Behördengänge nach der Geburt – das sind die wichtigsten

Behördengänge nach der Geburt – das sind die wichtigsten
28. Nov 2017

von Suitbert Monz

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Die Zeit um die Geburt eines Kindes herum ist aufregend. Man will sich auf das Kleine vorbereiten und nach der Geburt nur noch für den Nachwuchs da sein. Allerdings müssen in dieser Zeit auch einige Behördengänge erledigt werden.

Einige Anträge lassen sich allerdings bereits vor der Geburt erledigen.

Geburtsurkunde und Krankenversicherung

Am wichtigsten ist es, als erstes die Geburtsurkunde zu beantragen, mit der man weitere Dokumente erlangen kann. Die Frist hierzu beträgt bis zu sieben Tage nach der Geburt. Beantragt wird die Urkunde beim Standesamt, wobei auch der genaue Name des Kindes festgelegt wird.

So schnell wie möglich sollte darüber hinaus auch eine Krankenversicherung für das Kind abgeschlossen werden, um weitere Untersuchungen zu gewährleisten. Für die Krankenversicherung muss die Geburtsurkunde vorgelegt werden. Soll das Kind in die Versicherung des unverheirateten Vaters aufgenommen werden, muss außerdem eine Vaterschaftsanerkennung vorliegen.

Vaterschaftsanerkennung und Sorgerecht

Bei unverheirateten Paaren sollte die Vaterschaft anerkannt werden. Das kann bereits vor der Geburt auf verschiedenen Ämtern geschehen, wie beispielsweise beim Jugendamt oder Standesamt. In beiden Fällen ist die Anerkennung kostenfrei, während sie beim Notar oder Amtsgericht gebührenpflichtig ist. Beide Eltern müssen dem zustimmen und dafür ihre Ausweisdokumente vorlegen.

Ein weiterer Antrag, den unverheiratete Paare stellen sollten, ist der auf ein gemeinsames Sorgerecht. Wird dieses nicht beantragt, hat automatisch die Mutter das alleinige Sorgerecht. Auch dies kann vom Jugendamt oder einem Notar beglaubigt werden.

Finanzamt, Elterngeld und Bürgeramt

Darüber hinaus sollte die Geburt auch beim Finanzamt gemeldet werden, damit das Kind auf die Lohnsteuerkarte eingetragen werden kann und so die Eltern vom Kinderfreibetrag profitieren. Dies erfolgt ebenfalls mit der Geburtsurkunde.

Das Elterngeld kann erst nach der Geburt bei der Elterngeldstelle beantragt werden. Hier besteht eine Frist von drei Monaten, innerhalb der das Elterngeld auch rückwirkend gezahlt wird.

Gegebenenfalls sollten Eltern sich zusätzlich an das Bürgeramt wenden, um sicherzustellen, dass das Standesamt das Kind dort gemeldet hat. Dort kann auch ein Kinderreisepass beantragt werden.

Wer sein Kind betreuen lassen möchte, sollte sich frühzeitig – am besten noch vor der Geburt – um einen Betreuungsplatz kümmern, da es lange Wartezeiten geben kann.

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Behördengänge nach der Geburt – das sind die wichtigsten
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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