Bonusheft für den Zahnarzt – Besuche zahlen sich aus

Bonusheft für den Zahnarzt – Besuche zahlen sich aus
17. Mai 2017

von Suitbert Monz

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„Haben Sie denn Ihr Bonusheft dabei?“ fragte mich kürzlich die Arzthelferin beim Zahnarztbesuch. Stimmt, da war ja etwas. Irgendwo zu Hause muss das Heft doch liegen, in dem ich regelmäßig Stempel der Praxis bei meinen Vorsorgeuntersuchungen gesammelt habe. 

Vielen Patienten geht es wie mir und sie denken beim Zahnarzt-Termin oft nicht an das Heft. Die Versichertenkarte hingegen haben die meisten im Portemonnaie.

Dabei ist ein Bonusheft beim Zahnarzt bares Geld wert – und motiviert daher den Patienten, regelmäßig zur Kontrolluntersuchung zu gehen. Wie es funktioniert und was es zu beachten gilt, ist in diesem Beitrag zusammengestellt.

Zuschuss zum Zahnersatz

Grundsätzlich erhalten gesetzlich Krankenversicherte von ihrer Krankenkasse Festzuschüsse zum Zahnersatz. Dieser Festzuschuss deckt in der Regel rund 50 Prozent der Kosten für eine medizinisch notwendige Regelversorgung. Die Höhe des Festzuschusses ist unabhängig von der gewählten Versorgungsart. Über den Festzuschuss hinausgehende Kosten müssen gesetzlich Versicherte selbst tragen (Eigenanteil). Der Eigenanteil ist bei gleich- oder andersartiger Versorgung zum Teil deutlich höher als bei der Regelversorgung.

Bonusheft gilt für alle gesetzlich Versicherten

Kinder vom 6. bis 18. Lebensjahr sowie Erwachsene sollten das Bonusheft führen. Pro Kontrolluntersuchung gibt es nämlich für Erwachsene einen Stempel bzw. für Kinder zwei Stempel im Jahr. Das gilt auch für Patienten mit Vollprothesen, die keine eigenen Zähne mehr besitzen.

Wer eine lückenlose Untersuchung über fünf Jahre anhand der Stempel seines Bonusheftes nachweisen kann, erhält auf spätere Zahnersatzmaßnahmen eine Erhöhung des Festzuschusses um 20 Prozent. Bei zehn Jahren lückenloser Stempel sind es 30 Prozent.

Was tun, wenn das Bonusheft fehlt?

Wer kein Bonusheft besitzt oder wer dieses schon seit einigen Jahren nicht mehr findet, kann trotzdem vom Bonus profitieren. In diesen Fällen sollte man sich ein (neues) Bonusheft besorgen, das es gratis beim Zahnarzt gibt. Dieser kann die Untersuchungen, die bei ihm in der Praxis durchgeführt wurden, auf Grundlage der Patientenkartei nachtragen. Wenn man während dieser Zeit bei unterschiedlichen Zahnärzten war, kann das Nachtragen sehr mühsam werden. Daher ist es sinnvoll, das Heft an einem zugänglichen Ort aufzubewahren.

Bei einem Zahnarztwechsel kann man das Heft dann einfach weiterführen. Man sollte es niemals wegschmeißen, auch nicht, wenn es voll ist. Darüber hinaus sollte man darauf achten, dass man es von der Krankenkasse immer wieder zurückerhält, wenn man es als Nachweis dort eingeschickt hat.

Ich habe mein Bonusheft übrigens doch noch gefunden, es lag im Schreibtisch bei meinen Versicherungsunterlagen.

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Bonusheft für den Zahnarzt – Besuche zahlen sich aus
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, Bereich Vertrieb Onlinemarketing; bloggt über Online-Marketingmaßnahmen und soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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Patrick Schöneborn

14:27 29.06.2017

Ihr Artikel ist gut geschrieben. Die wichtigsten Infos und Vorteile sind dabei. Zumindest scheint das so für mich als Laie.

Mir sind diese Bonushefte schonmal aufgefallen und ich habe gehört, dass man Vorteile erhält, wenn man ein solches führt.

Leider verstehe ich nicht, weshalb die Zahnärzte, so meine Erfahrung, Ihre Patienten nicht von selbst darauf ansprechen. Bei mir ist dies zumindest noch nicht geschehen.

    Bonusheft für den Zahnarzt – Besuche zahlen sich aus Suitbert Monz

    13:47 30.06.2017

    Hallo Herr Schöneborn, da haben Sie recht, Danke für die Ergänzung!
    Tatsächlich wird das von den Zahnärzten ganz unterschiedlich gehandhabt.
    Viele Grüße, Suitbert Monz