Wie funktioniert das Busprojekt von MO14?

Wie funktioniert das Busprojekt von MO14?
25. Okt 2018

von Lena Neumann

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Warum betreibt R+V zwei hochautonome Busse? Was hat unser Unternehmen davon? Und wie profitieren unsere Kunden von diesem Forschungsprojekt?

Alle reden über „autonomes Fahren“, aber Möglichkeiten aktiv daran zu arbeiten, zu forschen oder die neue Technologie einfach einmal zu erleben, gab es für die breite Öffentlichkeit bislang nicht. Kein Wunder, denn für Unternehmen, die keine millionenschweren Forschungsbudgets haben, ist der Zugang zu Schlüsseltechnologien wie „autonomem Fahren“ nicht so einfach. Deshalb machen wir von R+V hier den ersten Schritt, damit sich andere anschließen können.

Bus MO14Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern, Kunden und Kollegen neue Erkenntnisse gewinnen und dabei für alle den maximalen Nutzen bei minimalem Investment ermöglichen. Das ist unsere Mission. Unser Fokus liegt keinesfalls darauf, Busbetreiber für große Flotten autonomer Kleinbusse zu werden. Wir wollen der Möglichmacher für unsere Partner sein, damit wir uns alle gemeinsam auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten können.

Das passt zu uns, denn als genossenschaftlicher Versicherer handeln wir im Sinne des Leitsatzes von Friedrich Wilhelm Raiffeisen: „Was dem einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele“.

Jedes unserer Testfelder wird komplett fremdfinanziert. Wir stellen die Fahrzeuge und die Arbeitsleistung des Teams von MO14 zur Verfügung. Dafür entrichten die Forschungspartner einen Mietpreis für ein oder zwei unserer Fahrzeuge, wir kümmern uns um Zulassung, Inbetriebnahme, Fahrerschulungen und den Betrieb vor Ort.

Gemeinsam forschen, Erkenntnisse teilen

Bus in MainzAuflage für jedes unserer Testfelder ist die wissenschaftliche Begleitung und die Offenlegung der Forschungsergebnisse zum Projektende. Alle unsere bisherigen Partner, Sponsoren und Auftraggeber haben Anspruch auf diese neuen Erkenntnisse, auch über das jeweils eigene Testfeld hinaus. Wer einmal unser Partner ist, bekommt bei Interesse Zugang zu zukünftigen Forschungsergebnissen.

Einer dieser Partner ist die Firma DGS, Diesel Getriebe Service GmbH in Mainz. „Bereits der Firmenname beschreibt das Kernthema des Unternehmens“ erklärt Thomas Moritz, Geschäftsführer der DGS. „Die technologische Entwicklung zwingt uns, neu zu denken. Weg vom Diesel mit Getriebe hin zur Elektromobilität“. Durch das Testfeld bei Fraport wurde die DGS auf R+V und das Innovationsteam MO14 aufmerksam. Bereits wenige Tage später saßen wir in unserem Lab in Wiesbaden zusammen, um über Kooperationsmöglichkeiten zu sprechen.

Gemeinschaftlich zum Erfolg

Dank der Anfrage der Mainzer Mobilität kam diese Möglichkeit schneller als gedacht. Die DGS erklärte sich umgehend bereit, das Projekt am Winterhafen als Sponsor zu unterstützen und half uns in ihrer auf Großgetriebe spezialisierten Werkstatt beim Umbau unserer Fahrzeuge. Darüber hinaus unterstützen uns die Geschäftsführer der DGS auch nach dem Testfeld als Sparringspartner und Mentoren. Die Ausschreibung der Mainzer Mobilität zur Wartung der neuen Antriebstechnologien ihrer Elektro- und Hybridbusse läuft und die DGS ist dabei. Wir drücken die Daumen.

So profitiert am Ende die Mainzer Mobilität von der Realisierung des Testbetriebs mit den autonomen Bussen nicht nur von neuen Erkenntnissen, sondern auch von neuen potentiellen Partnern. Die DGS bekommt Zugang zu neuen Technologien und positioniert sich in einem neuen Kundensegment. R+V gewinnt mit der DGS einen tollen neuen Kunden und MO14 erweitert seinen Mentorenkreis. Am Ende profitieren alle vom Miteinander.

Alles ganz im Sinne von Friedrich Wilhelm Raiffeisen.

Gastbeitrag von Stefan Häfner, R+V-Innovation LAB MO14

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Lena Neumann

Social Media Manager; bloggt über Neuigkeiten aus dem Unternehmen, der Versicherungswelt und über das Engagement bei Joblinge.

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