Solarspeicher und Eigenverbrauch

Solarspeicher und Eigenverbrauch
20. Mrz 2015

von Jan Ackerhans

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Es ist 12 Uhr mittags in Freiburg. Bei Familie Meyer läuft der Backofen fürs Mittagessen, Spülmaschine und Waschmaschine sind ebenfalls in Betrieb. Immer mehr Hausbesitzer setzen wie die Meyers auf ihr eigenes Kraftwerk auf dem Dach. Allein in Deutschland sind inzwischen 1,5 Millionen Solarstromanlagen installiert. Im Beitrag zeigen wir, welche Möglichkeiten Solarstromspeicher bieten und wie viele bereits im Einsatz sind.

Bei den steigenden Strompreisen sind viele Hausbesitzer heutzutage auf der Suche nach Unabhängigkeit von großen Energieversorgern. Eine Möglichkeit ist, die Energie direkt vor Ort zu erzeugen, wo sie gebraucht wird und sie auch selbst zu nutzen. Die vierköpfige Familie Meyer hat sich deshalb für eine Photovoltaikanlage mit Speicher entschieden. Auf dem Dach des Einfamilienhauses sorgt eine 5 kWp Anlage für umweltfreundlichen Strom.

EEG-Umlage auf Eigenverbrauch von Sonnenstrom

Seit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) im August 2014 muss auf selbst erzeugten Solarstrom anteilig die Ökostrom-Umlage entrichtet werden. Bis Ende 2015 müssen 30 Prozent, bis Ende 2016 35 Prozent und ab 2017 40 Prozent der jeweils gültigen Umlage gezahlt werden.

Für PV-Anlagen, welche vor August 2014 in Betrieb genommen wurden, gilt Bestandsschutz.

Positiv ist: Kleinanlagen bis 10 kWp sind dagegen von der anteiligen EEG-Umlage befreit. Aus diesem Grund ist der Eigenverbrauch für Hausbesitzer auch unter dem neuen EEG attraktiv.

Wie wird der Eigenverbrauch erhöht?

WäschetrocknerHausbesitzer sollten darauf achten, dass viel Strom verbraucht wird, wenn durch die PV-Anlage gerade eine große Menge erzeugt wird. Das lässt sich zum Beispiel mithilfe eines intelligenten Systems im Haus (Smart Home) realisieren, welches genau berechnet, wie viel Energie die einzelnen Verbraucher benötigen und über Funksteckdosen die verschiedenen Geräte ansteuert. So wie bei Familie Meyer laufen dann bei sonnigem Wetter und guter Stromproduktion hohe Verbraucher wie Waschmaschine oder Geschirrspüler parallel.

Eigenverbrauch mit Speichern erhöhen

Wer viel des selbst produzierten Stroms verbraucht, muss weniger vom Energieversorger hinzukaufen. Das macht die Stromrechnung jeden Monat günstiger. Einer Umfrage zufolge möchten zwei Drittel der Befragten wie Familie Meyer möglichst viel Strom und Wärme selbst erzeugen.

Der Anteil des Eigenverbrauchs kann mit einer Batterie, also einem Solarstromspeicher, noch erhöht werden. Diese liefert den Strom auch dann, wenn die Photovoltaikanlage keinen Strom erzeugt, wie etwa in den Abendstunden oder nachts. Familie Meyer nutzt dafür eine 5 kWh Lithium-Ionen-Batterie als Speicher Die Lebensdauer dafür beträgt etwa 20 Jahre.

Nach Schätzungen des Bundesverbands Solarwirtschaft sind etwa 15.000 Haushalte in Deutschland bereits mit Speichern ausgestattet. Im letzten Jahr sind die Preise dafür schon etwa um ein Viertel gesunken, Zusätzlich kann man beim Kauf eine Förderung der KfW in Anspruch nehmen, sodass die Anschaffung attraktiver wird. Mit Eigenverbrauch lohnt es sich also immer noch, eine PV-Anlage zu installieren.

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Solarspeicher und Eigenverbrauch
Jan Ackerhans

Mitarbeiter der Abteilung Agrarmarkt und Erneuerbare Energien, bloggt über aktuelle Themen rund um die Energiewende.

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Erneuerbare Energien – das ändert sich 2016 - R+V BlogR+V Blog / http://www.ruv-blog.de/erneuerbare-energien-das-aendert-sich-2016/

10:09 03.02.2016

[…] sollte das Förderprogramm für Solarstromspeicher nur bis Ende 2015 laufen. Nun soll es allerdings doch in modifizierter Form fortgesetzt werden. […]