Barcamps: Wissen zu verschenken

Barcamps: Wissen zu verschenken
2. Mai 2018

von Suitbert Monz

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Was sind eigentlich Barcamps? Ob beruflich oder privat, ob im Marketing-, Gesundheits- oder Tourismussektor – immer häufiger werden wir mit diesem modernen Begriff konfrontiert. Wir klären auf, welches Potenzial die sogenannten „Unkonferenzen“ für die unterschiedlichsten Lebensbereiche haben können.

60 Jahre wird er also nun schon: Stefan, mein Freund aus Kindertagen. Typisch für ihn, dass er seinen runden Geburtstag auf ganz besondere Weise mit einer Wanderung durch den Odenwald feiern möchte. Da wir uns nicht mehr so häufig sehen wie früher, schenken wir uns seit geraumer Zeit gegenseitig zum neuen Lebensjahr eine gemeinsame Unternehmung. Jetzt zum runden Geburtstag soll es etwas ganz Besonderes sein. Nach kurzer Überlegung steht fest: Ich werde Stefan die Teilnahme an einem Barcamp schenken – mit mir, versteht sich.

Unsere häufigsten GenoBarcamp-Besucher

Unsere häufigsten GenoBarcamp-Besucher: Frank Kleinert, Boris Janek und Sven Nitsche (v. links)

Bis 2010 wusste ich selber nicht, was Barcamps eigentlich sind. Hinter dem Begriff versteckt sich keineswegs ein wildes Zeltlager mit anschließender ausgelassener Party an der Bar. Vielmehr handelt es sich um eine Zusammenkunft von Menschen, die auf Augenhöhe Wissen und Erfahrungen austauschen, häufig zu bestimmten Themen, manchmal aber auch ganz ohne Motto.

Barcamp: Jeder Teilnehmer auch potentieller Referent

Ich selbst durfte diese Form der „persönlichen Weiterbildung“ im beruflichen Kontext kennenlernen, als 2010 die genossenschaftliche FinanzGruppe diese innovative Konferenz im kleinen Kreis bei der Innovationswerkstatt der Volksbank Bühl ins Leben gerufen hat. Seit diesem Zeitpunkt treffen sich genossenschaftliche Querdenker und Weiterdenker zwei Mal im Jahr zum GenoBarcamp, um gerade das Thema Digitalisierung im Bankenumfeld voranzutreiben. Bereits das 2. GenoBarcamp fand dann bei uns in Wiesbaden statt.

Buntes Session-Programm

Buntes Session-Programm

Der Unterschied zu Fachtagungen und Konferenzen ist, dass bei einem Barcamp das „Programm“ erst am Tag selbst von den Teilnehmern festgelegt wird und quasi jeder seine eigenen Themen und Fragestellungen einbringen kann. Es gibt also keine gebuchten Dozenten oder Referenten – manchmal sind es auch einfach nur Diskussionsrunden. Niemals hätte ich gedacht, dass so etwas chaosfrei funktionieren kann. Es kann – und so haben wir im letzten Jahr auch unser erstes Barcamp innerhalb der R+V Versicherung erfolgreich organsiert.

Offene Unterhaltung, Workshops und Diskussionen

Ein Barcamp ist also nicht nur eine Form einer Konferenz, sondern vielmehr Kultur und kann auch Unternehmenskultur werden. In lockerer Atmosphäre knüpfe ich bei Barcamps also nicht nur viele interessante Kontakte, es wird konstruktiv diskutiert, zwischendurch auch richtig viel gelacht und zielführende Lösungen erarbeitet. Es fühlt sich an, wie ein modernes Klassentreffen, nicht nach Arbeit. Es entstehen oft Freundschaften, die meistens dann auf Twitter intensiviert werden.

Mittlerweile gibt es eine enorme Vielfalt an Barcamps zu allen möglichen Themen an unterschiedlichsten Orten von kurzer Zeitdauer bis hin zu Barcamps mit mehreren Übernachtungen. Längst auch sind Barcamps keineswegs mehr nur dazu da, sich beruflich weiter zu entwickeln und fortzubilden, sondern auch ganz wunderbar geeignet, um seine privaten Interessen und Hobbies zu vertiefen oder auszuweiten.

Barcamps sind bunt und vielfältig

Deshalb ist ein gemeinsames Barcamp mit meinem Freund Stefan auch genau richtig und das passende Geschenk. Die Wahl aber fällt mir schwer, denn es gibt einige verlockende Angebote. In der finalen Entscheidung schwanke ich zwischen einem themenoffenen Almcamp, das tatsächlich auf einer Alm stattfindet, oder einem Grillcamp in Hamburg. Da Stefan seit einiger Zeit eine recht gut ausgestattete Outdoorküche besitzt, wähle ich das Grillcamp. Ich bin gespannt, denn diesen Art des Barcamps ist auch für mich #Neuland.

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Barcamps: Wissen zu verschenken
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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