Ein gutes Team hat starke Mitglieder

Ein gutes Team hat starke Mitglieder
7. Mai 2018

von Anna Lena Schwartz

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Einzelkämpfer sind out, Teamplayer in. Was aber noch lange nicht heißt, dass der Teamgedanke über allem steht. Je besser jedes Mitglied ist, umso innovativer wird das Ergebnis. Design Thinking ist ein kreativer Problemlösungsansatz, für den interdisziplinäre Teams gebildet werden.

Was deutsche Schüler besonders gut können und was Unternehmen von ihren künftigen Mitarbeitern erwarten, das deckt sich eins zu eins. Erstmals hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit OECD in der aktuellen Pisa-Studie die soziale Kompetenz von Schülern untersucht. In Deutschland sind sie gut in der Teamarbeit. Eine andere Auffälligkeit: In allen Ländern schneiden Mädchen in der Gruppenarbeit besser ab als Jungen. Laut Technischer Universität München, die den deutschen Teil der Studie verantwortet, haben Mädchen darin sehr große Fähigkeiten. Frauen wird grundsätzlich eine höhere soziale Kompetenz als Männern bescheinigt.

Teamfähigkeit ist Basic für Bewerber

Unabhängig vom Geschlecht suchen Unternehmen heute Teamplayer. Das belegt eine Studie des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister. Teamfähigkeit gehört dem Report zufolge zu den populärsten Soft Skills. Sie tauchen in jeweils knapp 40 Prozent der Inserate auf. Für die Studie haben Forscher rund 750.000 Stellenanzeigen aus dem Februar 2018 analysiert. Es muss also gute Gründe dafür geben, dass Beschäftigte im Team arbeiten, denn sonst wäre diese Fähigkeit den Unternehmen nicht so wichtig.

Energieverlust in der Gruppe

Ende des 19. Jahrhunderts beobachtete der französische Agraringenieur Maximilien Ringelmann erstaunt, dass zwei Pferde vor der Kutsche nicht doppelt so viel ziehen wie ein einzelnes – sondern weniger. Bei einer Wiederholung mit Menschen stellte er fest, dass sie beim Tauziehen in der Gruppe weniger fest zupacken als einzeln – weil sie sich koordinieren müssen, einander ausbremsen und dadurch Energie verlieren. Aber auch, weil sich ein jeder auf den anderen verlässt. Das Team steht nicht über allem, die Leistung jedes Einzelnen zählt genauso. Deshalb schreiben ein Drittel aller Unternehmen in ihre Inserate, dass Bewerber eine selbständige Arbeitsweise mitbringen sollten. So steht es in der Studie des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister. Teamarbeit und Individualität schließen sich nicht gegenseitig aus. Beides wird gebraucht, und der ist ein guter Vorgesetzter, der beide Seiten seiner Mitarbeiter fördert. Parallelen zeigen sich im Profisport: Ein Spieler mit tollem Talent kann zwar einzelne Spiele entscheiden, aber nur eine geschlossene Mannschaftsleistung führt zur Meisterschaft.

Komplexität setzt Teams voraus

Das hat im Sport wie im Büro mit Arbeitsteilung zu tun. Es gibt Spezialisten für die Abwehr und den Angriff. Nur wenn sie harmonieren, kommen sie zum Ziel. Ein Einzelner kann heute kein Projekt mehr allein stemmen, dafür sind sie meist viel zu komplex. Deshalb wird fast immer im Team gearbeitet.

Lösung in der Schnittmenge

Es gibt unterschiedliche Management-Methoden, anhand derer ein Team Aufgaben lösen kann. Für die kreative Problemlösung ist Design Thinking zurzeit en vogue. Der Grundgedanke dahinter: Interdisziplinäre Teams können echte Innovationen schaffen. Für diesen Prozess werden möglichst unterschiedliche Erfahrungen, Meinungen und Perspektiven im Team zusammengebracht. Grundannahme des Design Thinking ist, dass Innovationen in der Schnittmenge aus den drei gleichberechtigten Faktoren Mensch, Technologie und Wirtschaft entstehen.

Auch die R+V bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, in diversen Workshops das agile, gemeinschaftliche Arbeiten u. a. mit Design Thinking auszuprobieren und im Arbeitsalltag anzuwenden.

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Ein gutes Team hat starke Mitglieder
Anna Lena Schwartz

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Karrierethemen und gibt Einblicke hinter die Kulissen der R+V als Arbeitgeber.

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