Design Thinking: Weihnachtsmarkt 2.0

Design Thinking: Weihnachtsmarkt 2.0
27. Feb 2020

von Caroline Dorn

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Wie sieht das perfekte Weihnachtsmarkt-Erlebnis aus? Die 14 Trainees der R+V wollen es kreieren – als Testlauf für Design Thinking. Dabei herausgekommen sind so einige, teils skurrile Ideen.

Befragung von Passanten: Wie war der letzte Besuch des Weihnachtsmarktes?

Befragung von Passanten: Wie war der letzte Besuch des Weihnachtsmarktes?

Es ist der 17. Dezember, 9 Uhr morgens, Moritzstraße in Wiesbaden. Christian Knirsch begrüßt die 14 Trainees im Innovation Lab der R+V Versicherung. Heutiges Tagesprogramm: Design Thinking. Die 1991 entwickelte Methode stellt den Kunden in den Mittelpunkt aller Überlegungen zur Weiterentwicklung von Software, Hardware oder Produkten.

Damit die Trainees die Methode an praxisnahen Beispielen lernen, lautet der Auftrag: „Design the ideal Christmas Market experience“. Da es sich um Design Thinking handelt, muss auch die gestellte Aufgabe immer mit dem englischen Wort ‚Design‘ beginnen. In einem ersten Schritt müssen die Nachwuchskräfte dazu auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt Personen befragen: „Wie hat ihr letzter Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ausgesehen? Was mochten sie, was nicht? Haben Sie Wünsche für zukünftige Besuche?“ Durch diese Befragung sollen die Wünsche und die Schmerzpunkte potentieller Kunden herausgefunden werden.

Clustern der verschiedenen Aussagen: Was ist wichtig für die Persona?

Clustern der verschiedenen Aussagen: Was ist wichtig für die Persona?

In Vierergruppen ziehen die Trainees los. Sie befragen Rentner, Eltern mit Kindern und Berufstätige – so sollen möglichst viele Menschen in jeder Lebenslage abgefragt werden. Da alle unterschiedliche Bedürfnisse haben, sind auch die Ergebnisse am Ende sehr individuell. Wo sich ein Rentner vor allem genügend Sitzmöglichkeiten wünscht, wollen Eltern genug Beschäftigung für ihre Kinder. Auch spezielle Wünsche wie Rindenmulch gegen die Kälte oder reichlich Glühwein und Bratwurst halten die Teams fest.

Die ‚Persona‘ Marlena

Persona Marlena und ihre Wünsche in der Umsetzung.

Persona Marlena und ihre Wünsche in der Umsetzung.

Am Ende führen die Trainees die Aussagen zusammen: Gab es Wünsche, die sich wiederholt haben? War einer Person die Lichterkette um den Weihnachtsbaum besonders wichtig, alle anderen wollten aber lieber ein breites Angebot an Ständen? Das gilt es herauszufinden und eine fiktive ‚Persona‘ zu kreieren, die die Bedürfnisse und Schmerzpunkte möglichst aller befragten Personen vereint. Für diese Person wird am Ende das Produkt designt.

So entsteht Marlena, 35 Jahre alt, mit zwei Kindern. Sie möchte vor allem ein schönes Familienerlebnis haben und wünscht sich mehr Platz sowie gute Kinderunterhaltung. Für sie entwirft das Team einen Weihnachtsmarkt mit umfangreichem Kinderprogramm und einem speziellen Familiennachmittag mit Rabatten und einem Weihnachtsmann.

Am Ende des Tages sind die Trainees überzeugt vom Design Thinking. „Durch die direkte Befragung weiß man gleich, was der Kunde will und kann danach das Produkt designen“, sagt Janine Girke, Trainee Business Analyst Personenversicherung. Vielleicht nimmt der ein oder andere Trainee die Methode mit in seinen Arbeitsbereich. Das wäre zumindest der Wunsch von Christian Knirsch, denn er ist überzeugt davon, dass die Methode vielseitig angewendet werden kann.

Informationen zum Traineeprogramm und die aktuellen Stellen finden Sie auf der Trainee-Landingpage sowie auf der Traineekarriereseite.

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Design Thinking: Weihnachtsmarkt 2.0
Caroline Dorn

Caroline Dorn, Volontärin in der Konzern-Kommunikation, bloggt über Geschichten aus dem Unternehmen und das soziale Engagement der R+V.

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