Blutspenden ist gesund

Blutspenden ist gesund
29. Nov 2019

von Regina Waldhecker

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Schon die alten Griechen wussten, dass Blutspenden gut für die Gesundheit ist. Das ist zwar nicht der Grund, warum die R+V Versicherung in Wiesbaden ihre Mitarbeiter alljährlich zum Blutspenden aufruft, aber ein angenehmer Nebeneffekt.

Für einen Tag bauen die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am 7. November ihre mobile Blutspende-Station in der Konferenzzone der R+V Versicherung in Wiesbaden auf. 182 Kolleginnen und Kollegen beteiligen sich diesmal an der Blutspende-Aktion, 81,9 Liter des so dringend benötigen Lebenssaftes kommen dabei zusammen.

Zum dritten Mal dabei: Mein Blutspende-Termin bei der R+V

kirsten

Blutspenderin Kirsten

Viel trinken bevor es losgeht – das ist meine Devise an diesem Morgen. Da ich mich schon für 9 Uhr zur Blutspende angemeldet hatte, muss ich mich ranhalten, denn mindestens ein Liter Wasser und Tee sollen es schon sein. Insgesamt habe ich eine Stunde für den Termin eingeplant: 15 Minuten für die eigentliche Spende und 45 Minuten fürs Anmelden, einen medizinischen Check und eine kurze Regenerationsphase zum Schluss.

Fragen über Fragen

Nach der Registrierung heißt es erst einmal, Fragen zu Medikamenten, Reisen, Krankheiten und einigen weiteren Themen zu beantworten. Wer beispielsweise kürzlich Urlaub in einem Malaria-gefährdeten Gebiet gemacht hat, kommt als Spender aktuell nicht in Frage. Gleiches gilt für Menschen mit einem „risikoreichen Sexualleben“. Einen Kollegen von mir, der vor vier Wochen eine kleine Bauch-OP hatte, schicken die Helfer vom DRK ebenfalls wieder weg.

Beim anschließenden medizinischen Check messen die Mediziner vom DRK meine Körpertemperatur, meinen Blutdruck und meinen Hämoglobin-Wert (Hb-Wert). Ist letzterer zu niedrig, fehlt dem Körper wahrscheinlich Eisen, um neue rote Blutkörperchen zu bilden – ein Ausschlusskriterium für die Blutspende.

Meine Werte sind in Ordnung und ich mache es mir auf einer der 20 Liegen in den R+V-Konferenzräumen gemütlich. Die Blutspende selbst erfolgt im Liegen. Der kleine Pieks in meine Vene im Ellenbogen tut kaum weh. Die Kanüle ist mit einem Plastikbeutel verbunden, der sich auf einer kleinen Wippe befindet, denn das Blut muss ständig bewegt werden, damit sich keine Klumpen bilden.

Nach rund 15 Minuten bin ich um rund 500 ml Blut leichter, darf mich noch kurz ausruhen und stärken – Kekse, Säfte und ein paar andere Kleinigkeiten stehen hierfür bereit. Dann geht es zurück an die Arbeit mit dem Hinweis, den restlichen Tag ruhig angehen zu lassen, viel zu trinken (natürlich keinen Alkohol) und sportliche Aktivitäten zu vermeiden.

Wie oft darf ich Blut spenden?

ausnahme vom BlutspendenInnerhalb von 12 Monaten dürfen Frauen viermal und Männer sechsmal Blut spenden. Zwischen den einzelnen Blutspenden muss außerdem ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen, damit der Körper die gespendeten Blutzellen nachbilden kann.

„Blutspenden ist wie ein Ölwechsel für das Auto“

„Blutspenden ist gut für die Gesundheit, weil der Körper etwas Altes hergeben und etwas Neues produzieren muss – das ist wie ein Ölwechsel fürs Auto“, erklärt eine der Krankenschwestern vom DRK. Ein weiterer Vorteil: Da das gespendete Blut auf verschiedene medizinische Parameter untersucht wird, ist die Blutspende gleichzeitig ein kostenloser medizinischer Check. Wenn es einen Befund gibt, der auf eine mögliche Erkrankung hinweist, dann teilt das DRK mir das mit. So werden Krankheiten frühzeitig erkannt und können rechtzeitig behandelt werden.

Werden Sie Blutspender!

In Deutschland werden täglich etwa 14.000 Blutspenden benötigt. Doch nur zwei bis drei Prozent der Bevölkerung spenden regelmäßig. Insbesondere in den Sommer- und Ferienmonaten kommt es deshalb immer wieder zu Engpässen in der Blutversorgung (Quelle: Deutsches Ärzteblatt).

Auf den Seiten des Deutschen Roten Kreuzes können Sie sich über die nächsten Blutspende-Termine in Ihrer Nähe informieren. Oder Sie machen es wie wir bei der R+V: Sprechen Sie doch Ihren Arbeitgeber darauf an, ob er einmal im Jahr eine Blutspende-Aktion im Unternehmen durchführen möchte.

Gastautorin: Kirsten Waldheim, Online-Redakteurin bei der R+V Versicherung

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Regina Waldhecker

Mitarbeiterin Personalmarketing der R+V und Spezialistin für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Bloggt zu Themen rund um Gesundheit, das Arbeitsleben und die Karrieremöglichkeiten im Außendienst bei R+V.

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