Ein Tag mit Thomas Junghans – IT-Projektmanager (Teil 1)

Ein Tag mit Thomas Junghans – IT-Projektmanager (Teil 1)
30. Jul 2018

von Anna Lena Schwartz

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In unserer Serie stellen wir den Tagesablauf und die Aufgaben verschiedener Kolleginnen und Kollegen vor. Heute berichtet Thomas Junghans über seinen abwechslungsreichen Tag als Projektmanager in der IT.

Hintergrund-Informationen zur Person

  • 37 Jahre, verheiratet, 3 Kinder
  • wohnt in Mainz
  • arbeitet seit 2015 als IT-Projektmanager bei R+V

6:00 Uhr

Da heute Abend noch andere Termine anstehen, verlege ich das Sportprogramm eben in die Morgenstunden. Die Runde quer durch die Finther Obstplantagen läuft sich herrlich. Die 4 km schaff ich in knapp 20 Minuten. Langsamer darf ich auch nicht sein. Im Anschluss wird im nächsten „Workout“ Tee gekocht, Toast geschmiert und Schulbrote gemacht.

8:10 Uhr

60 Minuten mit allen Freuden des öffentlichen Nahverkehrs inklusive eines beeindruckenden Blicks auf den Rhein lassen sich gut nutzen, um zu lesen und schon mal einen Blick auf die heutigen Termine zu werfen.

8:15 Uhr

Bis zu den ersten regulären Terminen bleibt noch knapp ’ne wertvolle halbe Stunde Zeit, bei meinen verschiedenen Entwicklern vorbeizuschauen. Leider kommt der persönliche Kontakt zu Kollegen bei vollen Terminkalendern schnell zu kurz. Aber der ist so wichtig. Wie geht’s den Kindern? Die Handwerker im Haus sind nicht fertig geworden? Gestern Nachmittag kam noch eine Anfrage für eine Softwareänderung rein? OK – ich schau mir das an.

9:00 Uhr

Eins meiner aktuellen großen Themen ist die Implementierung der BiPRO-Norm für die Berechnung und Antragsstellung einer Gewerbeversicherung. Das Umsetzungsteam kommt aktuell noch mit einer wöchentlichen halbstündigen Abstimmrunde zurecht. Wir schauen gemeinsam auf die Arbeitspakete, nehmen neue auf. Wer ist gerade wo dran? Braucht jemand Unterstützung? Die Einrichtung der neuen Serviceendpunkte gestaltet sich wie erwartet etwas langwierig – OK. Aber das neue JAVA-Backend muss immer wieder anderen Tätigkeiten weichen. Alles klar, ich kümmere mich um weitere Know-how-Träger, die unterstützen können. Tägliches Geschäft.

9:30 Uhr

Das Stand Up muss heute pünktlich enden. Ich will mir noch einen Überblick über die aktuelle Issue-Lage zum Release verschaffen. Sehr schön, die Kolleginnen haben die wichtigsten Fehler in der Version gestern beheben können. Da werden sich die Tester aus dem Fachbereich freuen. Aber natürlich sind da schon wieder vier neue.

9:50 Uhr

In einem Großprojekt  (Portale und mobiler Arbeitsplatz), an dem aktuell ca. 60 Entwickler plus verschiedene Zulieferer arbeiten, will der Bau neuer testbarer Versionen gut abgestimmt sein. So finden sich allmorgendlich die Projektleiter, Testmanager, Build- und Deploy-Kollegen und einige Entwickler zusammen, um den aktuellen Status zu teilen und abzustimmen, ob die Pläne angepasst werden müssen.

Heute also ich: „Wir haben einen schweren Fehler. Wir brauchen eine neue Version, sonst können die Tests nicht weiter fortgesetzt werden. Analyse ist durch. Wir brauchen eine Lieferung aus der Schweiz. Die Kollegen wissen Bescheid und liefern vor dem Mittag.“ Auch andere Funktionsbereiche haben noch Probleme festgestellt. Also bauen wir außerplanmäßig heute eine weitere Version für die Tester. Die Abstimmung dauert keine fünf Minuten. Wir kennen das schon. Jeder weiß, worauf es ankommt und was unsere Rahmenparameter sind.

10:00 Uhr

Der morgendliche Stand Up-Marathon geht weiter. Anderes Projekt und Rollenwechsel. Das CITRUS-Team arbeitet an einem Backend für einen neuen Lebentarifrechner und hat sich geeinigt, nach dem SCRUM-Framework zu arbeiten. Hier helfe ich dem Team nicht als Projektleiter, sondern als SCRUM-Master. Nur eine kleine Umstellung.

10:30 Uhr

Noch ’ne viertel Stunde die Mails der letzten zwei Stunden überfliegen und dann muss ich auch schon ins Nachbargebäude laufen. Zeit, die frische Luft zu genießen und sich mental auf die nächsten anderthalb Stunden vorzubereiten. Risk-Assessment PLATIN.

Jedes größere Projekt durchläuft vor Beginn eine Risikoanalyse. Der Prozess ist recht einfach, nachvollziehbar und nicht zuletzt auch sehr informativ. Vertreter aus den betroffenen Bereichen schätzen jeweils Risiken aus verschiedenen Perspektiven ein. So werden mögliche Einflussfaktoren von außen (zum Beispiel dem Gesetzgeber) aber auch aus fachlicher Sicht, wie sich ändernde Strategien oder noch unklare Vorgaben diskutiert.

12:00 Uhr

Das Risk-Assessment kam flüssig voran und ich habe ein paar Minuten, um mich beim PUMA-Team zu erkundigen, ob die angekündigte Lieferung schon da ist. Ist sie. Super! Auf die Schweizer ist Verlass. Die Annahmetests laufen. Ich geb‘ noch schnell den Kollegen eine kurze Info, dass alles läuft und wir den Zeitplan einhalten können.

Teil 2 des Tages mit Thomas Junghans folgt nächsten Montag. Interessieren Sie sich auch für einen Job als IT-Projektmanager? Dann schauen Sie auf unserer Karriere-Seite vorbei.

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Ein Tag mit Thomas Junghans – IT-Projektmanager (Teil 1)
Anna Lena Schwartz

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Karrierethemen und gibt Einblicke hinter die Kulissen der R+V als Arbeitgeber.

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