Auszeit vom Alltag – Reise quer durch Mittel- und Südamerika

Auszeit vom Alltag – Reise quer durch Mittel- und Südamerika
10. Sep 2018

von Anna Lena Schwartz

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Stefanie Groll, Kundenbetreuerin bei der R+V, hatte die Möglichkeit, fünf Monate eine persönliche Auszeit, ein Sabbatical, zu nehmen. In ihrem Erfahrungsbericht erzählt sie, wie das möglich war und was sie auf ihrer Reise erlebte.

Die Zeit zu haben um ewig zu reisen, jeden Tag das zu machen, was das Herz begehrt, ausspannen und die Seele baumeln lassen – davon träumen viele. Für mich war genau das seit der Schulzeit ein Wunsch, den ich mir unbedingt erfüllen wollte. Leider fehlte immer die Zeit, das Geld und mal ganz ehrlich, vor allem der Mut. Wie das so ist im Alltag – Träume werden nur geträumt, aber wie oft setzen wir sie wirklich um?
Dieses Jahr ist mein Traum in Erfüllung gegangen – dank R+V und dem tollen Auszeit-Programm. Fünf Monate war ich raus aus dem Büro und habe Versicherung gegen Spanisch lernen, Salsa tanzen und neue Freundschaften getauscht.

Frühzeitige Vorbereitung ist alles

Vor circa drei Jahren bin ich auf das Auszeitmodell im Intranet gestoßen und wusste sofort: Das möchte ich machen! Nach meiner Fortbildung zur Versicherungsfachwirtin sollte es soweit sein. Ich vereinbarte ein Gespräch mit meinem Gruppenleiter und teilte ihm meinen Wunsch mit. Nach unserem Gespräch hatte ich seine Unterstützung gewonnen und als dann auch der Abteilungsleiter zustimmte, stand der Reise nichts mehr im Wege. Vom 01.02. bis zum 01.07.2018 sollte ich auf Reisen sein. Einmal quer durch Mittel- und Südamerika. Die Finanzierung wurde mir von der R+V erleichtert, denn hierzu werden mehrere Möglichkeiten angeboten. Es kann bspw. für eine gewisse Zeit vor der Auszeit auf Sonderzahlungen verzichtet und Guthaben auf dem sogenannten Lebensarbeitszeitkonto angespart werden – so wird gewährleistet, dass auch während des Sabbaticals monatlich „Gehalt“ gezahlt wird, obwohl man nicht arbeitet.

Meine Reiseroute von Nicaragua nach Kolumbien

Aussicht in KolumbienMeinen Flug buchte ich im Oktober 2017. Aus einer Impulsentscheidung heraus sollte es nach Nicaragua gehen und circa fünf Monate später aus der Hauptstadt Kolumbiens zurück. Die Route war: Nicaragua – Costa Rica – USA – Panama – Kolumbien. Bis auf vier Flüge hatte ich nichts geplant. Ich wollte mal alles anders machen als im Alltag. Keinen Plan haben und das machen, was mir morgens in den Sinn kommt. Nur mit Handgepäck bepackt reiste ich mit leichtem Gepäck, um wieder mehr Leichtigkeit in meinen Alltag zu bringen.

Die Erfahrungen auf Reisen waren definitiv anders als zu Hause. Ich habe jeden Tag neue Menschen kennengelernt, neue Eindrücke bekommen, neue Gewohnheiten anderer Kulturen kennengelernt und meine Meinung zu bestimmten Ländern durfte sich um 180 Grad drehen. Dennoch war die größte Erkenntnis auf der Reise: Das Leben im „Paradies“ ist nicht besser oder schlechter als in Deutschland, denn egal wo ich hingehe, mich selbst nehme ich jedes Mal mit. Das Reisen war fünf Monate lang meine größte Schule und hat mich stark in meiner Persönlichkeit geprägt.

Nicaragua stand im Zeichen von Surfstunden und Vulkanwanderungen. Von Granada, einer Stadt im Süden Nicaraguas ging es mit einem Bus über die Grenze nach Costa Rica bis nach Santa Teresa auf der Nicoya Halbinsel im Nordwesten Costa Ricas. Santa Teresa ist ein kleiner Surfer-Ort mit wunderschönen langen weißen Sandstränden, die zum Surfen oder Entspannen einladen. Morgendliche Spaziergänge am Meer gehörten für mich zur Routine.

Eine wunderschöne kleine Routine, die mich jedoch bald langweilte. Denn so komisch es klingen mag, genau diese Routine, die mich hier in Deutschland manchmal so genervt hatte, fehlte mir nach einigen Wochen. Nach zweieinhalb Monaten auf Reisen fing ich mit täglichem Spanischunterricht an, um mir eine neue Routine zu gestalten.

Ich lernte Spanisch und Salsa zu tanzen. Ich lernte die Kultur der Kolumbianer kennen und war beeindruckt von ihrer Offenherzigkeit und Gastfreundschaft. Mit dem Spruch „Mi casa es tu casa“ (dt. Mein Haus ist dein Haus) wurde ich häufig zum Abendessen eingeladen. Für mich war es unheimlich faszinierend die Einheimischen und ihre Kultur kennenzulernen, die so anders ist als unsere. Ich blieb fast drei Monate in Kolumbien und fühlte mich bald wie zu Hause. Ich bin dankbar für das Erlebte und kann nur empfehlen, einmal dieses beeindruckende Land zu bereisen und mit eigenen Augen zu sehen, dass Kolumbien mehr zu bieten hat als was der Ruf verbreiten möchte.

Zurück bei der R+V in Wiesbaden

Nach einer unvergesslichen Zeit kam ich Mitte Juni zurück nach Deutschland. Ich bin dankbar, dass ich durch die R+V diese Möglichkeit hatte. Rückblickend betrachtet war für mich das Wichtigste eine gute Vorbereitung, meine eigenen Zweifel beiseite zu räumen und eine frühzeitige Kommunikation mit meiner Führungskraft. Aber sind diese Hürden gemeistert, steht einem Sabbatical eigentlich nichts im Wege.

Gastbeitrag von Stefanie Groll, Kundenbetreuerin R+V

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Auszeit vom Alltag – Reise quer durch Mittel- und Südamerika
Anna Lena Schwartz

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Karrierethemen und gibt Einblicke hinter die Kulissen der R+V als Arbeitgeber.

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