Erbrecht – die 5 größten Irrtümer

Erbrecht – die 5 größten Irrtümer
18. Apr 2018

von Suitbert Monz

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Erbrecht kann eine komplizierte Angelegenheit sein. Bei Erbschaft und Erben gibt es einiges zu beachten. Bestimmte Regelungen ergeben sich nicht automatisch, sondern müssen explizit festgehalten werden. Ansonsten kann es zu Missverständnissen kommen. Wir haben die fünf größten Irrtümer zusammengestellt.

Wer sichergehen will, dass sein Erbe nach den eigenen Wünschen an die Nachkommen verteilt wird, sollte das unmissverständlich und rechtlich abgesichert festhalten.

1. Die Kinder/der Ehepartner erben sowieso automatisch alles

Zwar sind Kinder und Ehepartner in der Erbfolge ganz vorn, dennoch ist ohne Testament nicht eindeutig, wer welchen Teil erbt. Dies gilt vor allem dann, wenn Kinder und Ehepartner vorhanden sind: Dann erben beide Parteien gemeinsam. Bei mehreren Kindern wird es noch komplizierter, weil eine Erbengemeinschaft entsteht, die sich ohne Testament selbst über alles einigen muss, was oft nicht einvernehmlich endet. Ein Testament sollte daher auf jeden Fall gemacht werden.

2. Man braucht für das Testament einen Notar

Nicht zwingend, denn ein Testament hat auch dann dieselben Rechtsfolgen, wenn es privat und ohne professionelle Beratung erstellt wurde. Allerdings ist es wichtig, das Testament handschriftlich zu verfassen. Computergeschriebene Dokumente sind ungültig. Darüber hinaus ist ein notarielles Testament je nach Vermögen mit hohen Kosten verbunden.

3. Man kann als Erben einsetzen, wen man will

Grundsätzlich ist das richtig, aber in einigen Fällen gibt es Einschränkungen. Beispielsweise können gemeinsame Ehegattentestamente nicht ohne weiteres durch ein späteres widerrufen werden. Darüber hinaus gibt es immer die Pflichtteilregelung. Um einem Erben auch den Pflichtteil zu entziehen, bedarf es schwerwiegender Gründe.

4. Wenn man jemanden enterbt, geht er vollständig leer aus

Will man jemanden, der in der gesetzlichen Erbfolge steht, enterben, geht dennoch der Pflichtteil an den Erben über. Triftige Gründe, um dem Erben auch den Pflichtteil zu entziehen, sind beispielsweise Misshandlung, Morddrohungen oder seelische Vernachlässigung. Allerdings müssen diese Gründe nachvollzogen bzw. bewiesen werden können.

5. Schenkungen vereinfachen die Angelegenheit und vermeiden Stre

Schenkungen, die zu Lebzeiten gemacht werden, haben unter Umständen durchaus Auswirkungen auf das spätere Erbe. Teilweise müssen diese Schenkungen nach dem Todesfall dann unter den Erben wieder ausgeglichen werden. Es kann daher durchaus zu Streit kommen, wenn die Schenkungen nicht geplant und mit dem Erben abgestimmt werden.

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Erbrecht – die 5 größten Irrtümer
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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