Fahrraddiebstahl: So schützen Sie Ihr Rad

Fahrraddiebstahl: So schützen Sie Ihr Rad
18. Mai 2017

von Suitbert Monz

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Rund 900 Fahrräder werden täglich im Bundegebiet gestohlen und dabei dürfte die Dunkelziffer noch weit höher ausfallen. Der Klassiker ist immer noch das gute alte Fahrradschloss – jedoch auch pfiffige Start-ups haben neue und ausgetüftelte Sicherungs- und Überwachungssysteme für das Zweirad entwickelt.

Seitdem meine Tochter vor drei Jahren zum Studieren nach Berlin gezogen ist, wurde ihr bereits dreimal das Fahrrad gestohlen. Der jüngste „Klau“ ist gerade mal ein paar Tage alt. Tagsüber besuchte sie einen Kommilitonen im Nachbarviertel und schloss ihr Rad vor dessen Haustür am Fahrradständer an. Als sie nach drei Stunden wieder hinauskommt, fehlt von seinem Rad jede Spur. Noch einmal soll das nicht passieren – es muss doch nachhaltige Sicherungsmaßnahmen fürs Bike geben?

Ein gutes Schloss und richtiges Anschließen

Wenngleich schon oft betont, ist und bleibt es die Sicherungsmaßnahme Nummer eins: Das richtige Fahrradschloss. Ob Bügel-, Ketten- oder Faltschloss, wichtig ist, dass es aus stabilem Material besteht und groß genug ist, um auch das Hinterrad mit umfassen zu können. Als sicherstes Schließsystem gilt momentan der Drehscheibenzylinder. Derartige Sicherungssysteme sind leider recht schwer und auch kostspielig, machen sicher durchaus bezahlt. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) gibt als Faustregel aus, dass man für ein gutes Schloss circa fünf bis zehn Prozent des Fahrradneupreises aufwenden sollte.

Besitzt man solch ein gutes Schloss, ist die Art und Weise des Abschließens aber mindestens genau so entscheidend. Generell gilt, dass das Rad an belebten Orten und gut sichtbar abgestellt werden sollte. Nischen und versteckte Plätze bieten auch Dieben eine gute Deckung. Niemals sollte das Rad an jungen Bäumen oder kurzen Pfählen befestigt werden, da die Räuber das Fahrrad darüber hinwegheben oder gar den Baum abknicken oder durchsägen könnten. Verfügt ihr Rad über sogenannte Schnellreifenspanner, sollte darauf geachtet werden, dass die Räder mit dem Rahmen durch das Schloss verbunden sind, ansonsten hat der Dieb leichtes Spiel.

GPS-Tracker als Alarm- und Überwachungssystem

Die in vielen Bereichen genutzte GPS-Technik macht sich seit geraumer Zeit auch in Sachen Fahrradsicherung immer beliebter.  Durch einen versteckten Sender, zum Beispiel von Velocate, lässt sich anhand einer App das Fahrrad in Echtzeit orten. Zudem erhält der Besitzer eine Kurznachricht auf sein Handy, sobald sich sein Fahrrad oder E-Bike bewegt. Wem das zu viel Schnick-Schnack ist, der kann sich mithilfe einer kostengünstigeren Alarmanlage sicher sein, dass beim Versuch des Diebstahls ein schrilles Geräusch ertönt und die Tat somit schon verhindert werden kann. Auch das österreichische Start-Up Moow entwickelt eine smarte Alarmanlage für den Drahtesel.

Umfassender Versicherungsschutz

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen sollte ein teures Fahrrad zusätzlich gegen Diebstahl versichert werden. Über die Hausratversicherung erhalten Räder einen Schutz, sollten diese aus der Wohnung oder dem Keller entwendet werden. Durch einen Zusatzbeitrag lässt sich die Versicherung gegen einfachen Fahrraddiebstahl mitversichern.

Rad polizeilich registrieren lassen

Eine weitere einfache Abschreckung stellt die Registrierung des Fahrrads bei der Polizei dar. Anhand einer individuellen Prüfnummer, die gut sichtbar am Rahmen eingraviert wird, lässt sich das Bike eindeutig seinem Besitzer zuordnen. Auf dem Schwarzmarkt finden solche Räder meistens keinen Abnehmer und fallen somit eher nicht ins Beuteschema der Gauner.

Meine Tochter und ich sind nun auf dem aktuellen Stand. Nachdem wir ein neues Fahrrad samt Sicherheitsschloss gekauft haben, lassen wir es sofort bei der lokalen Polizeidienststelle registrieren. Da ich selbst auch seit geraumer Zeit ein teureres Fahrrad besitze, werde ich meine Police erweitern, beschließe ich. Bei uns jedenfalls haben es die Fahrraddiebe jetzt richtig schwer – ein gutes Gefühl.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, Bereich Vertrieb Onlinemarketing; bloggt über Online-Marketingmaßnahmen und soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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