen für Aquaplaning zusammen, auf die man achten sollte und die man teils von vornherein ausschließen kann:

  • Fahrgeschwindigkeit – Diese sollte 80km/h nicht übersteigen, weil die Reifen dann keine Zeit mehr haben, das Wasser abzuleiten.
  • Profiltiefe – Selbst die vorgeschriebene Mindesttiefe von 1,6 mm ist zu gering. Generell gilt: Je tiefer das Profil desto geringer die Wahrscheinlichkeit des Aquaplaning.
  • Reifendruck – Ein hoher Reifendruck kann Aquaplaning vorbeugen.
  • Straßenverhältnisse – Je steiler die Straßenneigung ist, umso schneller fließt das Wasser ab. Bei Unebenheiten, Spurrillen und schlechtem Straßenbelag sollte man besonders vorsichtig fahren.

Das richtige Verhalten

Wenn Aquaplaning auftritt, muss man vor allem Ruhe bewahren. „Dreht man zu hektisch am Lenkrad und bekommt das Auto dann auf einmal wieder Bodenkontakt, kann es außer Kontrolle geraten“, warnen TÜV-Experten.

„Wichtig ist es daher, das Lenkrad nur festzuhalten, die Kupplung zu treten und zu warten, bis das Auto wieder Grip hat“, empfehlen Fachportale.

Der Automobilclub von Deutschland macht außerdem darauf aufmerksam, dass die an vielen Autobahnen aufgestellten Geschwindigkeitsbeschränkungen mit Zusatz “bei Nässe” ein Indiz für vermehrt auftretendes Aquaplaning sind:

„Diese Schilder haben nicht bloß empfehlenden Charakter, sondern sollten unbedingt befolgt werden.“

Mehr Tipps zur sicheren Fortbewegung mit dem Auto finden Sie auch im R+V Ratgeber „Freizeit und Reise“.

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Aquaplaning – das unterschätzte Unfallrisiko
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

Alle Artikel des Autors
Kommentare