Das Bewerbungsgespräch – Tipps aus der Praxis

Das Bewerbungsgespräch – Tipps aus der Praxis
29. Okt 2012

von Katharina Zehner

2

Wollen Sie die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmen oder sind Sie schon länger unzufrieden in Ihrem derzeitigen Job? Sie haben sich daher entschlossen sich um eine neue Tätigkeit zu bewerben. Miriam Stein, Human Ressource (HR)-Beraterin bei der R+V Versicherung erläutert Ihnen, was Sie dabei beachten sollten.

Ihre Bewerbungsmappe haben Sie sorgfältig zusammengestellt, Ihre Freunde und Bekannten haben Korrektur gelesen, einige Tipps haben Sie sich aus dem Internet geholt und dann hat es tatsächlich geklappt: Sie werden zum Gespräch eingeladen.

Wenn Sie vor dieser Situation stehen und schon lange im derzeitigen Unternehmen arbeiten, fehlt Ihnen meist die Routine, um sich in einem solchen Gespräch wirklich sicher zu fühlen.

Oder Sie suchen dringend nach einer neuen Herausforderung, stehen vor der Auflösung Ihres jetzigen Arbeitsvertrages, haben vielleicht schon viele erfolglose Gespräche hinter sich und fragen sich jetzt, was sie beim nächsten Gespräch besser machen könnten.

Einige Tipps aus der Praxis können Bewerbern helfen, sich auf das Gespräch vorzubereiten:

  •  Stellenprofil

Versuchen Sie möglichst viel über die neue Stelle heraus zu finden: Lesen Sie das Stellenprofil aufmerksam, streichen Sie sich Aufgaben an, die Sie besonders ansprechen. Welche Kompetenzen wird sich der neue Arbeitgeber für den neuen Stelleninhaber wünschen? In welcher praktischen Situation konnten Sie diese Kompetenzen bereits unter Beweis stellen?

  • Werte und Überzeugungen

Seien Sie sich darüber im Klaren, wofür Sie stehen: Ihnen kommt diese Frage komisch vor? Ist doch klar wofür Sie stehen? Visualisieren Sie Ihre Gedanken. Was sind die Werte, die Sie vertreten? Welche Überzeugungen haben Sie und in welchen Situationen haben Ihnen diese Überzeugungen und Werte weiter geholfen? Auf diese Weise können Sie während des Gesprächs feststellen, ob Ihre Werte mit denen des Unternehmens zusammen passen.

  •  Erwartungen

Was hat ihren an Ihren bisherigen Tätigkeiten gut gefallen, und worauf wollen Sie auch in einem neuen Job nicht verzichten? Was macht Sie als Arbeitnehmer zufrieden? Das können verschiedenste Dinge sein:

  • stabile Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzten,
  • eine vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre,
  • ein kleines Team, das familiär zusammen arbeitet,
  • ein großes Team, das sich gegenseitig im Urlaub vertritt,
  • ein Chef, der sich eng mit Ihnen abstimmt,
  • ein Vorgesetzter, der Ihnen die Freiheit gibt, die Dinge so anzupacken, wie Sie das möchten.

Dies sind nur einige Punkte, über die Sie sich im Klaren sein sollten. Während des Gespräches können Sie auf diese Punkte eingehen bzw. klären ob ihre Erwartungen erfüllt werden können.

  • Brüche im Lebenslauf

Sollten Sie auf Brüche im Lebenslauf angesprochen werden, versuchen Sie diese möglichst nicht zu entschuldigen. Sie sind nicht der Einzige, der sich nach drei Semestern entschieden hat, das Studium abzubrechen und etwas Neues anzufangen. Auch Phasen der Arbeitslosigkeit sind weder tragisch noch selten. Sie können diese Brüche erwähnen, sollten aber anfügen, wie Sie diese Situation genutzt haben, was Sie gelernt haben und wie Sie das Beste daraus gemacht haben.

  • Ihre Fragen

Im Laufe des Gesprächs werden Sie Gelegenheit haben, Ihre Fragen zu stellen. Ihre ersten Fragen sollten immer der zu besetzenden Stelle gelten. Lassen Sie sich die Struktur an Hand eines Organigramms erklären, fragen Sie nach genauen Aufgaben und Herausforderungen. Erst wenn Sie ein gutes Bild von Ihrer neuen Stelle haben, gehen Sie auf die Arbeitsbedingungen oder das Gehalt ein.

Eine solche Vorbereitung hat natürlich noch andere Vorteile. Sie kommen schneller auf den Punkt, wirken selbstsicherer und idealerweise gehen Sie weniger nervös in Ihr nächstes Gespräch. Dabei viel Erfolg!

Weitere Informationen zum Thema Bewerbungsgespräch erhalten Sie in unserem R+V Ratgeber Beruf und Karriere. Wenn Sie auf der Suche nach einer neuen Tätigkeit sind, finden Sie in unserer  R+V Jobbörse die aktuellen Stellenangebote.

[Gastbeitrag von Miriam Stein, HR-Beraterin bei der R+V Versicherung]

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Das Bewerbungsgespräch – Tipps aus der Praxis
Katharina Zehner

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Personal- und Karrierethemen im Allgemeinen sowie Berufsbilder und Hinter den Kulissen Eindrücke bei der R+V.

Alle Artikel des Autors
Kommentare

Patrick / http://www.bewerbungsgespraech-tipps.de

02:11 10.07.2013

Wie kann man am besten längere Auslandsaufenthalte im Lebenslauf aufführen?

Das Bewerbungsgespräch – Tipps aus der Praxis Katharina Zehner

09:26 10.07.2013

Es ist heute nicht mehr ungewöhnlich, dass berufliche Lebensläufe Auszeiten enthalten, sei es durch Sabbaticals oder Elternzeiten. Ein längerer Auslandsaufenthalt im Anschluss an Schule oder Studium lässt sich leicht begründen, aber auch privat motivierte Sabbaticals lassen sich als solche im Lebenslauf darstellen.
Man sollte aber darauf gefasst sein, im Gespräch auf die Auszeit angesprochen zu werden. Gut, wenn man dann parat hat, was einem der Auslandsaufenthalt an Erfahrung gebracht hat, die sich auch im berufichen Alltag anwenden lässt.