Analoge und digitale Zahlungsmittel – das Aus des Bargelds?

Analoge und digitale Zahlungsmittel – das Aus des Bargelds?
25. Jan 2018

von Suitbert Monz

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Bargeld, Kreditkarte, Lastschrift, Bitcoin – das ist nur eine Auswahl der möglichen Zahlungsmittel heute und in der Zukunft. Doch wie sieht die Verteilung in Deutschland aus und welche Zahlungsmittel werden sich durchsetzen?

Fest steht, dass sich in Deutschland ein Wandel vollzieht – allerdings ein sehr langsamer.

Bargeld Nummer Eins der Zahlungsarten

Derzeit ist das Bargeld noch das beliebteste Zahlungsmittel in Deutschland. Mit 52,4 % liegt es vor der EC-Karte (23,2 %) und der EC-Lastschrift (14,2 %). Die beispielsweise in den USA so beliebte Kreditkarte liegt in Deutschland hingegen abgeschlagen auf dem 4. Platz mit 5,7 %. Welches Zahlungsmittel eingesetzt wird, hängt aber auch vom Geschlecht ab. So zahlen Frauen lieber mit Bargeld als Männer, diese wiederum bevorzugen Überweisung oder Kreditkarte. Nur die EC-Karte ist bei beiden mit 29,6 % bzw. 29, 1 % gleich beliebt.

Langfristig sehen Experten aber eine Abnahme des Bargelds, obwohl derzeit mehr Banknoten zirkulieren als je zuvor. Ursächlich sind vor allem elektronische Zahlungsmöglichkeiten unter anderem durch das Smartphone, allerdings nimmt bereits seit 1995 die Bedeutung des Bargelds langsam aber stetig ab. Prognosen zufolge wird es allerdings seinen Platz im Spektrum der Zahlungsmittel behalten und sich in der Mitte einpendeln.

Bitcoin – Kryptowährung mit Zukunft?

Theoretisch eine weitere Zahlungsmöglichkeit ist der umstrittene Bitcoin. Obwohl er für viele Spekulanten interessant ist und seine Entwicklung auch von den Banken verfolgt wird, sieht die Finanzbranche keine langfristige Zukunft für den Bitcoin als Zahlungsmittel. Zu unbeständig ist sein Wert, dessen Stabilität niemand garantieren kann. Darüber hinaus ist seine Globalität ein Problem – während er für einige Länder einen hohen Wert besitzt, ist er in anderen zu niedrig.

Viele Experten sehen jedoch eine Zukunft für den Bitcoin, denn er ist nicht wie der Euro abhängig von der Wirtschaftslage anderer Länder. Dadurch, dass die Cyber-Währung so dezentral ist, wird ihr auch von vielen Nutzern Vertrauen entgegen gebracht. Darüber hinaus werden laut Experten in Zukunft auch bisher nachteilige Aspekte des Bitcoins wie hohe Transaktionsgebühren gelöst werden.

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Analoge und digitale Zahlungsmittel – das Aus des Bargelds?
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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Es geht nicht nur darum, dass nach Abschaffung des Bargelds jede finanzielle Transaktion nachvollziehbar ist ( als Normalbürger ohne Schwarzgeld ist mir dies egal), es geht auch darum, dann komplett den Banken ausgeliefert zu sein. Das derzeitige Verhalten der Banken gibt mir bereits jetzt einen Vorgeschmack auf das was dann kommen wird. Daher habe ich mein Zahlungsverhalten umgestellt und zahle wieder mehr mit Bargeld.