Klassiker im Bewerbungsgespräch: Die Stärken-Schwächen-Frage

Klassiker im Bewerbungsgespräch: Die Stärken-Schwächen-Frage
6. Okt 2014

von Sina Eichmann

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Die Frage ist der Klassiker im Vorstellungsgespräch: „Und was sind Ihre Stärken, was Ihre Schwächen?“ Darauf sollte jeder vorbereitet sein. Am besten durch Selbsterkenntnis. Dann klappt es auch mit der Selbstpräsentation. Passende Antworten zu Stärken sind eher leicht, die zu Schwächen jedoch schwieriger zu finden.

Endlich ist sie da: Die Einladung zum Bewerbungssgespräch. Die erste Hürde ist geschafft. Die nächste ist deutlich höher: In der folgenden Runde muss man von sich überzeugen. Und das gleich doppelt: Fachlich und persönlich.

„Zu etwa 70 Prozent zählt die Persönlichkeit und nur zu zehn Prozent fachliche Kompetenz. Bleiben noch 20 Prozent für die Leistungsmotivation“, sagt Jürgen Hesse, Mitinhaber des Büros für Berufsstrategie in Berlin. Irgendwann während des Gespräch kommen dann die Klassiker: „Was sind Ihre Stärken, was Ihre Schwächen?“ Antworten darauf sollen Personalern helfen, etwas über die Persönlichkeit des Bewerbers herauszufinden.

Gut, wenn man auf diese Fragen vorbereitet ist

Jürgen Hesse rät: „Vor der Selbstpräsentation steht die Selbsterkenntnis.“ Nur derjenige, der weiß, wer er ist, kann das auch anderen glaubhaft vermitteln. Aber Selbst- und Fremdwahrnehmung sind oft so weit voneinander entfernt, dass man meinen könnte, es würden unterschiedliche Personen beurteilt.

Wer sich selbst für einen freundlichen und fröhlichen Menschen hält, wirkt vielleicht gar nicht so auf andere. Freundlich und fröhlich definiert jeder individuell.

Bei der Analyse der eigenen Person sollte zwischen Hard- und Softskills unterschieden werden. Hardskills sind Fachkenntnisse. Man kann sich fragen: Worin bin ich gut? Was kann ich am besten? Es geht um Wissen und Fähigkeiten. Das Gesagte kann durch Zeugnisse und Zertifikate nachgewiesen werden. Hardskills sind eindeutig, Softskills Einschätzungen.

Am besten, man analysiert sich selbst

Dabei hilft, seine eigenen Stärken und Schwächen aufzuschreiben. Und sich auch von einem guten Freund einschätzen zu lassen.

Ganz wichtig ist, dass Bewerber bei der Stärken-Schwächen-Frage immer sie selbst bleiben. Authentisch.

Einfacher sind Antworten auf die Frage nach den Stärken. Schon allein deswegen, weil das ein positiv besetztes Wort ist. Schwächen sind negativ. Da muss man genauer überlegen, was man sagt.

Man sollte keine Antwort schuldig bleiben

Personalern geht es weniger um den Inhalt der Antwort, sondern vielmehr um den Tonfall.

Im Tonfall erkennt die Gegenseite, ob man in kritischen Situationen unangemessen oder charmant und gelassen reagiert. Und das wiederum ist nonverbale Kommunikation – Körpersprache. Und der Körper sagt mehr als 1000 Worte.

Welche Erfahrungen konnten Sie bereits mit der klassischen Stärken-Schwächen-Frage im Bewerbungsgespräch sammeln?

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Klassiker im Bewerbungsgespräch: Die Stärken-Schwächen-Frage
Sina Eichmann

Mitarbeiterin im Personalmarketing der R+V. Bloggt aus dem Personalbereich über Themen rund um Karriere und die R+V als Arbeitgeber.

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