Drohnenführerschein – mehr Sicherheit in der Luft

Drohnenführerschein – mehr Sicherheit in der Luft
18. Okt 2017

von Erik Rauschkolb

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Seit dem 1. Oktober gilt in Deutschland für alle Drohnen ab 2 Kilogramm Gewicht eine Führerscheinpflicht. Zu erwerben ist der Führerschein auf unterschiedliche Weise an bisher 18 Stellen in Deutschland.

Den Drohnenführerschein können Hobbypiloten ab 16 Jahren bekommen, bei einer Einweisung durch einen Luftsportverband ist es auch schon für 14-jährige möglich.

Steigende Zahl von Zwischenfällen

Hintergrund für die Führerscheinpflicht ist die Tatsache, dass die Zahl der Zwischenfälle am Himmel durch Drohnen seit 2015 deutlich gestiegen ist – von 14 im Jahr 2015 auf 64 allein bis zum Monat August 2017. Aber auch im Straßenverkehr ist es schon zu Unfällen aufgrund von Drohnen gekommen. Eine Führerscheinprüfung, die verschiedene Wissensbereiche abdeckt, soll dem entgegenwirken.

Verschiedene Prüfungsvarianten und Nachweise

Die Prüfung selbst kann schriftlich, mündlich oder online abgelegt werden. Es gibt keine Höchstanzahl, wie oft man durchfallen kann – die Prüfung lässt sich beliebig oft wiederholen. Auch muss man sie nicht in einer Sitzung absolvieren, sondern kann sie jederzeit unterbrechen und zu einem anderen Zeitpunkt fortsetzen.

Die Führerscheinprüfung für Drohnen besteht insgesamt aus 27 Lerneinheiten, innerhalb derer Fragen zu Flugmodellen, Versicherung, Wetterlagen und anderen Gebieten abgefragt werden.

Es gibt allerdings einige Ausnahmefälle, bei denen keine zusätzliche Drohnenführerscheinprüfung abgelegt werden muss – das gilt für Drohnenbesitzer, die bereits eine Fluglizenz haben bzw. die eine Einweisung durch einen Luftsportverband nachweisen können.

Kennzeichnungs- und Versicherungspflicht

Neben der Führerscheinpflicht gilt seit dem 1. Oktober auch eine Kennzeichnungspflicht für alle Drohnen über 250 Gramm. Das bedeutet, dass diese mit einer Plakette versehen sein müssen, die den Namen und die Adresse des Eigentümers trägt. So kann dieser in einem Schadenfall schneller ausfindig gemacht werden.

Zwar sind die Drohnen nicht sehr groß, dennoch können sie Schäden anrichten, deren Ausbesserung den Besitzer finanziell stark belasten könnte, beispielsweise, wenn sie Verkehrsunfälle oder Gebäudeschäden verursachen. Eine Drohnenversicherung ist daher Pflicht, sofern sie nicht in der Privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt ist.

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Drohnenführerschein – mehr Sicherheit in der Luft
Erik Rauschkolb

Social Media Community Manager; bloggt über Themen rund um Finanzen und Versicherungen sowie über Neuigkeiten und Aktionen der R+V im Social Media Bereich.

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