Ceres Award: Landwirt des Jahres 2017

Ceres Award: Landwirt des Jahres 2017
30. Okt 2017

von Dr. Markus Berneiser

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In der „Nacht der Landwirtschaft“ wurden die besten Landwirte Deutschlands geehrt. Tobias Roeren-Wiemers hat den Award für den besten Energielandwirt gewonnen. Zum Landwirt des Jahres 2017 wurde der Sieger der Kategorie Ackerbau, Georg Mayerhofer, gekürt.

Am 11. Oktober fand im Rahmen der „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin die Verleihung des CeresAward 2017, des bedeutendsten Preises für Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum, statt. Mehr als 350 Gäste aus Praxis, Politik, Industrie, Handel und Verbänden hatten sich in Berlin eingefunden, um die Sieger zu feiern.

Der diesjährige Wettbewerb, wiederum unter der Schirmherrschaft von Bauernpräsident Joachim Rukwied, wurde in elf Einzelkategorien ausgelobt, welche die Vielfalt moderner Landwirtschaft repräsentieren. In seinem Grußwort sprach Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt den Gästen aus dem Herzen: „Landwirtschaft ist vor allem eins – harte Arbeit“, doch ebenso auch ein „schöner Beruf“, bei dem Selbstständigkeit, Familienfreundlichkeit sowie Verantwortung für Natur und Tiere zusammenkommen.

R+V ist Partner in der Kategorie „Energielandwirt des Jahres 2017“

Ceres Award PreisverleihungAus der Vielzahl der Bewerbungen haben wir in jeder Kategorie drei Finalisten ausgewählt, die ich mit einer Fachjury vor Ort besucht habe. Die Festlegung auf einen Gewinner war auch in diesem Jahr nicht einfach, denn alle Energielandwirte zeichnen sich durch Innovationskraft, Pioniergeist, Unternehmertum, Mut und ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt aus.

Den Award „Energielandwirt des Jahres 2017“ erhielt Tobias Roeren-Wiemers aus Lichtenau in Nordrhein-Westfalen. Schon während des Studiums der Agrarwissenschaften suchte er nach Entwicklungsmöglichkeiten für seinen Betrieb. Dabei erkannte er das Potential seiner windreichen Heimat.

Gemeinsam mit sechs weiteren Landwirten gründete er eine Planungsgesellschaft für Windkraftanlagen. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Der Bürgerwindpark Lichtenau betreibt heute elf Windenergieanlagen mit einem Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro. Die Möglichkeit der finanziellen Beteiligung am Windpark erhöhte die Akzeptanz in der Bevölkerung und führt gleichermaßen dazu, dass die erwartete Wertschöpfung in der Region bleibt. Flankierend wurde eine Bürger- und Energiestiftung gegründet. Sie erhält aus dem Bürgerwindpark jährlich einen sechsstelligen Betrag, mit dem ehrenamtliche, kulturelle und soziale Projekte in der Gemeinde gefördert werden. Somit kommt der Windpark auch denjenigen Bürgern zu Gute, die sich finanziell nicht beteiligt haben.

Urteil der Jury

„Unser Gewinner in der Kategorie Energie redet nicht über erneuerbare Energie, er produziert sie. Akzeptanz ist ihm wichtig! Deshalb hat er sein Projekt auf eine breite Basis gestellt und lässt die Bürger teilhaben. Zusammen mit Partnern stellte er einen Bürgerwindpark auf die Beine, der sich sehen lassen kann. Mehr als 300 Bürger haben sich an dem regionalen Leuchtturmprojekt beteiligt“, urteilte die Fachjury des CeresAward über den Sieger in der Kategorie Energielandwirt.

Wir gratulieren dem würdigen Preisträger herzlich und überreichten ihm durch Dr. Matthias Baum, zukünftiger Leiter Kompetenzcenter Agrar, den Award sowie den Siegerscheck.

Fotoverweis Sponsorenwand: agrarheute / Dagmar Deutsch

Fotoverweis Preisverleihung: Markus Nass für agrarheute

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Ceres Award: Landwirt des Jahres 2017
Dr. Markus Berneiser

R+V-AgrarKompetenzZentrum, Abteilung Agrarmarkt und Erneuerbare Energien; bloggt über Themen rund um die Landwirtschaft

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