Druse und Herpes beim Pferd

Druse und Herpes beim Pferd
9. Jun 2016

von Ulrike Seim

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In den sozialen Netzen liest man es immer wieder: Ställe werden geschlossen und Turniere abgesagt. Es wird davon abgeraten mit dem Pferd in einen anderen Stall zu fahren bzw. Besitzer werden angehalten, sich gründlich vor und nach dem Betreten eines Stalles zu desinfizieren. Druse und Herpes sind meist die Auslöser dafür. In diesem Blogartikel möchten wir über die Krankheiten aufklären.

Druse – was ist das?

Allgemein wird die Druse durch Bakterien verursacht. Die Krankheit äußert sich vor allem als eine eitrige Entzündung der Lymphknoten. Besonders betroffen sind die Lymphnoten im Kopfbereich. Übertragen werden die Bakterien durch den direkten Kontakt bzw. über sogenannte Träger (Pflegepersonal, Gegenstände wie Wasserkübel, Futtertröge, Gebisse, etc.). Der Erreger ist hoch ansteckend. Dennoch ist die Druse weder anzeige- noch meldepflichtig.

Behandlung der Druse

In jedem Fall ist bei einem Verdacht ein Tierarzt zu konsultieren, um den Träger der Erkrankung zu identifizieren. Dies ist wichtig, um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Im frühen Stadium der Infektion kann eine aggressive antibiotische Therapie der Weiterverbreitung des Erregers entgegenwirken. Die Eröffnung der Lymphknoten ist das Ziel der Behandlung, wenn die Krankheit schon weiter fortgeschritten ist. So werden die Erreger aus dem Körper eliminiert.

Prognose und Vorbeugung der Krankheit

Innerhalb von 7 – 10 Tagen nach Beginn der Symptome gesunden die meisten Pferde ohne bleibende Schäden. Die Pferde besitzen dann sogar eine 2- bis 5-jährige Immunität gegenüber den Druse-Erregern.

Um die Krankheit zu verhindern, ist es ratsam, neu einzustallende Tiere für 2 bis 3 Wochen isoliert zu halten und täglich auf Druse-Symptome zu untersuchen. Sollte die Krankheit dennoch bei einem Pferd festgestellt werden, so ist Vorsicht geraten. Druse-Pferde sollten in Quarantäne gehalten werden, Kontakt zu anderen Pferden sollte vermieden werden und eine Desinfektionswanne sollte vor der Box bereit stehen. Diese dient dem Besitze oder dem Pfleger zur Reinigung nach Kontakt des Pferdes. So kann verhindert werden, dass der Erreger über den Menschen übertragen wird.

Herpes – was ist das?

Im Gegensatz zur Druse ist der Herpes eine Virusinfektion. Der Virus wird als Tröpfcheninfektion über direkten Pferdekontakt, aber auch durch infizierte Gegenstände und Personen übertragen. Typisch für die Krankheit sind kurze Fieberphasen. Betroffene Pferde können dann auch unter Nasenausfluss und Husten leiden. Auch neurologische Symptome wie Koordinationsstörungen können auftreten.

Vorgehen

Besteht ein dringender Verdacht einer Virusinfektion, so ist unbedingt ein Tierarzt zu Rate zu ziehen. Dieser nimmt eine Blut- sowie eine Tupferprobe, um festzustellen um welchen Herpesvirus es sich handelt. So kann der Verlauf der Krankheit erahnt werden.

Infizierte Pferde sind in jedem Fall zu isolieren. Auch hier ist es ratsam, Hygienevorschriften einzuhalten. Ein direktes Bekämpfen der Krankheit ist nicht möglich. Es können nur begleitende Maßnahmen wie Mittel zur Stärkung des Immunsystems, zur Unterstützung des Kreislaufs und zur Hemmung der Entzündung verabreicht werden. Genau das macht die Krankheit so gefährlich.

Impfung

Mit dem Impfstoff kann eine Infektion vorgebeugt werden. Wenn alle Pferde in einem Bestand geimpft sind, so hat es der Virus schwer, sich stark zu vermehren und andere Pferde anzustecken.

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Gastbeitrag von Sabrina Kirn, Werkstudentin Community Management

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Druse und Herpes beim Pferd
Ulrike Seim

Abteilung Agrarmarkt und Erneuerbare Energien; Pferdemanagement, bloggt über Themen rund um Ross und Reiter.

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