Digitalisierung als Karriereperspektive für IT-Mitarbeiter

Digitalisierung als Karriereperspektive für IT-Mitarbeiter
8. Jun 2017

von Katharina Zehner

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Wie müssen Arbeitsbedingungen künftig aussehen? Welchen Anforderungen müssen Mitarbeiter gewachsen sein und wie müssen Chefs ticken, damit sie beim Kampf um die besten Köpfe punkten?

Was bedeutet Digitalisierung für Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche? Welche Mitarbeiter suchen Unternehmen, welche neuen Berufsfelder entstehen und wie wollen diese Bewerber angesprochen werden?

Mit Roland Vorberg, Abteilungsdirektor IT-Projektmanagement, und Uwe Granitza, Leiter Ressourcenmanagement, sprachen wir über die Entwicklung im IT-Ressort der R+V Versicherung sowie über Karriereperspektiven für Absolventen und Professionals :

Welche strategischen Entscheidungen sind gefällt oder stehen an (insbesondere in Bezug auf die Digitalisierung der Branche)?

Roland Vorberg: Jedes Produkt, jeder Service, jeder Prozess und jedes Gerät wird früher oder später digital sein. Die Digitalisierung verschiebt den Kern des Versicherungsgeschäfts. Der Kundenwunsch nach digitaler Vernetzung und höherer Transparenz ist hier der Auslöser. R+V wird mit der Digitalisierung deutlich verstärkter den Kunden und die Kundenprozesse in den Fokus ihres Wirkens rücken.

Der Kunde soll die Freiheit haben, jederzeit seinen bevorzugten Weg für die Kommunikation mit der R+V wählen zu können. Dafür erarbeiten wir Lösungen, die unsere Angebote und Services in die digitale Welt integrieren.

Was bedeutet das speziell für unser IT-Ressort?

Roland Vorberg: Im IT-Ressort flexibilisieren wir die IT- Anwendungslandschaft. Wir nutzen neue Formate, die uns zu mehr Geschwindigkeit verhelfen, wie POCathons und Hackathons, und bauen für unsere Kunden Kommunikationsmittel und -wege neu auf.

Da bei uns weiterhin neben den Portalen, APPs und Web-Services auch die Versicherungsbestandsverwaltung gewährleistet werden muss, existieren mindestens zwei Entwicklungsgeschwindigkeiten bei uns im Haus, um auf schnellem Wege neue Lösungen erstellen zu können. Ohne IT und unsere Innovationen wären die anstehenden Veränderungen nicht möglich. Das IT-Ressort muss zahlreiche Herausforderungen bewältigen und trägt gemeinsam mit den Fachbereichen eine große Verantwortung für das Gelingen der digitalen Transformation.

Und was bedeutet dies für Ihren Nachwuchs? Welche Aufgabenfelder entstehen, welche IT-Fach- und Führungskräfte benötigen Sie künftig?

Uwe Granitza: Die Zyklen der Veränderung werden immer kürzer, sie entwickeln sich exponentiell. Daraus ergeben sich neue Aufgabenfelder und Anforderungen für Nachwuchs, Mitarbeiter und Führungskräfte.

Wir benötigen kreative, mutige und zuverlässige Mitarbeiter. Experimentierfreude sowie ein hohes Maß an Flexibilität und Eigenständigkeit sind weitere wichtige Assets. Im Team ist die Mischung von Erfahrung und Nachwuchs wichtiger denn je.

Roland Vorberg: Im Kontext der Digitalisierung spielen neue Technologien eine entscheidende Rolle. Themen wie bspw. „Big Data“, „Internet of things“, „SOA“, „CICS-WebServices“, „Container-Technologien“ müssen bewertet, bei der Implementierung berücksichtigt und die Zusammenhänge zu vorhandenen Punkten berücksichtigt werden.

Der Aufwand für Architektur und die Komplexität von Architekturen wird dadurch größer. Wir brauchen Experten, die diese extrem komplexen Systeme bauen und beherrschen können.

Darüber hinaus ist die Führungskraft für das Etablieren und Fördern von zukunftsorientiertem Knowhow durch die Schaffung von Rahmen für gezielte Forschung und Entwicklung verantwortlich. Die Führungskraft fungiert dabei als Coach für seine Mitarbeiter.

Welche Fachrichtungen von den Hochschulen suchen Sie vornehmlich?

Uwe Granitza: Das sind im Wesentlichen folgende:

  • Allgemeine Informatiker
  • Wirtschaftsinformatiker
  • Technische Studiengänge mit Schwerpunkt Informatik

Welche Einstiegsmöglichkeiten gibt es?

  •  Berufsbegleitendes Studium
  • Traineeprogramm
  • Direkteinstieg nach dem Studium
  • Einstieg für (Young-)Professionals

Vor welchen unternehmerischen Herausforderungen steht die R+V vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in der Bankenbranche?

Uwe Granitza: Schon heute stehen einem persönlichen Filialbesuch des Kunden 500 andere Bank-Kontaktpunkte (z.B. Geldautomat, Homebanking, Webseiten-Aufrufe, etc) gegenüber. Für uns als R+V bedeutet dies, dass wir unsere Produkte und Services über einfache, selbsterklärende Anwendungen in die Bankenwelt der Volksbanken Raiffeisenbanken integrieren werden und dennoch dem Kunden die Beratung über digitale Kanäle (z.B. Chat, Video-Konferenzing, etc.) anzubieten.

In der genossenschaftlichen FinanzGruppe sind die Banken unser Hauptvertriebsweg. Aktuell beschäftigen wir uns damit, die Geschäftsprozesse inklusive aller Daten über alle Kanäle für Kunden und Geschäftspartner zugänglich zu machen.

Vielen Dank für diese spannenden Einblicke in das IT-Ressort und einen Ausblick auf die zukünftigen Möglichkeiten für Mitarbeiter und Bewerber!

Haben wir Ihr Interesse an einer Tätigkeit bei R+V geweckt? Dann schauen Sie sich gerne auf unserer Karrierewebsite oder unserer Jobsuche um! Wir freuen uns über Ihre Bewerbung!

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Katharina Zehner

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Personal- und Karrierethemen im Allgemeinen sowie Berufsbilder und Hinter den Kulissen Eindrücke bei der R+V.

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