Die Kunst der Körpersprache

Die Kunst der Körpersprache
16. Jul 2018

von Anna Lena Schwartz

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Wir kommunizieren ständig über unseren Körper. Manche unbewusst – besser ist es aber, wenn wir Körpersprache bewusst einsetzen. Sie hilft dabei, unsere Ziele zu erreichen. Zum Üben braucht man nur einen Spiegel.

„Man kann nicht nicht kommunizieren“, sagte der österreichische Psychotherapeut und Philosoph Paul Watzlawick. Die Botschaft des Kommunikationswissenschaftlers klingt zunächst unlogisch. Doch jeder sendet durch sein Verhalten stille Botschaften an seine Umgebung. Der Kollege etwa, der mit hängendem Kopf aus dem Mitarbeitergespräch kommt: Es braucht keine Worte, um zu wissen, wie es lief.

Gestik signalisiert Gunst oder Ungunst

„Jede Nachricht hat eine Inhalts- und auch eine Beziehungsseite, wobei die emotionale die inhaltliche dominiert.“ Auch das ist ein Satz von Watzlawick, der mit seiner wissenschaftlichen Arbeit gezeigt hat, wie eng unsere sprachliche Kommunikation mit Beziehungen und Emotionen verbunden ist. Wann immer wir mit anderen kommunizieren übermitteln wir Informationen, gleichzeitig drücken wir auch aus, wie Sender und Empfänger zueinander stehen. Entscheidend ist, wie die Informationen übermittelt werden. Mit rollenden Augen oder kurz angebunden. Dann werden die Inhalte nebensächlich, denn offensichtlich ist das Verhältnis gestört. Gestik und Mimik sind äußerer Ausdruck der inneren Einstellung zum Gegenüber.

Sympathische Sender erreichen mehr

Der Empfänger nimmt die Botschaften mit seiner Brille wahr. Er filtert sie, ordnet die Nachricht entsprechend seines Blickes ein. Ist der Sender sympathisch, werden die Inhalte offener wahrgenommen als bei einem unsympathischen Sender, selbst wenn dieser fachlich ebenso kompetent ist. In der Kommunikation werden immer auch Emotionen transportiert. Eine rein informative Kommunikation gibt es nicht. Jede Äußerung enthält eine Beziehungsaussage.

Nonverbale unterstützt verbale Kommunikation

Ein Großteil der Kommunikation zwischen Menschen läuft wortlos ab. Deshalb ist es gut, wenn wir nonverbale Signale richtig deuten und einsetzen können. In Meetings, bei Verhandlungen und in Konfliktsituationen. Körpersprache hilft dabei, unsere verbalen Botschaften zu verstärken und besser zu transportieren. Einige Tipps, wie nonverbale Kommunikation funktioniert.

  1. Der Ton macht die Musik. Eine klare und sichere Stimme unterstützt die Bedeutung verbaler Aussagen. Überzeugend wird ein Auftritt dann, wenn deutlich und flüssig gesprochen wird, Pausen klug eingesetzt sind und wichtige Passagen besonders betont werden. Die Körperhaltung sollte gerade und entspannt sein.
  2. Mimik ist die Körpersprache des Gesichts. Unsere Gesichtsmuskeln können spontan kontrahieren, lassen sich aber auch kontrolliert einsetzen. Ein offener Gesichtsausdruck einschließlich Blickkontakt signalisiert Dialogbereitschaft und Wertschätzung für den anderen. Das sind ideale Voraussetzungen für ein gutes Gespräch.
  3. Körperliche Gesten unterstützen Aussagen. Jeder kennt den Satz: „Der redet mit Händen und Füßen.“ Dahinter muss keine Absicht stecken, denn wir begleiten unsere Worte ganz intuitiv mit Bewegungen unserer Arme und Hände. Das lässt sich auch gezielt einsetzen. Offene Handflächen wirken als Gesten einladend, erhobene Zeigefinger oder geballte Fäuste aggressiv.

 

 

 

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Autor
Die Kunst der Körpersprache
Anna Lena Schwartz

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Karrierethemen und gibt Einblicke hinter die Kulissen der R+V als Arbeitgeber.

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